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Haushalt, Steuern

WIESBADEN - Die Ausgaben für Sozialhilfe sind im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent gestiegen.

19.08.2021 - 12:02:02

Deutlich mehr Ausgaben für Sozialhilfe. Die Sozialhilfeträger gaben 14,4 Milliarden Euro netto für Leistungen nach dem Zwölften Buch des Sozialgesetzbuchs aus, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Darunter fallen etwa die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung sowie Hilfe zur Pflege.

Mehr als die Hälfte der Nettoausgaben machte den Angaben zufolge 2020 die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aus, die vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert wird. Die Summe stieg um rund zehn Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Das Bundesamt beruft sich dabei auf Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Den größten prozentualen Anstieg im Vorjahresvergleich gab es mit 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro bei der Hilfe zur Pflege. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte, die Sozialausgaben für Pflegebedürftige explodierten. "Das ist der höchste Anstieg seit vielen Jahren", sagte Vorstand Eugen Brysch. Auch die ab 2022 geplanten Zuschüsse für Heimbewohner brächten keine Entlastung bei selbst zu zahlenden Anteilen. "Deshalb muss die Pflegeversicherung künftig die reinen Pflegekosten komplett übernehmen. Nur so kann die Armutslawine gestoppt und Pflege wieder bezahlbar gemacht werden."

Die Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt gingen laut Bundesamt um knapp 22 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück. Die Hilfen zur Gesundheit, zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie die Hilfe in anderen Lebenslagen sanken um knapp ein Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Damit können in schwierigen Situationen beispielsweise Haushaltshilfen bezahlt werden.

Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen wird seit Januar 2020 in einer eigenen Statistik geführt, da sie im Neunten Buch des Sozialgesetzbuchs geregelt wurde. Im vergangenen Jahr wurden demnach hierfür netto 20,8 Milliarden Euro ausgegeben, 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

@ dpa.de

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