Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Deutschlands Exportunternehmen bleiben trotz eines Dämpfers auf Rekordkurs.

09.06.2017 - 12:30:24

Export verliert etwas an Tempo - Ungewissheit nach Brexit-Wahl. Zwar schwächten sich das Tempo im April binnen Jahresfrist ab, gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhren jedoch zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im März hatten die Exporte den höchsten Monatswert seit 1950 erreicht. Die Schwankungen im Außenhandel setzten sich damit auf einem insgesamt erfreulichen Wachstumspfad fort, erklärte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA.

Sorgen bereitet der Exportwirtschaft der Wahlausgang in Großbritannien, bei der die konservative Partei von Theresa May die absolute Mehrheit im Parlament verlor. Die Regierung werde für die nächsten Wochen und Monate gelähmt sein. "Wie es mit den unmittelbar bevorstehenden Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der EU nun weitergeht, steht damit auch ein Jahr nach dem Brexit-Referendum in den Sternen", sagte Börner voraus. Das Vereinigte Königreich war im vergangenen Jahr der drittgrößte Einzelmarkt für "Made in Germany".

Im April gingen nach Angaben der Wiesbadener Behörde insgesamt Waren im Wert von 101,0 Milliarden Euro aus Deutschland ins Ausland, das waren 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Einen deutlichen Rückgang von 6,3 Prozent gab es im Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU). Die Wareneinfuhren stiegen um 5,4 Prozent auf 83,0 Milliarden Euro.

Gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhren um 0,9 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem schwächeren Plus gerechnet. Die Bilanz der ersten vier Monate des Jahres fiel ebenfalls positiv aus. Die Exporte summierten sich auf 420,4 Milliarden Euro - ein Plus von 5,5 Prozent. Importiert wurden Waren im Wert von 342,3 Milliarden Euro (plus 8,9 Prozent).

Seit Jahren führt Deutschland mehr Waren aus als es importiert. Im April wies die Handelsbilanz einen Überschuss von 18,1 Milliarden Euro aus. Die Exportstärke sorgt immer wieder für Kritik bei Handelspartnern. Besonders scharfe Töne kamen zuletzt von US-Präsident Donald Trump.

Für das Gesamtjahr traute der BGA dem Export zuletzt ein Plus von bis zu 2,5 Prozent auf 1,24 Billionen Euro zu. Es wäre das vierte Rekordjahr in Folge. Deutschland profitiert unter anderem von der anziehenden Weltkonjunktur.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

DGB-Chef verlangt mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte. Sie müssten früher und besser vor Kündigung und Schikanen gesetzlich geschützt werden, sagte der Gewerkschafter der Deutschen Presse-Agentur. Gegen Arbeitgeber, die Betriebsratsarbeit behinderten, müsse entschiedener vorgegangen werden. BERLIN/FRANKFURT - Unmittelbar vor Beginn der Betriebsratswahlen in mehr als 28 000 Unternehmen hat DGB-Chef Reiner Hoffmann einen besseren rechtlichen Schutz der Arbeitnehmervertreter gefordert. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:33) weiterlesen...

Beschäftigten drohen nach Firmeninsolvenz oft Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Das Risiko, Opfer einer Firmenpleite zu werden, ist aber regional sehr verschieden. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebes drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 14:23) weiterlesen...

Bauindustrie sieht nach Boomjahr kein Ende des Aufschwungs. Um die prall gefüllten Auftragsbücher zeitnah abarbeiten zu können, planten viele Betriebe in den kommenden zwölf Monaten zusätzliches Personal und mehr Investitionen, erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Freitag. Es spreche alles dafür, dass die zu Jahresbeginn aufgestellte Umsatzprognose von 4 Prozent Plus im laufenden Jahr übertroffen werde. WIESBADEN/BERLIN - Die deutsche Bauindustrie sieht nach ihrem besten Jahr seit Mitte der 1990er Jahre auch für 2018 kein Ende des Aufschwungs. (Boerse, 23.02.2018 - 13:56) weiterlesen...

KORREKTUR/Forscher: Beschäftigten drohen nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen (Die genannte Anzahl der Tage gibt an, um wie viele Tage Insolvenz-Betroffene im Schnitt länger arbeitslos waren als Beschäftigte in einem wirtschaftlich stabilen Unternehmen, nicht die Gesamtdauer der Arbeitslosigkeit. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:51) weiterlesen...

Forscher: Beschäftigten droht nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebs drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:19) weiterlesen...

Eurozone: Inflation schwächt sich weiter ab. Im Januar seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Die Statistiker bestätigten damit wie erwartet eine erste Erhebung von Ende Januar. Die Inflation im Euroraum ist so niedrig wie seit dem vergangenen Juli nicht mehr. LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Preisentwicklung Anfang des Jahres erneut abgeschwächt. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 11:02) weiterlesen...