Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, USA

WIESBADEN - Der frühere Befehlshaber der US-Truppen in Europa, Ben Hodges, hat die Pläne der US-Regierung unter Präsident Donald Trump für eine Truppenreduzierung in Deutschland als Schwächung der USA und der gesamten Nato bezeichnet.

23.06.2020 - 06:32:25

USA würden sich mit Truppenabzug selbst schwächen. "Ich habe gehört, dass dies eine Strafe für Deutschland sein soll. Das zeigt leider einen totalen Mangel an Verständnis - sowohl beim US-Präsidenten als auch beim ehemaligen US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, warum wir Soldaten in Deutschland haben", sagte der pensionierte Dreisterne-General der Deutschen Presse-Agentur.

Die USA schwäche sich selbst, wenn sie Kapazitäten in Deutschland reduziere. "Besonders die Soldaten im Raum Kaiserslautern sind dort, um bei der schnellen Verstärkung von US-Truppen in einer Krise zu helfen." Eine Reduzierung wäre auch ein "Geschenk für den Kreml", sagte Hodges. Obwohl Russland sein Verhalten nicht geändert habe, reduzierten die USA ihre Truppen in Deutschland. "Offensichtlich ist das nicht das Resultat strategischer Analysen, sondern hundertprozentig ein politisches Kalkül, das wahrscheinlich auf manche US-Wähler abzielt", meinte der 62-Jährige, der von 2014 bis 2017 Kommandeur aller US-Landstreitkräfte in Europa war.

"Wir wissen nicht genau, ob das passiert. Wir haben noch keinen offiziellen Plan gesehen", betonte Hodges. Falls aber US-Soldaten von Deutschland etwa nach Polen abzögen, würde das teuer. "Polen ist noch nicht bereit dazu. Außerdem: Es ist uns mit Deutschland gelungen, ein Truppenstatut (Status of Forces Agreement) auszuarbeiten, das alle rechtlichen Aspekte eines Aufenthalts von US-Soldaten abdeckt. Mit Polen haben wir das noch nicht." Die Trump-Administration neige zu schnell dazu, ihre Bemühungen einzustellen, wenn sich kein Erfolg zeige, meinte er. "Ich denke, das Weiße Haus sollte "lead not leave" - führen, nicht verlassen."

Er registriere in Washington einen Mangel an Anerkennung und Verständnis für Verbündete und warum amerikanische Soldaten in Deutschland stationiert seien. Zudem sei die Trump-Administration zu hart in öffentlichen Aussagen. "Ich höre manchmal mehr Kritik an Deutschland als an Nordkorea oder dem Kreml. Ich denke, das hilft nicht und ist falsch", sagte der heutige Experte der Washingtoner Denkfabrik Center for European Policy Analysis (CEPA).

Hodges warnte Deutschland aber zugleich vor übertriebenen Hoffnungen bei einem möglichen Wechsel im Weißen Haus nach der US-Präsidentenwahl im November. "Deutschlands strategisches Denken sollte nicht darauf ausgelegt sein, wer gerade US-Präsident ist." Auch unter einem anderen US-Präsidenten würden die neue Administration und die Menschen in den USA erwarten, dass Deutschland seinen Verpflichtungen nachkomme. Und natürlich hoffe er, dass man wieder zu einem freundschaftlichen Umgang komme - möglicherweise erst unter einer neuen US-Administration.

"Deutschland sollte aus eigenem Antrieb in Verteidigung investieren - nicht, weil ein anderer sagt, es sollte das tun", sagte der frühere Befehlshaber der US-Truppen in Europa. "Dazu ist aber politischer Mut in Berlin nötig, Wählern und Bürgern zu erklären, was das Risiko ist, und warum es wichtig ist, eine modernisierte Bundeswehr zu haben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wieder Corona-Rekord in USA: Mehr als 63 000 neue Fälle. Binnen 24 Stunden gab es rund 63 200 neue Fälle, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Freitagmorgen hervorgeht. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich demnach bislang mehr als 3,1 Millionen Menschen (Stand: 9.7.) nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 133 000 Menschen starben an oder mit dem Virus. WASHINGTON - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat wieder einen neuen Höchststand erreicht. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 08:40) weiterlesen...

Einige Bundesstaaten haben sich zu früh geöffnet. "In einigen Staaten sprangen die Gouverneure und Bürgermeister im wesentlichen über die Richtlinien und Kontrollpunkte und öffneten etwas zu früh", sagte Fauci dem Podcast "FiveThirtyEight", der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Experte und Regierungsberater nannte Florida als Beispiel, das einige Richtlinien außer Acht gelassen habe. WASHINGTON - Nach Einschätzung von US-Immunologe Anthony Fauci sind die aktuellen Corona-Ausbrüche in vielen Teilen der Vereinigten Staaten auf die zu frühe Wiedereröffnung einiger Bundesstaaten zurückzuführen. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 06:34) weiterlesen...

Pompeo: USA bereit zu Wiederaufnahme von Gesprächen mit Nordkorea. "Wir sind sehr hoffnungsvoll, dass wir dieses Gespräch fortsetzen können", sagte Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag (Ortszeit). Wenn es angebracht sei und es einem Zweck diene, sei es auch denkbar, "hochrangige Führungspersonen zusammenzubringen". Über Einzelheiten wie "das Wer, das Wie und den Zeitpunkt" wolle er aber derzeit nicht sprechen. WASHINGTON - Im Atomstreit mit Nordkorea signalisieren die USA weiterhin Dialogbereitschaft. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 06:25) weiterlesen...

'All in New York': Metropole will langsam wieder Touristen locken. Unter dem Motto "All in New York", das auf Deutsch etwa "Alles in New York", aber auch "Alles für New York" bedeuten kann, sollen zunächst die Bewohner der Metropolregion dazu verlockt werden, ihre Heimat wieder ausgiebiger zu erkunden, wie die Tourismusbehörde NYC & Company mitteilte. Später sollen dann auch wieder regionale, überregionale, landesweite und dann internationale Besucher angesprochen werden - alles unter Betonung von Abstands- und Hygieneregeln. NEW YORK - Mit einer neuen Kampagne will die schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffene Millionenmetropole New York nach und nach wieder Touristen anziehen. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 05:52) weiterlesen...

Berliner Flughafenchef informiert Aufsichtsrat über Finanzsituation. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will am Freitag dem Aufsichtsrat ein aktuelles Bild über die Lage vermitteln. Im Anschluss (voraussichtlich 16.00 Uhr) soll auch die Öffentlichkeit informiert werden. Die Corona-Krise hat eine große Finanzlücke ins laufende Geschäft gerissen. Auf rund 300 Millionen Euro bezifferte Lütke Daldrup bislang den Bedarf. BERLIN - Zwar ziehen die Passagierzahlen auch in an den Berliner Flughäfen allmählich wieder an - doch die finanzielle Situation der Betreibergesellschaft bleibt angespannt. (Boerse, 10.07.2020 - 05:47) weiterlesen...

Expertin: Antideutsche Töne sollen Duda bei Wahl Stimmen bringen. "Die Situation ist gerade gut, um die antideutsche Karte zu spielen", sagte Agnieszka Lada vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt der Deutschen Presse-Agentur. WARSCHAU - Im Endspurt zur Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen will der Amtsinhaber Andrzej Duda nach Einschätzung einer Expertin mit antideutschen Tönen zusätzliche Wähler gewinnen. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 05:44) weiterlesen...