Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Deutschland

WIESBADEN - Der Export schwächelt und die Industrie steckt in der Flaute: Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft haben 2019 die deutsche Konjunktur ausgebremst.

15.01.2020 - 06:32:25

Kräftiger Gegenwind für die deutsche Wirtschaft 2019. Ökonomen und die Bundesregierung gehen von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von nur etwa 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus - nach 1,5 Prozent 2018. Erste Daten gibt das Statistische Bundesamt am Mittwoch (10.00 Uhr) bekannt. Trotz der Flaute dürften Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen unter dem Strich erneut mehr Geld eingenommen als ausgegeben haben.

So geht beispielsweise die EU-Kommission von einem Überschuss von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Allein der Bund erzielte im vergangenen Jahr gestützt von niedrigen Zinsen nach vorläufigen Zahlen des Finanzministeriums einen Rekordüberschuss von 13,5 Milliarden Euro.

Deutschland ist damit weit entfernt von der Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages. Darin erlauben sich die Europäer höchstens ein Haushaltsdefizit von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ein Minus hatte Deutschland zuletzt 2011 verbucht.

Die exportorientierte deutsche Industrie hat dagegen ein hartes Jahr hinter sich. Die vor allem von US-Präsident Donald Trump angeheizten internationalen Handelskonflikte und das Drama um den Brexit verunsicherten Kunden und bremsten Investitionen.

Insbesondere der Handelskrieg zwischen den USA und China dämpfte die Weltkonjunktur. Zwar einigten sich die beiden größten Volkswirtschaften jüngst auf ein Teilabkommen, das am Mittwoch in Washington unterzeichnet werden soll. "Gleichwohl ist das Abkommen noch immer unzureichend, denn ein Verzicht auf weitere Zölle und ein wenig Kosmetik sind eben noch kein echter, tiefgreifender Handelsvertrag", sagte Martin Braml, Außenwirtschaftsexperte des Münchner Ifo-Instituts.

Hinzu kommen nach Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher hausgemachte Probleme: "Seit Jahren wird in Deutschland zu wenig investiert und an der Substanz gezehrt", argumentierte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Die Konsumausgaben der Verbraucher und der Bauboom erwiesen sich weiter als verlässliche Stütze der Konjunktur: Die Menschen waren auch 2019 dank der anhaltend guten Lage auf dem Arbeitsmarkt in Kauflaune. Am Bau herrschte Hochkonjunktur. Das verhinderte einen von manchen Ökonomen befürchteten Absturz der deutschen Wirtschaft.

Die Europas größte Volkswirtschaft war seit dem weltweiten Krisenjahr 2009 kontinuierlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg abgesehen von zwei schwächeren Jahren kräftig um teilweise mehr als 2 Prozent pro Jahr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutschland: Erzeugerpreise fallen etwas schwächer als erwartet. Im Dezember fielen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings schwächte sich der Preisrückgang deutlich ab. Im November waren die Erzeugerpreise noch um 0,7 Prozent gesunken und damit so stark wie seit etwa drei Jahren nicht mehr. WIESBADEN - Die Preisentwicklung zeigt in Deutschland weiter nach unten. (Wirtschaft, 20.01.2020 - 08:15) weiterlesen...

USA: Konsumlaune trübt sich überraschend etwas ein. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 0,2 Punkte auf 99,1 Zähler, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem unverändertem Indexwert gerechnet. MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember überraschend etwas eingetrübt. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 17:03) weiterlesen...

USA: Industrieproduktion fällt - Versorger belasten. Die gesamte Produktion lag 0,3 Prozent niedriger als im Vormonat. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Der Anstieg im Vormonat wurde von 1,1 auf 0,8 Prozent korrigiert. WASHINGTON - Die Gesamtproduktion der US-Industrie ist im Dezember etwas gefallen, allerdings bedingt durch einen deutlichen Rückgang bei den Versorgern. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 15:28) weiterlesen...

USA: Baubeginne steigen deutlich - Höchstes Niveau seit 13 Jahren. Diese legten im Monatsvergleich um 16,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2016. Analysten hatten im Mittel lediglich mit einem Anstieg um 1,1 Prozent gerechnet. WASHINGTON - Die Zahl der Wohnungsbaubeginne in den USA ist im Dezember deutlich stärker als erwartet gestiegen. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 14:57) weiterlesen...

Streit über Mindestlohn zeichnet sich ab - Erhöhung auf 12 Euro?. Außerdem fordert die Gewerkschaft, dass die Mindestlohnkommission freier als bisher über die weitere Entwicklung der Lohnuntergrenze entscheiden kann. Damit sieht sie sich weitgehend einig mit der SPD. Die Union hatte bereits vor einem politisch festgelegten Mindestlohn gewarnt. BERLIN - In diesem Jahr zeichnen sich hitzige Debatten über den künftigen Mindestlohn ab: Die Gewerkschaft Verdi bekräftigte nun in Berlin ihre Forderung nach einer Erhöhung von derzeit 9,35 Euro auf 12 Euro pro Stunde. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 12:57) weiterlesen...

Verdi fordert neue Regeln für Mindestlohn. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis verlangte dazu in Berlin eine neue Geschäftsordnung für die Mindestlohnkommission. Dadurch solle die Kommission mehr Spielraum für die Festlegung des Mindestlohns haben. Seit einer jüngsten Neuberufung der Kommission ist Kocsis dort Mitglied. BERLIN - Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Sprung beim Mindestlohn auf 12 Euro und neue Regeln zur Festlegung der künftigen Lohnuntergrenze. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 12:34) weiterlesen...