Haushalt, Steuern

WIESBADEN - Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr weniger an Rauchern verdient.

14.01.2019 - 11:59:25

Fiskus verdient weniger an Rauchern - Zigarettenabsatz gesunken. Insgesamt wurden Tabakwaren im Wert von 26,4 Milliarden Euro versteuert, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,7 Prozent mehr als 2017. Davon gingen 14,2 Milliarden (minus 0,5 Prozent) an den Fiskus. Den Rückgang führte die Wiesbadener Behörde vor allem auf den gesunkenen Zigarettenabsatz zurück - der bedeutendsten Position unter den Tabakerzeugnissen.

Nach Angaben der Statistiker sank die Menge der versteuerten Zigaretten um 1,9 Prozent auf 74 Milliarden Stück. Bei allen anderen Tabakwaren gab es dagegen einen Anstieg. Besonders deutlich stieg der Absatz von Zigarren und Zigarillos - plus 6,5 Prozent auf 3 Milliarden Stück. Der Absatz von Pfeifentabak erhöhte sich um 2,7 Prozent. Dazu zählen auch Tabak für Wasserpfeifen und neuartige Pfeifentabakprodukte, so genannte Verdampfer. Die Menge des versteuerten Feinschnitts zum Selberdrehen stieg leicht um 0,2 Prozent. E-Zigaretten werden von der Statistik nicht erfasst.

Die Statistiker erfassen den Absatz über Steuerzeichen, die die Hersteller beziehen. Die Daten geben allerdings wenig Aufschluss darüber, wie viel tatsächlich geraucht wird. Nach dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2018 ist der Anteil rauchender Jugendlicher in den vergangenen zehn bis 15 Jahren um zwei Drittel zurückgegangen. Bei Erwachsenen sank der Raucher-Anteil demnach seit 2003 von knapp 39 Prozent auf 27 Prozent bei Männern, von 29 Prozent auf 21 Prozent bei Frauen.

Nach Einschätzung des Deutschen Zigarettenverbandes (DZV) liegt die Entwicklung des vergangenen Jahres "im Trend des Rückgangs, den wir bei der jährlichen Konsumschätzung erwartet haben", erläuterte Geschäftsführer Jan Mücke. Im Mai 2016 waren Schockfotos auf Zigarettenschachteln eingeführt worden, mit denen vor den Gefahren des Rauchens gewarnt wird. Erwachsene Raucher hätten sich davon jedoch weitgehend unbeeindruckt gezeigt, argumentiert der DZV.

@ dpa.de

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