Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

WIEN - Die Einstufung der Stadt als Corona-Risikogebiet bedeutet für den Tourismus in Wien nach Ansicht von Experten einen enormen Tiefschlag.

17.09.2020 - 12:50:29

Wien-Tourismus: Einstufung als Risikogebiet eine 'Katastrophe'. "Das ist eine super Katastrophe", sagte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner am Donnerstag. Die Deutschen seien immer die wichtigste Gästegruppe gewesen und hätten auch gerade in der Coronakrise der Stadt die Treue gehalten. 35 Prozent der Übernachtungen im Juli seien auf deutsche Gäste entfallen.

Nun steuere der Tourismus, der 2019 ein Rekordjahr verbucht hatte, in diesem Jahr auf ein Minus bei den Übernachtungen von 70 Prozent zu. "Einige Hotels werden temporär zusperren, manche für immer." In Wien hingen 116 000 Jobs direkt oder indirekt am Tourismus. Schätzungsweise 35 000 drohten nun verloren zu gehen.

Wegen der gestiegenen Infektionszahlen hatte Deutschland am Mittwoch Wien zum Risikogebiet erklärt. Die Bundesregierung sprach für die österreichische Hauptstadt eine Reisewarnung aus. Damit ist für alle Wien-Reisenden bei Rückkehr nach Deutschland ein negativer PCR-Test oder Quarantäne erforderlich. Der deutsche Botschafter in Österreich, Ralf Beste, erklärte im ORF-Radio, dass die Lage in einem "sehr flexiblen Verfahren" regelmäßig geprüft werde. "Wenn das Infektionsgeschehen in Wien stabil unter dem Schwellenwert von 50 ist, dann werden wir das gerne anpassen."

Potenziell betroffen sind auch insgesamt 60 000 Deutsche, die in der Stadt leben. Die Deutschen, darunter viele Studenten, stellen nach Serben und Türken die drittgrößte Gruppe der Bürger mit ausländischer Herkunft. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hatte sich am Mittwoch um Gelassenheit bemüht. "Solche Maßnahmen gelten auch für Brüssel, Paris, Prag oder Genf. Wir haben es mit einer europäischen Entwicklung zu tun, nicht mit einer Wiener Besonderheit."

Auch für den Tourismus in Österreich insgesamt, der in der Sommersaison zumindest in den Alpen und an den Seen teils besser lief als zunächst befürchtet, verdüstern sich die Aussichten. Es gebe bisher deutlich weniger Reservierungen für den Winter, sagte Experte Thomas Reisenzahn vom Tourismusberater Prodinger der Wiener Zeitung "Kurier". "Der Winter ist in den meisten Betrieben zu zwei Dritteln für das Betriebsergebnis verantwortlich."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Legendäre US-Richterin Ginsburg ist tot - Richtungskampf um Nachfolge. Die linksliberale Juristin starb am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie das Oberste Gericht mitteilte. Sollten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump den freigewordenen Posten neu besetzen, könnte das die konservative Mehrheit im Supreme Court zementieren - und das Land auf Jahrzehnte prägen. Das Oberste Gericht hat in den USA oft das letzte Wort bei umstrittenen Grundsatzfragen zu Streitthemen wie Abtreibung, Einwanderung, Waffenrecht und Diskriminierung. WASHINGTON - Nach dem Tod der legendären Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg zeichnet sich ein erbitterter politischer Kampf um die Nachbesetzung eines Schlüsselpostens im US-Justizsystem ab. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:05) weiterlesen...

Hennig-Wellsow und Kipping werben für Regierungsbeteiligung der Linken. Nachdem die Linke im Bundestag 30 Jahre in der Opposition verbracht habe, müsse die Partei nun in der Lage sein, "an einer Regierung beteiligt sein zu können, wenn wir das wollen", sagte Hennig-Wellsow am Samstag auf einem Landesparteitag in Sömmerda. Für eine mögliche Regierungsbeteiligung warb auch die scheidende Parteivorsitzende Katja Kipping. SÖMMERDA - Die Thüringer Linke-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow will ihre Partei im Bund regierungsfähig machen, sollte sie zur Bundesvorsitzenden gewählt werden. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Mehr als 200 Festnahmen bei Frauen-Protest gegen Lukaschenko. Das Bürgerrechtsportal spring96.org veröffentlichte am Samstag die Namen von mehr als 200 Frauen, die bei der Aktion in der Hauptstadt Minsk in Gewahrsam kamen. Die Zahl war etwa doppelt so hoch wie bei den Protesten am Samstag vor einer Woche, als maskierte Uniformierte das erste Mal überhaupt mit brutaler Gewalt gegen die friedlichen Demonstrantinnen vorgegangen waren. Dabei gab es vor einer Woche auch Verletzte. MINSK - Bei einer Protestaktion von Frauen in Belarus (Weißrussland) gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat es nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 200 Festnahmen gegeben. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Ramelow: Der Staat muss nach der Corona-Krise stärker werden. Die Pandemie zeige, dass nur ein starker Staat in der Lage sei, den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen, sagte Ramelow am Samstag bei einem Landesparteitag der Linken in Sömmerda. Nur die sozial Starken könnten sich einen schwachen Staat leisten. Der 64-Jährige erklärte, er wolle als Regierungschef am Umbau dieses Staates weiterhin arbeiten. SÖMMERDA - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für einen starken Staat als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:52) weiterlesen...

Unions-Wirtschaftsflügel lehnt Gesetz zu Konzernstrafrecht ab BERLIN - Der Wirtschaftsflügel von CDU und CSU will das geplante Gesetz für eine härtere Bestrafung von Unternehmen zu Fall bringen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:50) weiterlesen...

Düsseldorf: Demo gegen Corona-Maßnahmen von großem Polizeieinsatz begleitet. Die Anmelder - eine regionale Gruppen der Initiative Querdenken - hoffen auf bis zu 50 000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10 000 Menschen ein. Auch mehrere Gegendemos wird es geben: Unter anderem hat die Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" zu einer Veranstaltung aufgerufen. DÜSSELDORF - Mit einem großen Einsatz stellt sich die Polizei in Düsseldorf am Sonntag auf eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen ein. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:48) weiterlesen...