Deutschland, Volkswirtschaft

'Weitere Zinsanhebungen angemessen'

12.07.2017 - 17:22:25

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 12.07.2017

WASHINGTON - Die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, hält in begrenztem Umfang weitere schrittweise Leitzinsanhebungen in den kommenden Jahren für angemessen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten schriftlichen Stellungnahme Yellens zu einem Auftritt vor Vertretern des US-Kongresses im weiteren Tagesverlauf hervor. Zudem bekräftigte Yellen, dass die Notenbank dieses Jahr mit dem Abbau ihrer billionenschweren Bilanz beginnen werde. Die Aussagen decken sich mit früheren Stellungnahmen der Fed.

ROUNDUP: Kanadische Notenbank hebt Leitzins erstmals seit 2010 an

OTTAWA - Die kanadische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit 2010 angehoben. Der Leitzins steige um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent, teilte die Bank of Canada am Mittwoch in Ottawa mit. Diese Entscheidung war an den Finanzmärkten erwartet worden.

Eurozone: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Industrie in der Eurozone hat im Mai noch stärker zugelegt als erwartet. Die Gesamtproduktion sei um 1,3 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet. Im April war die Produktion noch um revidierte 0,3 Prozent (zunächst +0,5%) gestiegen.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit gefallen - Reallöhne sinken dennoch weiter

LONDON - Großbritanniens Arbeitsmarkt gibt ein zwiespältiges Bild ab: Einerseits ist die Arbeitslosenquote trotz der Unsicherheiten rund um den Brexit so niedrig wie seit über 40 Jahren nicht. Andererseits verdienen die britischen Arbeitnehmer Zahlen des nationalen Statistikamts ONS vom Mittwoch zufolge real immer weniger. "Trotz der starken Beschäftigung hat es einen weiteren Rückgang der realen Einkommen gegeben, weil das Lohnwachstum schwach ist und die Inflation immer noch steigt", sagte ONS-Experte Matt Hughes.

Moody's sieht Bonität Großbritanniens durch Brexit unter Druck

FRANKFURT - Die US-Ratingagentur Moody's warnt vor einer möglichen Abstufung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens durch den anstehenden Brexit. "Es würde Druck auf das Rating entstehen, wenn die Verhandlungen nahelegen, dass Großbritannien wahrscheinlich kein Handelsabkommen mit der Europäischen Union abschließen wird, das Kernelemente des gegenwärtigen Zugangs zum EU-Binnenmarkt schützt", teilte die Agentur am Mittwoch mit.

Schuldenaufnahme für deutschen Staat wieder teurer

FRANKFURT - Hinweise auf eine mögliche Abkehr der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Krisenmodus der Geldpolitik machen schon jetzt die Schuldenaufnahme für den deutschen Staat teurer. Am Mittwoch sammelte der Fiskus mit einer Staatsanleihe gut 4 Milliarden Euro über eine Laufzeit von zehn Jahren bei Gläubigern ein, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Dabei lag die durchschnittliche Rendite bei 0,59 Prozent. Das ist soviel wie bei gleicher Laufzeit seit einer Emission im Januar 2016 nicht mehr.

Presse: Trumps Wirtschaftsberater Cohn wohl Favorit für Yellen-Nachfolge

WASHINGTON - Der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats der USA, Gary Cohn, ist laut einem Medienbericht der Favorit für die Nachfolge von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Präsident Donald Trump wolle Cohn offenbar vorschlagen, schreibt die Zeitung "Politico" unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen. Es sei aber noch unklar ob Cohn die Stelle wolle. Die Amtszeit von Yellen als Vorsitzende endet am 3. Februar 2018.

Berlin nennt Turbinen-Transport auf Krim inakzeptabel

BERLIN - Die Bundesregierung hat rasche Aufklärung über den Transport von Siemens -Gasturbinen auf die Krim durch Russland entgegen von Sanktionsauflagen verlangt. Der Vorgang werde von der Bundesregierung "mit großer Aufmerksamkeit" verfolgt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. "Eine vertragswidrige Verbringung der Turbinen auf die Krim entgegen hochrangiger Zusicherungen - das ist ein bemerkenswerter Vorgang."

EU: London soll finanzielle Pflichten beim Brexit anerkennen

BRÜSSEL - Vor der nächsten Runde der Brexit-Verhandlungen fordert die Europäische Union eine klare Zusage, dass Großbritannien beim EU-Austritt finanzielle Pflichten übernimmt. "Diese Frage ist von überragender Bedeutung", sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel. Dies sei die Grundlage für alle Gespräche über die künftigen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich. Die Summe könne dann später im einzelnen geklärt werden.

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