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KfW

Weiterbildung bricht in Corona-Krise ein, w?hrend Bedarf an Digitalkompetenzen steigt

19.04.2021 - 12:07:33

Weiterbildung bricht in Corona-Krise ein, w?hrend Bedarf an Digitalkompetenzen steigt. Frankfurt am Main - - 38% des Mittelstands reduzieren 2020 Weiterbildung, die H?lfte davon auf null - Je st?rker die Krisenbetroffenheit, desto h?ufiger der R?ckzug - Gr??ter Weiterbildungsbedarf bei Digitalkompetenzen - deutlicher Anstieg in 2020 Die betriebliche Weiterbildung im Mittelstand ist im Corona-Jahr ...

Frankfurt am Main -

- 38% des Mittelstands reduzieren 2020 Weiterbildung, die H?lfte davon auf null - Je st?rker die Krisenbetroffenheit, desto h?ufiger der R?ckzug - Gr??ter Weiterbildungsbedarf bei Digitalkompetenzen - deutlicher Anstieg in 2020

Die betriebliche Weiterbildung im Mittelstand ist im Corona-Jahr 2020 regelrecht eingebrochen: 38% der kleinen und mittleren Unternehmen haben die Weiterbildungsaktivit?ten f?r ihre Belegschaft reduziert, gut jedes zweite davon (20%) auf null. Das zeigt eine neue Analyse von KfW Research auf Basis des repr?sentativen KfW-Mittelstandspanels. Da bei weiteren 29% der Mittelst?ndler im Jahr 2020 unver?ndert keine Fortbildung durchgef?hrt wurde, lag die Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr bei der H?lfte aller mittelst?ndischen Firmen auf Eis - das sind rund 1,89 Mio. Unternehmen.

Der wesentliche Grund liegt auf der Hand: In der Krise geht es f?r viele Unternehmen um akute Existenzsicherung. Daher haben kurzfristige Stabilisierungsma?nahmen Vorrang. Zudem fehlt es durch Umsatzr?ckg?nge oftmals an den notwendigen Finanzmitteln f?r Weiterbildungsausgaben. Hinzu kommen fehlende Planungskapazit?ten und unsichere Zukunftsaussichten - auch hinsichtlich des Personals. Dementsprechend ist der R?ckzug aus der Weiterbildung bei Unternehmen umso ausgepr?gter, je st?rker die Betroffenheit durch die Corona-Krise ist. Von den mittelst?ndischen Firmen, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen (25%), hat jedes zweite die Weiterbildung im vergangenen Jahr eingestellt.

Zus?tzlich zu diesem Nachfrageschock verursacht die Corona-Pandemie auch einen Angebotsschock: Fortbildungen finden normalerweise weit ?berwiegend als Pr?senzveranstaltung statt - was nur schwer mit dem Infektionsschutz vereinbar ist. Digitale Weiterbildungsangebote lassen sich nicht ohne Weiteres beliebig ausweiten. Zudem haben sie neben dem gro?en Vorteil r?umlicher und zeitlicher Flexibilit?t auch Nachteile, die sich als Teilnahmeh?rde erweisen k?nnen: Digitale Formate setzen ein gewisses Ma? an technischer Ausstattung, Medienkompetenz und Eigenmotivation voraus

Der Bedarf an Weiterbildung besteht aus Sicht der Unternehmen in der Krise allerdings nahezu unver?ndert fort. Auf einem Gebiet ist der Weiterbildungsbedarf im Jahr 2020 sogar kr?ftig gestiegen, wie die KfW-Befragung belegt: bei den Digitalkompetenzen. Knapp die H?lfte der mittelst?ndischen Unternehmen (46 %) hat hier zu Beginn des Jahres 2021 mittleren oder gro?en Bedarf - und damit mittlerweile mehr als bei den berufsfachlichen Kernkompetenzen (44%) oder jedem anderen Thema. Die F?higkeiten, die sich hinter dem Begriff "Digitalkompetenzen" verbergen, erstrecken sich von der Bedienung von Computern/Tablets und Standardsoftware, dem Umgang mit sozialen Medien ?ber Spezialsoftware und digitale Produktionsmaschinen bis hin zu Programmierkenntnissen und 'Data Science'. In der Krise r?cken vor allem die grundlegenden, relativ kurzfristig zu erlernenden Digitalkompetenzen in den Vordergrund.

"Die betriebliche Weiterbildung wurde im Jahr 2020 durch die Corona-Krise hart ausgebremst, weil es vielen Unternehmen an Geld, Zeit und Planungssicherheit mangelt. Kurzfristige Ma?nahmen zur Stabilisierung von Umsatz und Liquidit?t haben Vorrang. Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive ist das eine Herausforderung, vor allem, weil wir uns mitten im digitalen Strukturwandel befinden", sagt Dr. Fritzi K?hler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. "Fehlende Kompetenzen der Besch?ftigten sind eine der gr??ten H?rden der Digitalisierung im Mittelstand. Schon vor der Krise hatte ein Drittel der Unternehmen Engp?sse bei Digitalkompetenzen. Ohne eine erhebliche Steigerung der Weiterbildungsaktivit?ten - am besten noch w?hrend der Krise - wird die Wettbewerbsf?higkeit des Mittelstands Schaden nehmen", so K?hler-Geib. Die Unternehmen seien mehr als zuvor auf Unterst?tzung bei der Weiterbildung angewiesen. "Hierzu k?nnte neben F?rderkrediten und Kostenerstattung auch eine steuerliche F?rderung von Weiterbildungsausgaben geh?ren, die Humankapitalinvestitionen analog zu Sachinvestitionen behandelt und Abschreibungen erm?glicht."

Hinweis:

Die aktuelle Analyse von KfW Research zu Weiterbildung und Digitalkompetenzen ist abrufbar unter http://www.kfw.de/fokus

Zum Datenhintergrund:

Die aktuelle Analyse basiert auf einer Sonderbefragungen im Rahmen des repr?sentativem KfW-Mittelstandspanels, die vom 12.-22.01.2021 durchgef?hrt wurde. Hierf?r wurden durch die GfK SE im Auftrag der KfW s?mtliche Unternehmen, die bereits fr?her an einer Welle des KfW-Mittelstandspanels teilgenommen hatten und von denen eine valide E-Mail-Adresse vorliegt, online befragt. Insgesamt konnten Antworten von ca. 2.800 Unternehmen ber?cksichtigt werden. Aufgrund der Anbindung an den Grunddatensatz des KfW-Mittelstandspanels erlauben die Daten f?r den Mittelstand repr?sentative Auswertungen.

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM),Christine Volk Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266, E-Mail: mailto:christine.volk@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

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