Regierungen, Deutschland

WEIMAR - Vor den Landtagswahlen in Thüringen sehen die Grünen sich nach eigenen Worten nicht vor denselben strategischen Problemen wie zuletzt in Brandenburg und Sachsen.

06.09.2019 - 15:18:25

Grüne vor Thüringen-Wahl: Lage nicht wie in Brandenburg und Sachsen. In diesen beiden Ländern hatten sie bei den Wahlen deutlich kleinere Zugewinne erzielt als gehofft, und das auch mit dem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD und SPD beziehungsweise CDU um den Spitzenplatz begründet. In Thüringen sei es eine andere Situation, sagte Bundestags-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Freitag in Weimar. Hier regierten die Grünen mit, und Bodo Ramelow (Linke) als Ministerpräsident werde weitermachen wollen.

In Brandenburg und Sachsen hatte es lange so ausgesehen, als könne die AfD stärkste Kraft werden. Kurz vor den Wahlen hatten die Parteien der jeweiligen Ministerpräsidenten dann stark zugelegt, auch auf Kosten der Grünen. "Wir in Thüringen schauen auf diese Zahlen, lassen uns davon aber nicht hypnotisieren", sagte Dirk Adams, Fraktionschef der Grünen im Thüringer Landtag, der auch Spitzenkandidat der Grünen für die Wahl am 27. Oktober.

Die Grünen regieren dort mit Linken und SPD. In Umfragen stehen sie bei 11 Prozent, bei der vorigen Landtagswahl 2014 hatten sie 5,7 Prozent geholt. Die Linke kam zuletzt auf 25 bis 26 Prozent, die AfD auf 21 bis 24 Prozent.

"Wir sind eine Partei, die gewählt wird für Sachlichkeit und für Inhalte", sagte Adams. Die Bürgerinnen und Bürger schauten wirklich darauf, was die Parteien anböten. Ramelow als Ministerpräsident sei "sehr stark" und werde aus seiner Sicht nicht "in die Verlegenheit kommen", um die Führungsposition zu ringen. Die Grünen hätten eine gute Regierungsarbeit vorgelegt und wollten diese fortführen.

@ dpa.de

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