Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Weckruf f?r alle geplanten Fl?ssigerdgas-Terminals in Deutschland: Uniper best?tigt endg?ltiges Aus f?r LNG-Terminal Wilhelmshaven

16.04.2021 - 11:52:38

Weckruf f?r alle geplanten Fl?ssigerdgas-Terminals in Deutschland: Uniper best?tigt endg?ltiges Aus f?r LNG-Terminal Wilhelmshaven. Berlin - - Energiekonzern Uniper zieht nach Protest und mangelnder Nachfrage Schlussstrich unter Pl?ne f?r ein LNG-Terminal am Standort Wilhelmshaven - Stattdessen Machbarkeitsstudien f?r Wasserstoff-Herstellung und Import von Ammoniak angek?ndigt - Deutsche Umwelthilfe begr??t Absage des LNG-Terminals und mahnt ...

Berlin -

- Energiekonzern Uniper zieht nach Protest und mangelnder Nachfrage Schlussstrich unter Pl?ne f?r ein LNG-Terminal am Standort Wilhelmshaven - Stattdessen Machbarkeitsstudien f?r Wasserstoff-Herstellung und Import von Ammoniak angek?ndigt - Deutsche Umwelthilfe begr??t Absage des LNG-Terminals und mahnt hohe Umwelt- und Sicherheitsstandards beim Import von Ammoniak an

Nach langem Widerstand der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und lokaler Gruppen sowie mangelnder Marktnachfrage hat der Energiekonzern Uniper in dieser Woche das endg?ltige Aus f?r das geplante LNG-Terminal in Wilhelmshaven best?tigt. Die DUH begr??t die Absage der Pl?ne f?r ein Fl?ssigerdgas-Terminal, dessen Betrieb mit dem Import von besonders klima- und umweltsch?dlichem Fracking-Gas einhergegangen w?re. Stattdessen hat Uniper Machbarkeitsstudien f?r den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sowie den Import von Ammoniak angek?ndigt. Die Pr?fung alternativer Optionen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft h?lt die DUH f?r den richtigen Weg, mahnt jedoch die Einhaltung strenger Umwelt- und Sicherheitsstandards an.

Sascha M?ller-Kraenner, Bundesgesch?ftsf?hrer der DUH: " Die endg?ltige Absage des LNG-Terminals in Wilhelmshaven ist ein Paukenschlag. Damit geraten die Pl?ne f?r die LNG-Terminals in Brunsb?ttel und Stade noch st?rker ins Wanken: Auch f?r diese Terminals gibt es keinen energiewirtschaftlichen Bedarf, mit den Klimazielen ist ein Import von Fracking-Gas ohnehin nicht vereinbar. Die Betreiber aus Brunsb?ttel und Stade m?ssen sich nun fragen lassen, wie sie ihre Planungen angesichts dieses Weckrufs noch fortsetzen k?nnen. Uniper hat sich mit der Absage f?r den richtigen Schritt entschieden. Die Alternativen m?ssen nun sorgf?ltig gepr?ft werden. Dabei muss im Mittelpunkt stehen, ob sie zu den Klimazielen beitragen und sicher sind."

Nach eigenen Angaben m?chte Uniper nun den Bau eines Anlande-Terminals f?r Ammoniak sowie die Errichtung eines so genannten Ammoniak-Crackers in einer Machbarkeitsstudie pr?fen. In dem Cracker kann aus dem Ammoniak Wasserstoff hergestellt werden. Gepr?ft werden soll dar?ber hinaus der Bau eines Elektrolyseurs zur Herstellung von gr?nem Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien. Auch das Ammoniak soll aus Erneuerbarer Energie stammen - die Bezugsquellen bleiben jedoch unklar.

Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie- und Klimaschutz der DUH: " Mit der Absage des LNG-Terminals und der Pr?fung von Alternativen geht Uniper den richtigen Weg. Ob die angek?ndigte Infrastruktur f?r Ammoniak aber tats?chlich die beste L?sung ist, muss sorgf?ltig und ergebnisoffen in den anstehenden Machbarkeitsstudien untersucht werden. Ammoniak ist extrem explosiv und toxisch. Bauchschmerzen macht uns zudem seine Herkunft: Ammoniak kann zwar aus Erneuerbaren Energien hergestellt werden, dieser Prozess ist jedoch extrem energieaufwendig und die ben?tigten Mengen sind in absehbarer Zeit nicht verf?gbar. Sinn ergibt ohnehin nur ein Import aus L?ndern, die einen ?berschuss aus Erneuerbaren Energien haben. Wenn erneuerbares Ammoniak mit hohen Umwandlungsverlusten nach Deutschland importiert wird, im Herkunftsland aber die fossilen Kraftwerke weiter qualmen, ist f?r das Klima nichts gewonnen. "

Die DUH hat sich zusammen mit lokalen Initiativen lange gegen die Pl?ne zum Bau eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven gewehrt und vor dem Import von Fracking-Gas gewarnt. 2019 hatte die DUH ein Rechtsgutachten ver?ffentlicht, wonach ein LNG-Terminal am geplanten Standort in der Jade-M?ndung aus Gr?nden des Klima- und Naturschutzes sowie des St?rfallrechts nicht genehmigungsf?hig w?re. Die Machbarkeitsstudien f?r eine Ammoniak- bzw. Wasserstoff-Infrastruktur in Wilhelmshaven wird die DUH auch weiter begleiten.

Links:

- Mehr zum Thema LNG: http://www.duh.de/lng - Zur Meldung von Uniper: https://ots.de/SCxc4p

Pressekontakt:

Sascha M?ller-Kraenner, Bundesgesch?ftsf?hrer 0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz 0160 4334014, mailto:zerger@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, mailto:presse@duh.de

http://www.duh.de, http://www.twitter.com/umwelthilfe, http://www.facebook.com/umwelthilfe, http://www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4890516 Deutsche Umwelthilfe e.V.

@ presseportal.de