Öl, Gas

WASHINGTON - Von den Ölsanktionen der USA gegen den Iran bleiben acht Staaten übergangsweise ausgenommen, darunter zwei EU-Länder.

05.11.2018 - 17:13:47

Italien und Griechenland von US-Sanktionen gegen Iran ausgenommen. Die USA würden Importe iranischen Öls durch Italien, Griechenland, die Türkei, China, Indien, Japan, Südkorea und Taiwan zunächst nicht bestrafen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Montag in Washington. Die USA würden ihre Anstrengungen aber fortsetzen, alle Nationen dazu zu bringen, Ölimporte aus dem Iran ganz auf Null zurückzufahren.

WASHINGTON - Von den Ölsanktionen der USA gegen den Iran bleiben acht Staaten übergangsweise ausgenommen, darunter zwei EU-Länder. Die USA würden Importe iranischen Öls durch Italien, Griechenland, die Türkei, China, Indien, Japan, Südkorea und Taiwan zunächst nicht bestrafen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Montag in Washington. "Wir setzen unsere Anstrengungen fort, alle Nationen auf Null zu bekommen." Die acht Staaten gehören zu den wichtigsten Importeuren iranischen Rohöls.

ROUNDUP: US-Sanktionen gegen den Iran lassen Ölmarkt kalt

WASHINGTON - Die neuen Sanktionen der USA gegen die iranische Öl- und Finanzwirtschaft haben die Märkte am Montag kalt gelassen. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent fiel am Morgen um 29 Cent auf 72,54 US-Dollar je Fass (159 Liter). Ähnlich verbilligten sich andere Ölsorten. Händler nannten als Grund, dass die USA befristete Ausnahmen für wichtige Ölabnehmer wie China und Indien akzeptierten. Die Europäer beziehen ihr Erdöl ganz überwiegend aus anderen Quellen.

USA: Stimmung der Dienstleister weniger als erwartet verschlechtert

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Oktober von hohem Niveau aus weniger als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel um 1,3 Punkte auf 60,3 Zähler, wie das Institut am Montag in Tempe mitteilte. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 59,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP/EU dämpft britischen Optimismus: Noch kein Durchbruch beim Brexit

BRÜSSEL/DUBLIN - Beim Brexit sieht die Europäische Union noch keinen Durchbruch. "Wir haben es noch nicht geschafft", sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel. Hintergrund sind britische Medienberichte, wonach die größte Hürde in den Verhandlungen über den für 2019 geplanten EU-Austritt endlich ausgeräumt sei.

Eurozone: Sentix-Anlegerstimmung auf Zweijahrestief

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung in der Eurozone hat sich weiter verschlechtert. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel im November um 2,6 Punkte auf 8,8 Zähler, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2016 und der dritte Rückgang in Folge. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Wirtschaftsaussichten trübten sich ein.

Ifo-Wirtschaftsklima für Eurozone auf tiefstem Stand seit Mitte 2016

MÜNCHEN - Die Konjunkturaussichten für den Euroraum trüben sich weiter ein. Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, fiel das von ihm erhobene Wirtschaftsklima im vierten Quartal auf den tiefsten Stand seit Mitte 2016. Gegenüber dem dritten Quartal ergibt sich ein Rückgang um 13 Punkte auf 6,6 Zähler. "Die Konjunktur im Euroraum steuert auf unruhiges Fahrwasser zu", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Türkei: Inflation erstmals seit 15 Jahren über 25 Prozent

ANKARA - Der Absturz der türkischen Landeswährung Lira hat die Inflation in der Türkei weiter steigen lassen. Wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im Oktober 25,24 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate 24,52 Prozent betragen. Der Preisanstieg im Oktober ist der stärkste seit Mitte 2003, also seit gut 15 Jahren. Die Erwartungen von Analysten wurden leicht übertroffen.

Dämpfer für Chinas Dienstleister - Caixin-Stimmungsindex sinkt deutlich

PEKING - Die Stimmung in Chinas Dienstleistungsunternehmen hat sich deutlich eingetrübt. Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Stimmungsindikator sei im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Punkte auf 50,8 Zähler gefallen, teilte Caixin am Montag mit. Dies ist der schwächste Wert seit 13 Monaten. Analysten hatten im Schnitt hingegen nur mit einem leichten Rückgang auf 52,8 Punkte gerechnet.

Nachfrage nach Maschinen 'Made in Germany' schwächelt im September

FRANKFURT - Deutschlands Maschinenbauer haben im September die Zurückhaltung der Kunden aufgrund internationaler Handelskonflikte zu spüren bekommen. Der Auftragseingang erreichte lediglich das Niveau des Vorjahresmonats, wie die Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Bestellungen aus dem Ausland sanken bereinigt um Preissteigerungen (real) um 2 Prozent. "Die Unternehmen spüren die Verunsicherung der Kunden aufgrund der vielen weltpolitischen Baustellen, Handelssanktionen und protektionistischen Ankündigungen", erläutert VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsbestellungen legten dagegen um 6 Prozent zu.

Großbritannien: Dienstleister weniger optimistisch

LONDON - Die Stimmung in den britischen Dienstleistungsunternehmen hat sich im Oktober deutlicher als erwartet eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit am Montag mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 1,7 Punkte auf 52,2 Zähler. Analysten hatten im Schnitt einen schwächeren Rückgang auf 53,3 Punkte erwartet.

Vizepremier Di Maio: Italiens Haushaltspolitik ist Vorbild für Europa

LONDON/ROM - Italiens Regierung sieht in den eigenen Plänen zur Erhöhung des Defizits im Staatshaushalt eine Blaupause für Europa. "Wenn das Rezept hier funktioniert, wird man auf europäischer Ebene sagen: Wir sollten das Rezept Italiens auf alle anderen Länder anwenden", sagte der stellvertretende Regierungschef Luigi Di Maio der "Financial Times" (Montag). Zugleich beteuerte er, dass man weder vorhabe, den Euroraum zu verlassen noch eine neue Staatsschuldenkrise heraufzubeschwören.

Seehofer schickt Maaßen in einstweiligen Ruhestand

BERLIN - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) versetzt den umstrittenen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand. Das sagte Seehofer am Montag in Berlin.

ROUNDUP 3: Nach 40 Jahren Reform und Öffnung: Xi setzt auf Staat, nicht Markt

SHANGHAI - Vier Jahrzehnte nach Beginn der Reform und Öffnung steht China am Scheideweg. Der Handelskrieg mit den USA droht, sich in einen "neuen Kalten Krieg" auszuweiten. Ein Kampf zweier Systeme: Die westliche freie Marktwirtschaft gegen das "China-Modell" mit einer wieder wachsenden Staatswirtschaft. Staats- und Parteichef Xi Jinping gefiel sich am Montag zum Auftakt der ersten internationalen Importmesse (CIIE) in Shanghai zwar als verbaler Vorkämpfer des freien Welthandels. Doch wurde in seiner Rede vergeblich nach konkreten neuen Reformen für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde gesucht, die auch den Konflikt mit den USA entschärfen könnten.

Nach Geldwäsche-Vorwürfen: EZB entzieht maltesischer Bank Lizenz

VALLETTA - Nach Geldwäsche-Vorwürfen hat die Europäische Zentralbank (EZB) der maltesischen Pilatus Bank die Lizenz entzogen. Das teilte die maltesische Finanzaufsichtsbehörde MFSA am Montag mit. Sie hatte bei der EZB einen entsprechenden Schritt beantragt.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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EU-Minister: Brexit-Vertrag nicht nachverhandeln. "Ich gehe davon aus, dass der Scheidungsvertrag, so wie er auf dem Tisch liegt, auch beschlossen wird", sagte der österreichische Europaminister Gernot Blümel am Montag vor einem Ministertreffen der 27 bleibenden EU-Staaten in Brüssel. Österreich führt derzeit den Vorsitz der EU-Länder. Mehrere weitere Minister stellten klar, dass die EU an dem vereinbarten Austrittsvertrag nicht mehr rütteln wolle. BRÜSSEL - Nach dem Brexit-Kompromiss mit Großbritannien will die Europäische Union Nachverhandlungen vermeiden. (Wirtschaft, 19.11.2018 - 10:02) weiterlesen...

Städtetag fordert 20 Milliarden Euro vom Staat für saubere Luft. Zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Milliarden Euro über mindestens zehn Jahre seien nötig, um nachhaltige Verkehrskonzepte umzusetzen, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Passauer Neuen Presse" (Montag). Er kritisierte die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Luftreinhaltepläne zur Chefsache in den Rathäusern zu machen. "Das passiert doch längst", sagte Dedy. Merkel hatte die Kommunen am Samstag bei einer Veranstaltung in Koblenz um "zukunftsfähige Verkehrskonzepte" gebeten. PASSAU - Der Deutsche Städtetag hat mehr Unterstützung von Bund und Ländern für die Umsetzung von Luftreinhalteplänen gefordert. (Wirtschaft, 19.11.2018 - 08:31) weiterlesen...

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