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Regierungen, USA

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat nach Ansicht von Nancy Pelosi, der Sprecherin des Repräsentantenhauses, erneut eine ausländische Regierung zur Einmischung in den Wahlkampf aufgefordert.

03.10.2019 - 22:07:25

Pelosi: Trump bemüht sich erneut um Wahlhilfe aus dem Ausland. Sein Vorschlag an China, Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter einzuleiten, zeige, dass Trump "seinen persönlichen politischen Vorteil über die Verteidigung der Integrität unserer Wahlen stellt", erklärte die Demokratin Pelosi am Donnerstag über Twitter.

Wenige Stunden zuvor hatte Trump China vor laufenden Kameras ermuntert, Untersuchungen gegen die Bidens einzuleiten. Trump sieht sich bereits mit einem möglichen Amtsenthebungsverfahren konfrontiert, weil er die Ukraine zu Ermittlungen ermuntert hatte. Nach der Präsidentenwahl 2016 war Trump vorgeworfen worden, Wahlhilfe aus Russland angenommen zu haben.

Biden bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl im November 2020. Trump beschuldigt Biden, sich als US-Vizepräsident um die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts bemüht zu haben, um seinen Sohn Hunter vor der Justiz zu schützen. Hunter Biden war zeitweise bei einem ukrainischen Gaskonzern tätig. Trump behauptet außerdem, dass Hunter Biden ein Geschäft für einen Fonds eingefädelt habe, als er seinen Vater Ende 2013 auf einer offiziellen Reise nach China begleitete. Trump hat für keine seiner Anschuldigungen Belege vorgelegt.

Bidens Wahlkampfteam warf Trump Machtmissbrauch vor. Er habe Angst, die Wahl zu verlieren und greife daher zu grotesken Lügen und längst widerlegten Verschwörungstheorien, um seine Haut zu retten.

@ dpa.de

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