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WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt mitverantwortlich für die jüngste Zuspitzung der Corona-Pandemie gemacht.

23.07.2020 - 14:33:59

Trump macht Proteste mitverantwortlich für Vielzahl an Neuinfektionen. "Die Fälle begannen unter jungen Amerikanern kurz nach Demonstrationen anzusteigen", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Die Demonstrationen hätten "vermutlich landesweit eine breitere Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen ausgelöst".

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt mitverantwortlich für die jüngste Zuspitzung der Corona-Pandemie gemacht. "Die Fälle begannen unter jungen Amerikanern kurz nach Demonstrationen anzusteigen", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) im Weißen Haus. Die Demonstrationen hätten "vermutlich landesweit eine breitere Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen ausgelöst". Die USA müssen infolge der Pandemie inzwischen schon mehr als 143 000 Tote beklagen.

Trump selbst hatte in der Corona-Krise schon früh auf eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb und auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft gedrängt. Der republikanische Präsident, der im November wiedergewählt werden will, betont immer wieder die negativen Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen. Zudem hielt er im Juni gegen den Rat von Gesundheitsexperten eine Wahlkampfveranstaltung vor Tausenden Anhängern in einer geschlossenen Halle ab.

Lokale Gesundheitsbehörden in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma führten den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf diesen Wahlkampfauftritt zurück. Es gibt dagegen keine endgültigen Belege dafür, dass die Demonstrationen im Freien nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai zu einem signifikanten Anstieg der Neuinfektionen geführt hatten.

Die Pandemie in den USA ist alles andere als ausgestanden. Die Behörden meldeten in den vergangenen zwei Wochen zwischen 60 000 und 77 000 Neuinfektionen pro Tag. Am Mittwoch verzeichneten die Forscher der Johns-Hopkins-Universität mehr als 71 000 Neuansteckungen und fast 1300 Tote binnen 24 Stunden. Besonders betroffen sind derzeit Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes, darunter Texas, Florida und Kalifornien. Insgesamt wurden in den USA fast vier Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Kalifornien - der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat - verzeichnete am Mittwoch einen Höchststand an nachgewiesenen Neuinfektionen innerhalb eines Tages: mehr als 12 800. Laut Gouverneur Gavin Newsom wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 413 576 Infektionen verzeichnet. Damit hat Kalifornien in absoluten Zahlen mehr bekannte Fälle als der einstige Corona-Hotspot New York (408 886).

Trump hatte die hohe Zahl der Infektionen immer wieder auf die ausgeweiteten Tests zurückgeführt. Am Dienstag gestand er ein, dass es in den vergangenen Wochen einen "besorgniserregenden Anstieg" an Fällen gegeben habe. Trump führte am Mittwoch neben den Demonstrationen auch die erhebliche Zunahme von Reisen, Zusammenkünfte an Feiertagen und Treffen junger Leute in Bars und an Stränden als Begründung dafür an.

Zudem deutete Trump an, dass sich die Lage im südlichen Nachbarstaat Mexiko negativ auf die Situation der USA auswirke. "Wie Sie sehr gut wissen, teilen wir auch eine 2000 Meilen lange Grenze mit Mexiko, und die Fälle nehmen in Mexiko leider stark zu." Zugleich warb er für den von ihm vorangetriebenen Bau der Grenzmauer und sagte, weniger Menschen denn je überquerten die Grenze derzeit illegal. Das habe auch in der Pandemie viel gebracht.

Das Wahlkampfteam des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, warf Trump vor, bei der Bekämpfung der Pandemie gescheitert zu sein. "Während andere Länder zu einem Anschein von Normalität zurückkehren, hat Trumps gescheiterte Führung zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionsraten in den Vereinigten Staaten geführt", erklärte Bidens Sprecherin Kate Bedingfield.

In den USA seien in der Corona-Pandemie "schwerwiegende Fehler gemacht worden", beklagte Microsoft -Gründer Bill Gates im Sender CBS. Er unterstützt seit Jahren mit seiner Frau Melinda mit einer Stiftung den Kampf gegen Krankheiten weltweit, auch in der Corona-Pandemie. Gates kritisierte, dass Gesundheitsexperten zuletzt wenig zu Wort gekommen und von der Regierung keine klaren Botschaften insbesondere für das Tragen von Masken gesendet worden seien. Trump wirbt erst seit Kurzem für den Mund-Nasen-Schutz, hat sich damit selbst aber bislang so gut wie nie bei öffentlichen Auftritten gezeigt.

In den USA gibt es keine landesweite Maskenpflicht. Immer mehr Bundesstaaten ordneten angesichts der teils dramatischen Anstiege der täglichen Neuinfektionen zuletzt aber eine Maskenpflicht an. Am Mittwoch zogen Ohio, Minnesota und die Hauptstadt Washington nach.

@ dpa.de

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