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WASHINGTON - US-Außenminister Mike Pompeo wirft dem Iran mangelnde Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor und befürchtet geheime "nukleare Aktivitäten" des Landes.

10.09.2019 - 22:57:25

Pompeo wähnt geheime 'nukleare Aktivitäten' des Iran. Die mangelnde Zusammenarbeit des iranischen Regimes mit der IAEA werfe Fragen auf zu möglichen "nicht deklarierten nuklearen Materialien und Aktivitäten", schrieb Pompeo am Dienstag auf Twitter. "Das passt zum 40 Jahre langen Muster von Lügen des Iran." Die Welt werde nicht darauf reinfallen, und man werde dem Iran alle Wege zu einer möglichen Atombombe versperren.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montag erklärt, die IAEA habe Spuren von Uran in einem "geheimen Atom-Lagerhaus" im Iran entdeckt, auf das Israel im vergangenen Jahr hingewiesen hatte. Der kommissarische IAEA-Generaldirektor Cornel Feruta hat Netanjahus Aussagen bisher nicht bestätigt, den Iran aber ebenfalls zu schneller Kooperation aufgefordert. Die Atomenergiebehörde hatte am Montag bestätigt, dass sich der Iran weiter von den Einschränkungen des Atomabkommens gelöst hat.

Die USA waren im vergangenen Jahr im Alleingang aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen, das eine iranische Atombombe verhindern soll. Die Amerikaner versuchen seither, den Iran mit massiven Wirtschaftssanktionen dazu zu zwingen, ein neues erweitertes und strengeres Abkommen zu verhandeln. Die verbliebenen Vertragspartner, darunter Deutschland und Frankreich, bemühen sich derweil, die bestehende Vereinbarung zu retten.

Pompeo äußerte am Dienstag zugleich weiter Gesprächsbereitschaft der US-Seite mit Blick auf den Iran. Bei einem Auftritt vor Journalisten sagte er auf die Frage, ob er sich ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit der iranischen Führung am Rande der UN-Generalversammlung Ende des Monats vorstellen könne: "Sicher."

Trump hatte mehrfach gesagt, dass er ohne Vorbedingungen zu einem Treffen bereit sei. Trotz einer Absage des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani hält Trump auch ein direktes Treffen mit diesem weiter für möglich. Erst am Montag hatte Trump dazu erneut gesagt: "Es könnte passieren." Ruhani hat ein Treffen mit Trump abgelehnt.

@ dpa.de

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