Finanzierung, Investitionen

WASHINGTON - Trotz der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump sind ausländische Investitionen in den USA nach seinem Amtsantritt deutlich zurückgegangen.

11.07.2018 - 22:00:24

Ausländische Investitionen in den USA um 32 Prozent zurückgegangen. Die Summe sank 2017 verglichen mit dem Vorjahr um 32 Prozent auf 259,6 Milliarden Dollar (221,2 Mrd Euro), wie das Büro für Wirtschaftsanalysen (BEA) des US-Handelsministeriums am Mittwoch mitteilte. 2016 hatten die Auslandsinvestitionen in den USA noch ein Volumen von 379,7 Milliarden Dollar. Im Jahr zuvor hatten sie auf einem Rekordwert von 439,5 Milliarden Dollar gelegen.

Der Rückgang in den USA folgt einem internationalen Trend, ist aber deutlich ausgeprägter. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vom April nahmen Auslandsinvestitionen 2017 weltweit um 18 Prozent ab. Die OECD hatte zum Rückgang in den USA angemerkt, dass Investoren womöglich Trumps Steuerreform abwarten wollten.

Dieser Logik zufolge könnten die Investitionen im laufenden Jahr wieder zunehmen, nachdem die Steuerreform im vergangenen Dezember verabschiedet wurde. Allerdings hatten einzelne Investoren auch angekündigt, wegen der Zollpolitik Trumps Vorsicht walten lassen zu wollen.

Trump hat mit einer ganzen Reihe von Nationen wie China und Kanada oder auch der EU Handelskonflikte begonnen, deren Auswirkungen auf Auslandsinvestitionen noch nicht absehbar sind. Aus Kanada kamen im vergangenen Jahr nach BEA-Angaben mit 66,2 Milliarden Dollar die meisten Investitionen. Die EU-Staaten machten insgesamt 40 Prozent aller Auslandsinvestitionen in den USA aus. Trump wirbt seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 um Auslandsinvestitionen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'Spiegel': Bahn braucht weitere Milliarden für Investitionen. Für den Zeitraum 2020 bis 2025 erwartet der Vorstand demnach jährlich bis zu sieben Milliarden Euro, wie das Magazin unter Berufung auf Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung nächste Woche berichtet. BERLIN - Die Deutsche Bahn hofft nach einem Bericht des "Spiegel" auf deutlich höhere Investitionszuschüsse vom Bund. (Boerse, 16.11.2018 - 18:01) weiterlesen...

VW-Chef Diess: Keine Kapitalbeteiligung mit Ford geplant - Harte Arbeit an Marge. In dem Geschäft seien Volkswagen und Ford alleine aus globaler Sicht eher klein, sagte Diess. Der Manager rechnet bis Jahresende mit ersten Ergebnissen, danach könne man über weitere Schritte nachdenken. Darüber hinaus kann sich VW auch vorstellen, in anderen Bereichen mit Ford zu kooperieren, wie zum Beispiel bei Elektroantrieben. WOLFSBURG - Volkswagen derzeit vor allem über eine Zusammenarbeit bei leichten Nutzfahrzeugen, um Kosten zu sparen. (Boerse, 16.11.2018 - 15:41) weiterlesen...

SWR-Intendant: Beitrag an Inflation koppeln grundsätzlich sinnvoll. "Ganz grundsätzlich klingt die Indexierung nach einer guten Lösung", sagte Boudgoust am Freitag in Mainz vor dem SWR-Landesrundfunkrat Rheinland-Pfalz, einem Kontrollgremium für den Sender. Dies könne mehr Planungssicherheit bringen. Dabei müssten aber zum Beispiel rechtliche Vorgaben beachtet werden. Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Mehrere Länder wollen den Beitrag an die Entwicklung der Inflationsrate koppeln. MAINZ - Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Boudgoust, hat sich offen für den Vorschlag gezeigt, den Rundfunkbeitrag künftig an die Inflationsrate zu koppeln. (Boerse, 16.11.2018 - 15:29) weiterlesen...

VW steckt bis 2023 gut 44 Milliarden Euro in E-Autos und Digitales. Dies entspreche rund einem Drittel der Gesamtausgaben im Planungszeitraum 2019 bis 2023, teilte der Konzern am Freitag in Wolfsburg nach Beratungen des Aufsichtsrats mit. Für die letzte Fünf-Jahres-Periode 2018 bis 2022 hatte die Summe noch 34 Milliarden Euro betragen. WOLFSBURG - Der Volkswagen -Konzern stockt seine Investitionen in die Elektromobilität und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro auf. (Boerse, 16.11.2018 - 14:36) weiterlesen...

Trotz Risikoabbau: Deutsche Bank bleibt potenzielle Gefahr für Weltwirtschaft. Damit gilt die Deutschen Bank weiterhin als potenziell gefährlich für die globale Stabilität der Finanzmärkte und muss deshalb mehr Kapital vorhalten. Sie gehört nach einer am Freitag in Basel veröffentlichten Aufstellung des internationalen Finanzstabilitätsrates (Financial Stability Board/FSB) weltweit zu den vier systemrelevantesten Banken. BASEL - Die Deutsche Bank bleibt trotz der Pläne, riskante Geschäfte noch weiter zu reduzieren, nach Einschätzung eines internationalen Beobachtergremiums weiter besonders systemrelevant. (Boerse, 16.11.2018 - 12:52) weiterlesen...

Ford-Tochter Argo will Milliarden für selbstfahrende Autos einsammeln. Ford hat das mit Argo im großen Stil für 2021 im Sinn und steckte dafür bislang eine Milliarde Dollar in die 2017 übernommene Firma. Die Google -Schwesterfirma Waymo gilt als führend im Bereich autonomes Fahren und will schon in den kommenden Monaten an den Start gehen. LONDON/DEARBORN - Im Wettrennen um die Entwicklung selbstfahrender Autos will die Ford aufholen, der bereits kommendes Jahr mit seiner Marke Cruise eine weitgehend selbstfahrende Flotte auf den Markt zu bringen plant. (Boerse, 16.11.2018 - 08:34) weiterlesen...