USA, Deutschland

WASHINGTON / PEKING - Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereiterklärt.

03.12.2018 - 12:04:24

Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen. Peking wollte dies zunächst nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, erklärte der US-Präsident am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Gefragt nach den Zollsenkungen, wich der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag einer direkten Antwort aus. Bei ihren Gesprächen am Rande des G20-Gipfels hätte beide Seiten am Wochenende eine "Konsens über wirtschaftliche Probleme erreicht", sagte der Sprecher. Auch habe man sich darauf geeinigt, keine neuen Strafzölle zu verhängen. Es werde nun an einem "konkreten Abkommen" gearbeitet, um den Handelskonflikt beizulegen.

China hatte vor Monaten die Zölle für die Einfuhr ausländischer Autos von 25 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit mit den USA wurden die Abgaben für US-Autobauer jedoch kurze Zeit später auf 40 Prozent erhöht. Das Pekinger Handelsministerium, das sich in der Regel zu Zollfragen äußert, reagierte am Dienstag zunächst nicht auf den Tweet von Trump.

Am Wochenende hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Die USA versprachen, ihre zusätzlichen Zölle auf chinesische Einfuhren vorerst nicht wie geplant zu erhöhen oder auszuweiten. Im Gegenzug sicherte China zu, seine Importe aus den USA zu erhöhen, um das Handelsungleichgewicht zu verringern. "Es war ein erstaunliches und produktives Treffen mit unbegrenzten Möglichkeiten sowohl für die USA als auch China", sagte Trump.

Der Burgfrieden ist nach Angaben des Weißen Hauses mit einer Frist verknüpft, in der China weitere Konzessionen machen muss. Beide Seiten wollen laut Trumps Sprecherin Sarah Sanders versuchen, ihre Differenzen innerhalb von 90 Tagen beizulegen. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt werden könne, würden die USA ihre Pläne für eine Erhöhung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent doch umsetzen. China bestätigte diese Frist bislang nicht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Richter in Texas stuft 'Obamacare' als verfassungswidrig ein. Verantwortlich machte Richter Reed O'Connor dafür eine Änderung des Steuerrechts im Jahr 2017. Trump feierte die Gerichtsentscheidung gegen "Obamacare": "Wow, aber nicht überraschend, ObamaCare wurde gerade von einem hoch angesehenen Richter in Texas als VERFASSUNGSWIDRIG eingestuft", schrieb Trump auf Twitter. LOS ANGELES - Ein Bundesrichter im US-Staat Texas hat die in der Regierungszeit von Präsident Barack Obama verabschiedete und von seinem Nachfolger Donald Trump verabscheute Gesundheitsreform als verfassungswidrig eingestuft. (Boerse, 15.12.2018 - 12:17) weiterlesen...

US-Autolobby macht sich für Handelspakt mit Europa stark. "Ein Handelsabkommen wäre eine einzigartige Möglichkeit, Schranken zu beseitigen", sagte Jennifer Thomas von der Alliance of Automobile Manufacturers, die zwölf große Hersteller vertritt, darunter auch die US-Ableger deutscher Marken wie BMW , Volkswagen oder Mercedes-Benz von Daimler . WASHINGTON - Vertreter der US-Autoindustrie haben sich am Freitag bei einer Anhörung des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer vehement für ein Handelsabkommen mit der EU und für eine Umkehr in der Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump stark gemacht. (Boerse, 15.12.2018 - 10:33) weiterlesen...

AUSBLICK 2019/Comeback nach mauem Jahr? Goldanleger hoffen auf Trendwende. Angesichts zahlreicher politischer Risiken rund um den Globus könnte Gold ein Comeback als sicherer Hafen an den Finanzmärkten feiern. Sogar ohne größere Krisenszenarien sehen Experten eine Reihe von Faktoren, die den Goldpreis begünstigen könnten. Seit der im Herbst begonnenen Korrektur an den Börsen stehen die Zeichen auf Erholung. NEW YORK - Am Goldmarkt herrschte 2018 Flaute - doch für das neue Jahr schöpfen die Anhänger des gelben Edelmetalls Hoffnung. (Boerse, 15.12.2018 - 10:17) weiterlesen...

AUSBLICK 2019/Krypto-Crash: Hat Digitalgeld wie Bitcoin noch eine Chance?. NEW YORK - Am 17. Dezember 2017 war es soweit: Der Bitcoin-Preis kratzte auf einigen Online-Börsen an der magischen Marke von 20 000 Dollar. Der Hype um digitale Währungen erreichte mit diesem Rekordstand einen neuen Höhepunkt. Auch einige Finanzanalysten ließen sich vom Krypto-Fieber anstecken und prognostizierten, dass die rasante Kursrally erst der Anfang sei. Die Euphorie verflog jedoch rasch, ein Jahr später steht der Bitcoin-Preis bei rund 3400 Dollar - der Kurs hat mehr als 80 Prozent eingebüßt. AUSBLICK 2019/Krypto-Crash: Hat Digitalgeld wie Bitcoin noch eine Chance? (Boerse, 15.12.2018 - 10:02) weiterlesen...

AUSBLICK 2019: Experten sehen für US-Aktien erst Chancen, dann Risiken. Unternehmensanteile müssen sich dabei an einem bereits hohen Bewertungsniveau messen lassen. Richtungweisend dürfte der Handelskonflikt zwischen den USA und China bleiben, der laut Marktexperten gelöst werden sollte. Wenn die Inflation die Notenbank Fed nicht unerwartet stark in Zugzwang bringt, wird vorerst für Aktien etwas Luft nach oben gesehen. Im späteren Jahresverlauf könnte dann aber die Konjunktur im Wege stehen. NEW YORK - Nach einem von politischen Konflikten gebremsten Börsenjahr 2018 sehen Experten auch 2019 US-Aktien auf einem holprigen Weg. (Boerse, 15.12.2018 - 10:02) weiterlesen...

US-Sammelklage gegen Hyundai und Kia wegen Feuergefahr von Autos. Die Kanzlei Hagens Berman reichte am Freitag eine Sammelklage im Namen von Fahrzeugbesitzern bei einem Gericht in Kalifornien ein. Klägeranwalt Steve Berman wirft Hyundai und Kia vor, ihre Kunden gravierenden Feuergefahren auszusetzen und zu versuchen, den ursächlichen Motorendefekt zu vertuschen. LOS ANGELES - Den südkoreanischen Autoherstellern Hyundai und Kia droht wegen angeblicher Brandrisiken bei einer Reihe von Modellen rechtlicher Ärger in den USA. (Boerse, 15.12.2018 - 09:49) weiterlesen...