Transport, Verkehr

WASHINGTON - Nach fast 25 Jahren Freihandel zwischen den USA und ihren Nachbarn Kanada und Mexiko soll der Pakt ein neues Fundament erhalten.

16.08.2017 - 07:57:44

USA, Kanada und Mexiko wollen neues Fundament für Freihandel. Vertreter der drei Länder kommen am Mittwoch in der US-Hauptstadt Washington zusammen, um die Neuverhandlungen zu starten. Erwartet werden monatelange Gespräche. Optimisten hoffen auf einen Abschluss bereits im Frühjahr 2018. Skeptiker gehen von deutlich längeren Verhandlungen aus.

Washington - Nach fast 25 Jahren Freihandel zwischen den USA und ihren Nachbarn Kanada und Mexiko soll der Pakt ein neues Fundament erhalten. Vertreter der drei Länder kommen in der US-Hauptstadt Washington zusammen, um die Neuverhandlungen zu starten.

Erwartet werden monatelange Gespräche. Optimisten hoffen auf einen Abschluss bereits im Frühjahr 2018. Skeptiker gehen von deutlich längeren Verhandlungen aus.

Die Neuverhandlungen waren weniger auf wirtschaftlichen Druck, sondern auf politisches Betreiben im Wahlkampf von Präsident Donald Trump zustande gekommen. Er hält das Außenhandelsdefizit vor allem mit Mexiko für zu groß. Die USA importieren aus Mexiko deutlich mehr, als sie exportieren. Dies liegt zum Teil auch daran, dass US-Firmen ihre Produktion in das billigere Nachbarland verlagert haben. Die Stundenlöhne für Arbeitskräfte betragen in Mexiko etwa ein Achtel derer in den USA oder Kanada. Vor allem die Autobranche macht davon Gebrauch.

Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen seien nicht geeignet, die Handelsbilanz zweier Länder zu beeinflussen, sagte der Ökonom Fred Bergtsen vom Peterson Institute for International Economics. Mexiko habe ein größeres Außenhandelsdefizit als die USA - man könne schwerlich Mexiko bitten, sein Defizit zu vergrößern, um das eigene zu verkleinern, erklärte er.

Bei den Verhandlungen wird es auch um Handelsschranken in Kanada gehen. Die Regierung in Ottawa schützt derzeit ihre Bauern mit Einfuhrbeschränkungen für Agrarprodukte aus den USA oder Mexiko. US-Bauern ist dies seit langem ein Dorn im Auge. Die Regierung von Donald Trump hatte unlängst mit Strafmaßnahmen für kanadisches Weichholz reagiert.

Vor allem wegen des großen Außenhandelsdefizits zu Mexiko hatte Trump das 1994 in Kraft getretene Abkommen als den «schlechtesten Deal» bezeichnet, der jemals in den USA abgeschlossen worden sei. Die Verhandlungen hatte sein Vorgänger George Bush geführt, die Unterschrift unter das entsprechende US-Gesetz hatte dann der demokratische Präsident Bill Clinton gesetzt.

Experten gehen davon aus, dass derzeit bis zu 14 Millionen US-Jobs von Nafta abhängen. Kanada und Mexiko sind die größten Exportziele für US-Sachgüter und Dienstleistungen. In die USA wiederum gehen mit großem Abstand die meisten Exporte aus Mexiko und Kanada.

Die beiden Partnerländer haben selbst ehrgeizige Ziele für die Neuverhandlung gesteckt. Kanada und Mexiko wollen energiepolitische Wünsche einbringen und weitere Regeln für den elektronischen Handel aufstellen. Mexiko hat bereits klar gemacht, dass das Einführen von Strafzöllen eine Rote Linie darstellen würde. Die ist im Falle Kanadas erreicht, wenn das bisherige System der Schiedsgerichtsbarkeiten - wie von den USA gewünscht - aufgehoben würde und etwaige Streitfälle vor nationalen Gerichten ausgetragen werden müssten.

«Das Scheitern halte ich für eine Option», sagte Bergtsen. «Sollte Trump klarwerden, dass seine teils absurden Vorbedingungen nicht in irgendeiner Art und Weise erfüllt werden, könnte er sich zurückziehen», sagte der Experte.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie fordert deshalb, ein Offenhalten des Nafta-Marktes müsse für die USA oberste Priorität bleiben. Eine Modernisierung des Nafta-Abkommens könne «positive Impulse für Investitionen der deutschen Industrie in Kanada, Mexiko und den USA setzen».

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

München und Bayern lehnen Fahrverbote ab. "Streckenbezogene Fahrverbote wie in Hamburg sind in München weder durchführbar noch zielführend", teilte das Umwelt- und Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt am Mittwoch mit. Auch die Staatsregierung lehnt Fahrverbote als unverhältnismäßig ab. Daran habe der Regierungswechsel in Bayern nichts geändert, sagte ein Sprecherin des Umweltministeriums. MÜNCHEN - Diesel-Fahrverbote wie in Hamburg wird es in München zumindest auf absehbare Zeit nicht geben. (Boerse, 23.05.2018 - 16:48) weiterlesen...

US-Außenminister: USA machen Nordkorea keine Zugeständnisse. WASHINGTON - Die USA haben Nordkorea in der Vorbereitung eines Gipfels von Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un nach Aussage von Außenminister Mike Pompeo keine Zugeständnisse gemacht. Man habe keinerlei Absicht, daran etwas zu ändern, sagte Pompeo am Mittwoch in einer Anhörung vor dem US-Kongress. Man strebe nach wie vor den 12. Juni als Termin für das Treffen in Singapur an. US-Außenminister: USA machen Nordkorea keine Zugeständnisse (Wirtschaft, 23.05.2018 - 16:47) weiterlesen...

Piloten: Regierung vernachlässigt Luftverkehr sträflich. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt. "Jeder Tag, den Ryanair mit scheinselbstständigen Leihpiloten weiterfliegt, ist für sie ein Gewinn." Die Iren setzten zudem andere Gesellschaften mit ihren niedrigen Kosten zu Lasten der Beschäftigten unter Druck. FRANKFURT - Die Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. (Boerse, 23.05.2018 - 16:39) weiterlesen...

Merkel nach China abgeflogen - Iran und Handel im Fokus. Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit den USA will sie in Gesprächen mit Ministerpräsident Li Keqiang und Staats- und Parteichef Xi Jinping am Donnerstag auch eine stärkere Öffnung des chinesischen Marktes verlangen. Deutsche Firmen sind häufig einem Zwang zu Technologietransfer ausgeliefert. Behörden und Unternehmen befürchten zudem intensive Wirtschaftsspionage durch China. BERLIN/PEKING - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Mittwochnachmittag zu ihrer elften China-Reise gestartet. (Wirtschaft, 23.05.2018 - 16:26) weiterlesen...

Staatskanzlei hofft auf baldiges Ende der Russland-Sanktionen. "Wir sind sehr daran interessiert, dass die beiderseitigen Handelsbeschränkungen ein absehbares Ende haben und die guten Beziehungen und die vertrauensvolle Partnerschaft wieder hergestellt werden", sagte Staatskanzleichef Reinhard Meyer am Mittwoch in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Er besuchte dort die Firma JB German Oil, einen Hersteller von Schmiermitteln für die Autoindustrie. Das Unternehmen exportiert 95 Prozent seiner Produkte in mehr als 60 Länder. WITTENBURG - Die Staatskanzlei in Schwerin hofft auf ein baldiges Ende der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. (Wirtschaft, 23.05.2018 - 16:25) weiterlesen...

EU-Kommission mahnt Rom zum Kurshalten in der Haushaltspolitik. Derzeit sei Italien auf dem richtigen Weg und erfülle die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspakt. Doch die Geschichte sei noch nicht zu Ende, meinte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Mittwoch. In Frankreich sieht die Behörde positive Entwicklungen, an Deutschland richtet sie einmal mehr mahnende Worte. BRÜSSEL - Kurz vor der möglichen Bildung einer rechts-populistischen Regierung in Rom hat die EU-Kommission an Italien appelliert, Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung weiter zu senken. (Wirtschaft, 23.05.2018 - 16:00) weiterlesen...