Internet, Software

WASHINGTON / LONDON - Die USA und Großbritannien haben vor einer global angelegten Cyberattacke aus Russland gewarnt.

17.04.2018 - 07:02:48

USA und Großbritannien warnen vor globaler russischer Cyberattacke. Das britische nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC), das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz veröffentlichten am Montag dazu eine gemeinsame Erklärung.

Auf Basis von Geheimdiensterkenntnissen werden dort detailliert die Methoden aufgelistet, mit denen russische Hacker in großem Umfang Netzwerkinfrastrukturen infiltriert hätten. Diese Vorbereitung könne einen bevorstehenden Cyberangriff nahelegen, so die Experten. Die Aktivität der Eindringlinge in die Netzwerke werde schon seit einigen Monaten beobachtet, erste Hinweise über das Eindringen der Hacker seien schon 2015 bei US-amerikanischen Dienststellen eingegangen.

Der Angriff stehe jedoch nicht in direktem Bezug mit dem Raketenangriff der Westmächte auf Syrien am vergangenen Samstag, berichtete die britische Agentur PA. NCSC-Vertreter Ciaran Martin sprach von einem "bedeutenden Moment" im Kampf gegen die russische Aggression im Netz. Nach seinen Worten stünden "Millionen von Maschinen (Rechnern) weltweit" im Visier dieses geplanten Angriffs.

Die britische Regierung werde mit den USA und anderen internationalen Verbündeten und Industriepartnern zusammenarbeiten, betonte Martin. Ziel sei, das "inakzeptable Cyber-Verhalten Russlands zu enttarnen".

Nach den Worten des Vize für Cyber-Sicherheit aus dem Weißen Haus, Rob Joyce, gehen die USA mit großer Sicherheit von einer russischen Urheberschaft aus.

Im Detail betroffen sind den Angaben zufolge Systeme, die mit Cisco Smart Install SMI ausgestattet sind, das Netzprotokoll Generic Routing Encapsulation GRE und das Netzwerkprotokoll SNMP, das Netzwerkelemente wie Router, Server oder Computer steuert und überwacht. "Es ist eine gewaltige Waffe in den Händen eines Widersachers", sagte Joyce.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

IBM weiter auf Erholungskurs nach schwachen Jahren. Der Computerkonzern konnte im zweiten Quartal erneut mehr Umsatz und Gewinn verbuchen. Dabei erwirtschafteten neuere Geschäftsbereiche wie Cloud-Dienste, Datenanalyse und künstliche Intelligenz erstmals mehr als die Hälfte der Umsätze. Allein das Cloud-Geschäft wuchs um ein Fünftel auf 4,7 Milliarden Dollar. ARMONK - Der neuerliche Wachstumskurs von IBM nach jahrelangen Rückgängen dauert an. (Boerse, 18.07.2018 - 23:11) weiterlesen...

Monopolkommission übt scharfe Kritik an Google Achim Wambach, Vorsitzender der Monopolkommission, übt nach der Milliardenstrafe der EU-Kommission gegen Google scharfe Kritik an dem US-Konzern. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 19:00) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS 2: Auf Rekordhoch von Scout24 folgt rasch Ernüchterung (Boerse, 18.07.2018 - 18:26) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger flüchten aus Software AG - Wachstumsmaschine stottert (Boerse, 18.07.2018 - 18:19) weiterlesen...

Telekom soll höhere Entgelte rückwirkend einfordern dürfen. Das sieht eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes vor, die das Kabinett am Mittwoch beschlossen hat. Von Vorleistungen spricht man zum Beispiel, wenn Telefonanbieter die Kabel der Telekom mitnutzen, weil sie keine eigenen besitzen. BERLIN/BONN - Die Deutsche Telekom soll vor Gericht erstrittene höhere Entgelte für sogenannte Vorleistungen künftig auch rückwirkend einfordern dürfen - aber nur bei großen Wettbewerbern. (Boerse, 18.07.2018 - 17:43) weiterlesen...

Regierung will Zukunftsthema Künstliche Intelligenz voranbringen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch Eckpunkte einer Strategie, die in den kommenden Monaten erarbeitet werden soll. Demnach soll zum Beispiel die Forschung in Deutschland und Europa vernetzt und gestärkt werden. Der Transfer von Ergebnissen soll beschleunigt und Unternehmensgründungen gefördert werden, ebenso wie der notwendige Strukturwandel in Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt. BERLIN - Die Bundesregierung will bei der Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz massiv aufholen und Deutschland zu einem weltweit führenden Standort machen. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 17:02) weiterlesen...