Indikatoren, USA

WASHINGTON - In den USA hat die Teuerung im August höher gelegen als von Experten erwartet.

13.09.2022 - 17:09:04

Inflation in USA bleibt höher als erwartet - Druck auf Fed weiter hoch. Zwar schwächte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent ab, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang auf 8,1 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent. Hier hatten Fachleute einen Rückgang von 0,1 Prozent auf dem Zettel.

WASHINGTON - In den USA hat die Teuerung im August höher gelegen als von Experten erwartet. Zwar schwächte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent ab, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang auf 8,1 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,1 Prozent. Hier hatten Fachleute einen Rückgang von 0,1 Prozent auf dem Zettel.

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Erwartungen fallen erneut - Tiefstand seit 2008

MANNHEIM - Wegen der Angst vor Energieengpässen haben sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten stärker eingetrübt als erwartet. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel im September gegenüber dem Vormonat um 6,6 Punkte auf minus 61,9 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2008. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf minus 59,5 Punkte gerechnet.

GESAMT-ROUNDUP/Gegen den Energiepreis-Schock: Mehr Firmen sollen Hilfe bekommen

BERLIN - Die Bundesregierung will wegen der stark gestiegenen Energiekosten kurzfristig neue Hilfen für Unternehmen auf den Weg bringen. Energieintensive Mittelständler sollen rasch Zuschüsse zu den Gas- und Stromkosten erhalten, wie Wirtschaftsminister Robert Habeck am Dienstag in Aussicht stellte. Finanzminister Christian Lindner will außerdem die Förderbank KfW besser rüsten. Bundeskanzler Olaf Scholz versprach auf dem Arbeitgebertag in Berlin: "Wir arbeiten jetzt (.) mit Hochdruck daran, dass wir die bestehenden Fördermöglichkeiten ausweiten." Nötig sei eine Gemeinschaftsanstrengung, um diese Zeit zu überstehen, "und wir werden das auch gemeinsam tun".

'Wirtschaftsweise' halten AKW-Reservebetrieb für falschen Weg

BERLIN - Die sogenannten "Wirtschaftsweisen" haben das Vorhaben von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kritisiert, zwei der drei noch laufenden Atomkraftwerke nur in Reserve zu behalten. Die Atommeiler sollten "zumindest bis zur nachhaltigen Überwindung der Energiekrise zunächst weiter betrieben werden", schreiben die Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch). Ein Reservebetrieb bis Mitte April kommenden Jahres sei "nicht zielführend".

Lindner will Krisenvorsorge bei Förderbank KfW stärken

BERLIN - Energieunternehmen sollen in der aktuellen Krise mehr als bisher Hilfe von der Förderbank KfW bekommen können. Die Möglichkeiten zur Absicherung von Garantien und Liquiditätshilfen sollten verstärkt werden, hieß es am Dienstag aus Kreisen des Finanzministeriums. Dafür sollten Kreditermächtigungen genutzt werden, die ursprünglich für Wirtschaftshilfen im Zusammenhang mit der Corona-Krise geschaffen wurden. Zuerst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Demnach handelt es sich um Kreditermächtigungen im Umfang von rund 67 Milliarden Euro.

Wirtschaftsminister Habeck hält Rezession für abwendbar

BERLIN - Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält eine Rezession für verhinderbar. "Wenn die Daten so fortgeschrieben werden, laufen wir in eine Rezession. Aber eine Rezession ist kein Gewitter, das auf uns zuzieht - und wir können nur entscheiden, haben wir einen Regenschirm oder laufen wir weg", sagte Habeck beim traditionellen Arbeitgebertag am Dienstag in Berlin. "Wir können natürlich dagegen anarbeiten und jetzt ernsthaft darüber diskutieren." Maßnahmen, um eine Rezession abzuwenden, zu dämpfen oder zeitweise aufzuhalten, seien beispielsweise Wirtschaftshilfen oder die Energiepreisbremse. "Es wird schwer und anspruchsvoll, aber eine Rezession ist ja kein Naturgesetz", sagte der Minister.

IMK-Konjunkturforscher: Rezession ist wahrscheinlicher geworden

DÜSSELDORF - Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession in Deutschland in den kommenden drei Monaten hat nach Ansicht von Konjunkturforschern der Hans-Böckler-Stiftung zugenommen. Laut Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sei das Rezessionsrisiko innerhalb eines Monats von 57,8 auf 64,1 Prozent gestiegen, berichtete die Stiftung am Dienstag in Düsseldorf. Als Gründe nannte das IMK unter anderem einen geringeren privaten Verbrauch infolge höherer Energie- und Nahrungsmittelpreise, weniger Auftragseingänge in der Industrie und ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft infolge der US-Zinserhöhungen.

Spanien: Inflation höher als gedacht

MADRID - Die Teuerung in Spanien ist im August höher ausgefallen als zunächst gedacht. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) um 10,5 Prozent, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid mitteilte. In einer ersten Schätzung hatten die Statistiker eine Rate von 10,3 Prozent ermittelt. Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau um 0,3 Prozent - anstatt wie zunächst berechnet um 0,1 Prozent.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit 48 Jahren

LONDON - Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien geht trotz zahlreicher wirtschaftlicher Belastungen weiter zurück. In den drei Monaten bis Juli sank die Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist die niedrigste Quote seit dem Jahr 1974. Analysten hatten mit einer stabilen Quote von 3,8 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Deutschland: Teuerungsrate wieder bei fast 8 Prozent

WIESBADEN - Die kurzzeitige Entspannung bei den Verbraucherpreisen ist verpufft: Getrieben von steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen sprang die jährliche Teuerungsrate im August wieder auf 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand detaillierter Berechnungen bestätigte. Volkswirte rechnen mit zweistelligen Inflationsraten in den nächsten Monaten.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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Spanische Wirtschaft wächst stärker als gedacht. Im zweiten Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem ersten Quartal um 1,5 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Berechnung hatte einen Anstieg um 1,1 Prozent ergeben. MADRID - Die Wirtschaft Spaniens ist im Frühjahr stärker gewachsen als bisher gedacht. (Wirtschaft, 23.09.2022 - 09:25) weiterlesen...