Regierungen, USA

WASHINGTON - Im Streit zwischen den Regierungen in Washington und Ankara treten am Montag drastisch erhöhte US-Strafzölle auf Stahl aus der Türkei in Kraft.

12.08.2018 - 19:05:23

Neue US-Strafzölle auf türkischen Stahl treten in Kraft. Von 0.01 Uhr (6.01 Uhr MESZ) an wird Stahl aus der Türkei mit Abgaben in Höhe von 50 Prozent statt bislang 25 Prozent belegt, wie das Weiße Haus mitteilte. US-Präsident Donald Trump hatte die Verdoppelung der Zölle auf Stahl am Freitag angeordnet. Auf Twitter hatte er zugleich angekündigt, auch die Strafzölle auf Aluminium aus der Türkei auf 20 Prozent zu verdoppeln. Für die neuen Abgaben auf Aluminium wurde noch kein Datum genannt.

Trump hatte in dem Tweet ausdrücklich auf die schlechten Beziehungen zu dem Nato-Partner und auf den Absturz der türkischen Lira verwiesen, den er mit seiner Ankündigung weiter beschleunigte. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft den USA vor, einen "Wirtschaftskrieg" gegen sein Land zu führen.

Im Zentrum des Streits stehen zwei Geistliche: Washington fordert die Freilassung des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson, der wegen des Verdachts auf Spionage und Terrorvorwürfen in der Türkei unter Hausarrest steht. Ankara wiederum verlangt bisher vergeblich die Auslieferung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen, den Erdogan für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich macht.

Nach Angaben des türkischen Handelsministeriums exportierte das Land im vergangenen Jahr Eisen, Stahl und Aluminium im Wert von 1,1 Milliarden Dollar (950 Mio Euro) in die USA - was laut der Behörde einem Anteil von 0,7 Prozent aller Ausfuhren entsprach.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutschland bleibt beim Klimaschutz im Rückstand. Der vom Bundesumweltministerium vorausgesagte Rückstand auf das Klimaschutz-Ziel 2020 wird nicht kleiner, wie aus dem Entwurf für den Klimaschutzbericht 2018 hervorgeht. Statt wie geplant 40 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zu 1990 auszustoßen, schafft Deutschland trotz der bisher eingeleiteten zusätzlichen Maßnahmen wohl nur einen Rückgang von 32 Prozent - obwohl die gestiegenen Preise für den Emissionshandel in der EU den CO2-Ausstoß etwa im Energiesektor verteuern und dadurch 2,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zusätzlich eingespart werden dürften. BERLIN - Deutschland kommt beim Klimaschutz nicht so schnell voran wie geplant. (Boerse, 13.11.2018 - 19:31) weiterlesen...

Merkel hofft auf Lösung im EU-Schuldenstreit mit Italien. "Wir wollen Italien die Hand reichen, ich sage das ausdrücklich", sagte Merkel am Dienstag im EU-Parlament. "Aber Italien hat auch viele Regeln mit verabschiedet, die wir alle gemeinsam nun als Rechtsgrundlage haben. Und wir können doch nicht einfach sagen: Das interessiert uns jetzt nicht", betonte die Kanzlerin. Sie habe die "inständige Hoffnung", dass im Gespräch mit der EU-Kommission eine Lösung gefunden werde. STRASSBURG - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft auf eine Lösung im Schuldenstreit der EU-Kommission mit Italien. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 18:40) weiterlesen...

Medien: Brexit-Unterhändler einigen sich auf Austrittsabkommen. Das berichteten unter anderen die BBC und der irische Sender RTE am Dienstag unter Berufung auf Verhandlungskreise. LONDON - Die Brexit-Unterhändler Großbritanniens und der EU haben sich britischen und irischen Medienberichten zufolge auf den Text eines Austrittsabkommens geeinigt. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 18:23) weiterlesen...

Regierung will Weg für verstärkte Zuwanderung von Fachkräften ebnen. Das sieht das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz der Bundesregierung vor, für das es nun einen Referentenentwurf gibt. Er lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vor. BERLIN - Ingenieure, Bäcker und andere Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten sollen in Zukunft zur Arbeitsplatzsuche für sechs Monate nach Deutschland kommen dürfen. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 18:23) weiterlesen...

IWF stellt Italien schlechtes Zeugnis aus. "Das reale persönliche Einkommen ist auf dem Niveau von vor zwei Jahrzehnten, die Arbeitslosigkeit liegt im Berichtszeitraum um die zehn Prozent, und die Lebensbedingungen für Menschen mittleren Alters und jüngere Generationen sind erodiert", heißt es im turnusmäßigen Bericht des Weltwährungsfonds. Der Wegzug von Italienern in andere Länder sei auf einem Fünf-Jahres-Hoch. WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Italiens schuldengeplagter Wirtschaft ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 17:54) weiterlesen...

USA drohen mit Maßnahmen gegen Nord Stream 2 - Merkel hält dagegen. Die Vereinigten Staaten drohten am Dienstag mit Zwangsmaßnahmen, um das Vorhaben zu stoppen. "Wir haben noch nicht alle Instrumente eingesetzt, die das Projekt ernsthaft untergraben oder stoppen könnten", sagte der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, in Brüssel. Noch hoffe Washington darauf, dass "die Opposition gegen das Projekt organisch wirkt". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte die deutschen Pläne wenig später bei einer Rede im Europaparlament in Straßburg. BRÜSSEL/STRASSBURG - Die Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland sorgt weiter für Misstöne zwischen den USA und der Bundesregierung. (Boerse, 13.11.2018 - 17:45) weiterlesen...