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Indikatoren, USA

WASHINGTON - Die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen bestimmt die Entwicklung der Weltwirtschaft: Industrieländer können in diesem Jahr nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter mit starkem Wachstum rechnen, ärmere Staaten hingegen stecken in der Corona-Krise fest.

12.10.2021 - 17:05:04

Starkes globales Wachstum dank Impfungen - Arme Länder als Verlierer. "Der Ausblick für die ärmeren Entwicklungsländer hat sich deutlich verdunkelt", sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. "Der Zugang zu Impfstoffen bleibt der wichtigste Antrieb der Verwerfungen bei der globalen Erholung." Den ärmeren Staaten fehle zudem der finanzielle Spielraum, die Konjunktur zu stützen.

WASHINGTON - Die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen bestimmt die Entwicklung der Weltwirtschaft: Industrieländer können in diesem Jahr nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter mit starkem Wachstum rechnen, ärmere Staaten hingegen stecken in der Corona-Krise fest. "Der Ausblick für die ärmeren Entwicklungsländer hat sich deutlich verdunkelt", sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. "Der Zugang zu Impfstoffen bleibt der wichtigste Antrieb der Verwerfungen bei der globalen Erholung." Den ärmeren Staaten fehle zudem der finanzielle Spielraum, die Konjunktur zu stützen.

IWF erwartet Normalisierung der Inflation Mitte 2022

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet erst Mitte nächsten Jahres mit einer Normalisierung der zuletzt stark gestiegenen Inflationsrate. Die hohe Teuerungsrate sei im Wesentlichen auf vorübergehende Faktoren wie die Erholung nach der Corona-Krise, den Mangel an bestimmten Produkten wie Mikrochips und Probleme mit globalen Lieferketten zurückzuführen, erklärte der IWF am Dienstag. Auch höhere Energiepreise spielten eine Rolle. Bis Mitte 2022 werde die Inflationsrate für den Großteil der Welt aber "wahrscheinlich" wieder auf den Wert von vor der Pandemie fallen.

Villeroy: EZB sollte flexible Elemente des Corona-Notprogramms bewahren

FRANKFURT - Das französische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Francois Villeroy de Galhau, hat sich für eine Beibehaltung von flexiblen Elementen des Corona-Notprogramms PEPP ausgesprochen. Es könnte sich lohnen zu prüfen, ob zumindest einige Bestandteile des Notprogramms auch nach dem Auslaufen der Krisenmaßnahme fortgeführt werden könne, sagte der französische Notenbankvorsitzende am Dienstag im Rahmen einer Video-Konferenz.

ROUNDUP: ZEW-Konjunkturerwartungen sinken fünftes Mal in Folge

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Oktober weiter eingetrübt. Erneut wurde die Stimmung durch die erheblichen Verspannungen im Welthandel belastet. Das Konjunkturbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 4,2 Punkte auf 22,3 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 23,5 Punkte erwartet.

Deutschland: Großhandelspreise steigen so stark wie seit 1974 nicht

WIESBADEN - Der hohe Preisauftrieb in Deutschland beschleunigt sich weiter. Im September stiegen die Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit der ersten Ölkrise im Jahr 1974. Im August 2021 hatte der Anstieg 12,3 Prozent und im Juli 11,3 Prozent betragen. Schon dies waren ungewöhnlich hohe Preisanstiege.

Langsam wieder mehr Pleiten in Deutschland

WIESBADEN - Nach dem Auslaufen der Corona-Sonderregelungen für überschuldete Unternehmen zeichnet sich ein langsamer Wiederanstieg der Firmenpleiten in Deutschland ab. Im September sei die Zahl der Anträge auf eine Regelinsolvenz im Vergleich zum August um 6 Prozent gestiegen, berichtete das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Meldungen am Dienstag in Wiesbaden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg um 25 Prozent. Allerdings hatte es im September 2020 einen starken Rückgang um 31 Prozent gegenüber dem von Corona unbeeinflussten September 2019 gegeben.

DIW-Chef für einmalig höhere Schuldenaufnahme

BERLIN - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält eine kurzfristig höhere Schuldenaufnahme für einen gangbaren Weg einer möglichen Ampelkoalition, ihre Differenzen in der Finanzpolitik zu lösen. Fratzscher verwies am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin" darauf, dass die Schuldenbremse im kommenden Jahr wegen Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie noch ausgesetzt ist. Man könnte daher noch einmalig einen "großen Schluck aus Pulle" nehmen, müsste das aber gut begründen, sagte Fratzscher.

Ifo-Institut: Lieferprobleme könnten Preise im Einzelhandel erhöhen

MÜNCHEN - Kunden im Einzelhandel müssen einer neuen Umfrage unter den Händlern zufolge mit Engpässen und höheren Preisen rechnen. 74 Prozent der befragten Einzelhändler klagten im September über Lieferprobleme, wie das Ifo-Institut in München am Dienstag mitteilte. "Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden", sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

Britischer Arbeitsmarkt erholt sich weiter

LONDON - Der Arbeitsmarkt in Großbritannien ist weiter auf Erholungskurs. Jüngste Zahlen vom Jobmarkt zeigten, dass sich die Erholung fortsetze, erklärte das Statistikamt ONS am Dienstag mit Veröffentlichung seines monatlichen Arbeitsmarktberichts. Demnach ist die Anzahl der Beschäftigten im September um 207 000 auf einen Rekordwert von 29,2 Millionen gestiegen. Damit sei das Niveau von vor der Corona-Krise wieder erreicht, erklärte das ONS.

ROUNDUP/Brexit-Streit um Nordirland: Experten warnen vor Handelskrieg

LONDON - Die Nerven liegen blank: Der Streit zwischen London und Brüssel über den Sonderstatus der britischen Provinz Nordirland könnte nach Ansicht von Rechts- und Handelsexperten eskalieren. Die jüngsten Forderungen der Regierung in London zur Rolle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im sogenannten Nordirland-Protokoll des Brexit-Vertrags seien praktisch nicht zu erfüllen, machte Holger Hestermeyer, Professor für Internationales Recht und Europarecht am King's College London, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag deutlich.

Macron will Rückkehr Frankreichs als starkes Industrieland

PARIS - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen 30 Milliarden Euro schweren Investitionsplan zur wirtschaftlichen Modernisierung des Landes präsentiert. Frankreich solle wieder stärker zu einem Industriestandort und einem Innovationsland werden, sagte Macron bei der Vorstellung des Plans "Frankreich 2030" am Dienstag in Paris. Der Plan ziele darauf ab, der französischen Wirtschaft die Möglichkeit zu mehr Wachstum über Innovationen zu geben.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

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USA: Konsumklima der Uni Michigan trübt sich überraschend ein. Der von der Universität Michigan erhobene Index für die Verbraucherstimmung fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 71,4 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer ersten Erhebung mitteilte. Analysten hatten hingegen einen Anstieg auf 73,1 Punkte erwartet. Im August war der Indikator noch mit 70,3 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2011 gefallen, von dem er sich im September etwas erholen konnte. MICHIGAN - Das Konsumklima in den USA hat sich im Oktober überraschend eingetrübt. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 17:04) weiterlesen...

USA: Einfuhrpreise steigen schwächer als erwartet. Die Einfuhrpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 9,4 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Einfuhrpreise um 0,4 Prozent. Analysten hatten hier ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. WASHINGTON - Die Preise von in die USA importierten Gütern sind im September nicht so stark gestiegen wie erwartet. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 15:03) weiterlesen...

USA: Empire-State-Index trübt sich deutlich ein. Der Empire-State-Index fiel im Vergleich zum Vormonat um 14,5 Punkte auf 19,8 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem moderateren Rückgang auf 25,0 Punkte gerechnet. Trotz des Rückgangs signalisiert der Indikator ein robustes wirtschaftliches Wachstum, da er über Null Punkten liegt. NEW YORK - Die Stimmung in den Industrieunternehmen im US-Bundesstaat New York hat sich im Oktober deutlich eingetrübt. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 14:50) weiterlesen...

USA: Einzelhandel überrascht mit Umsatzanstieg. Die Umsätze seien um 0,7 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Außerdem wurde der Anstieg im Vormonat von 0,7 auf 0,9 Prozent nach oben revidiert. WASHINGTON - Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im September zur Überraschung von Experten ausgeweitet. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 14:44) weiterlesen...

Gut ein Fünftel der EU-Bevölkerung von Armut oder Ausgrenzung bedroht. Insgesamt geht es um mehr als 96 Millionen Bürgerinnen und Bürger, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten des EU-Statistiksamts Eurostat hervorgeht. Deutschland liegt den Angaben zufolge mit 22,5 Prozent leicht über dem EU-Schnitt von 21,9 Prozent. LUXEMBURG - In der Europäischen Union ist mehr als jeder fünfte Mensch von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 13:37) weiterlesen...

Eurozone: Handelsüberschuss geht zurück. Gegenüber dem Vormonat fiel der saisonbereinigte Überschuss um 2,4 Milliarden auf 11,1 Milliarden Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten mit einem wesentlich höheren Überschuss von 14,2 Milliarden Euro gerechnet. LUXEMBURG - Die Eurozone hat im August einen deutlich geringeren Handelsüberschuss verzeichnet. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 11:03) weiterlesen...