Regierungen, USA

WASHINGTON - Die US-Regierung hat scharfe Kritik an der chinesischen Reaktion auf den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan geübt.

05.08.2022 - 20:49:26

USA kritisieren Chinas Reaktion auf Pelosis Besuch in Taiwan. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, nannte die Schritte am Freitag bei einer Telefonschalte mit Journalisten "unverantwortlich" und "eine Überreaktion der Chinesen". Unverständnis zeigte Kirby unter anderem darüber, dass die Chinesen den Dialog über Klimaschutz mit den USA gestoppt haben. "Sie glauben, dass sie uns bestrafen, indem sie diesen Kanal schließen.

Kirby verurteilte auch die Sanktionen, die China gegen Pelosi verhängt hat. "Sie hatte jedes Recht zu reisen." Dass China auch bestimmte Kommunikationskanäle zwischen den Militärs der beiden Länder gekappt habe, erhöhe besonders vor dem Hintergrund der "provokativen Militärübungen" Pekings das Risiko von Fehleinschätzungen. Die USA wollten keine Krise mit China, und es gebe keinen Grund für eine solche Krise. Das habe die US-Regierung auch dem chinesischen Botschafter in Washington bei einem Treffen deutlich gemacht.

China wirft Pelosi vor, sich "ernsthaft in innere Angelegenheiten Chinas eingemischt" zu haben. Die kommunistische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Staaten zu Taiwan ab, weil sie die Insel für sich beansprucht. Peking sieht das selbst regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik an und droht mit einer gewaltsamen Eroberung. Die 23 Millionen Taiwaner hingegen verstehen sich als unabhängig.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Studie: Erderwärmung fördert Ausbreitung von Krankheiten. Ein Forscherteam der Universität Hawaii kommt in einer Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass 58 Prozent der von Krankheitserregern ausgelösten Leiden durch den Klimawandel verschlimmert werden können. Das geschehe durch die Erwärmung an sich, aber auch durch extreme Wetterphänomene wie Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen. Der Studie im Fachjournal "Nature Climate Change" lag eine Liste von 375 Krankheiten weltweit zugrunde, die von Erregern wie Viren, Bakterien, aber auch Pflanzenpollen oder Pilzen ausgelöst werden. HONOLULU/SAN FRANCISCO - Der Klimawandel verstärkt einer Studie zufolge die Ausbreitung vieler Krankheitserreger. (Wirtschaft, 08.08.2022 - 17:24) weiterlesen...

Modellrechnung Bundesnetzagentur: Gasnotlage kann vermieden werden. Dies geht aus dem neuesten Szenarienkatalog der Behörde hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. BONN - Die Bundesnetzagentur hält es unter bestimmten Bedingungen für möglich, dass eine Gasnotlage im kommenden Winter vermieden werden kann. (Wirtschaft, 08.08.2022 - 17:01) weiterlesen...

Diplomat: Ukrainischer Akw-Unfall wäre schlimmer als Fukushima. "Was dann im Radius von 40 oder 50 Kilometern um das Kraftwerk passieren würde, wäre mit Tschernobyl und Fukushima absolut nicht vergleichbar", sagte Kiews Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Jewhenij Zymbaljuk, am Montag in Wien. Nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa werde schwere Konsequenzen zu tragen haben. WIEN - Ein Unfall im ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja im Zuge von Kampfhandlungen könnte laut einen ukrainischen Diplomaten zu einem beispiellosen Atomunfall führen. (Boerse, 08.08.2022 - 16:50) weiterlesen...

Berlin und Brandenburg fordern lückenlose Aufklärung der RBB-Affäre. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) teilte am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit, sie halte den Rücktritt Schlesingers für "den richtigen Schritt, um weiteren Schaden vom RBB abzuwenden". BERLIN/POTSDAM - Die Bundesländer Berlin und Brandenburg fordern in der Affäre um die am Sonntag zurückgetretene RBB-Senderchefin Patricia Schlesinger eine lückenlose Aufklärung. (Boerse, 08.08.2022 - 16:47) weiterlesen...

WDH/GESAMT-ROUNDUP: Sorge um Europas größtes Atomkraftwerk in der Ukraine (Im 3. Satz wurde beim Wort russischer ein fehlendes r ergänzt.) (Boerse, 08.08.2022 - 16:22) weiterlesen...

Scholz gerät in Hamburger Steueraffäre unter Druck. In der kommenden Woche will der SPD-Politiker erneut vor dem Hamburger Untersuchungsausschuss zu dem "Cum-Ex"-Skandal aussagen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag bestätigte. Oppositionspolitiker fordern: Scholz müsse auch Stellung nehmen zum Fund hoher Bargeldsummen bei einem seiner SPD-Genossen. BERLIN/HAMBURG - Die Steueraffäre um die Hamburger Warburg Bank droht zu einem veritablen Politskandal aufzuwachsen, bei dem auch Kanzler Olaf Scholz immer mehr unter Druck gerät. (Wirtschaft, 08.08.2022 - 16:14) weiterlesen...