Indikatoren, USA

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im August weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.

31.08.2022 - 17:09:00

USA: Beschäftigung im Privatsektor steigt schwächer als erwartet - ADP. Im Vergleich zum Vormonat kamen 132 000 Stellen hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 300 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Der Arbeitsplatzaufbau schwächte sich ab: Im Juli waren laut einer neuen Berechnungsmethode noch 270 0000 Stellen geschaffen worden.

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im August weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat kamen 132 000 Stellen hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 300 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Der Arbeitsplatzaufbau schwächte sich ab: Im Juli waren laut einer neuen Berechnungsmethode noch 270 0000 Stellen geschaffen worden.

Bundesbank-Präsident Nagel: Brauchen kräftige Zinserhöhung

FRANKFURT - Bundesbank-Präsident Joachim Nagel macht sich angesichts der Rekordinflation im Euroraum für eine deutliche Zinserhöhung stark. "Wir brauchen im September eine kräftige Zinsanhebung. Und in den folgenden Monaten ist mit weiteren Zinsschritten zu rechnen", ließ Nagel am Mittwoch in Frankfurt mitteilen. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Nagel angehört, entscheidet am 8. September über den weiteren Kurs.

GESAMT-ROUNDUP: Experten unterwegs zu umkämpftem AKW - EU setzt Visaabkommen aus

SAPORISCHSCHJA/PRAG - Auf dem Weg zu ihrer Inspektionsreise des umkämpften ukrainischen Atomkraftwerks sind die Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in der südukrainischen Großstadt Saporischschja eingetroffen. Die Anreise aus der Hauptstadt Kiew dauerte rund neun Stunden. Wann die 14-köpfige Mission unter Leitung von IAEA-Chef Rafael Grossi weiter in das von Russland besetzte Atomkraftwerk im 120 Kilometer entfernten Enerhodar fährt, war zunächst unklar. Die EU will ein Abkommen zur Erleichterung der Visa-Vergabe für Reisende aus Russland vollständig aussetzen.

ROUNDUP: EU wird Visa-Abkommen mit Russland vollständig aussetzen

PRAG - Die EU wird ein mit Russland geschlossenes Abkommen zur Erleichterung der Visa-Vergabe für Reisende vollständig aussetzen. Das kündigte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Mittwoch nach Beratungen der Außenminister in Prag an. Der Schritt ist eine weitere Strafmaßnahme in Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der seit mehr als einem halben Jahr andauert.

Borrell rechnet mit baldiger Einigung auf Atomabkommen mit Iran

PRAG - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Verhandlungen über eine Wiederherstellung des Atomabkommens mit dem Iran bald erfolgreich abgeschlossen werden können. Er habe sowohl vom Iran als auch von den USA Reaktionen auf seinen Kompromissvorschlag für einen Abkommenstext erhalten, sagte er am Mittwoch am Rand eines EU-Außenministertreffens in Prag. Diese habe er als angemessen empfunden. Für ihn sei klar, dass es eine gemeinsame Basis gebe und das Abkommen die Interessen aller Seiten berücksichtigen könne, betonte Borrell. "Ich hoffe, dass wir diesen Schwung in den nächsten Tagen nicht verlieren werden und das Abkommen abschließen können."

ROUNDUP 2: Doch keine Homeoffice- und Test-Vorgaben für Betriebe im Herbst

BERLIN - Die geplanten Corona-Vorgaben für Unternehmen im Herbst sind entschärft worden: Die Betriebe sollen doch nicht verpflichtet werden, ihren Beschäftigten Homeoffice und Tests anzubieten. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch im brandenburgischen Meseberg eine neue Corona-Arbeitsschutzverordnung. Demnach sollen Arbeitgeber im Rahmen eines Hygienekonzepts Homeoffice- und Testangebote für die Beschäftigten lediglich prüfen. Die neue Verordnung soll vom 1. Oktober bis 7. April 2023 gelten.

GESAMT-ROUNDUP: Tankrabatt und 9-Euro-Ticket laufen aus - es wird wieder teurer

BERLIN - Wie schlimm wird es? Viele Autofahrer in Deutschland dürften am Donnerstag einen bangen Blick auf die Preistafeln der Tankstellen werfen. Mit dem Ende des sogenannten Tankrabatts droht ein heftiger Anstieg der Literpreise für Benzin und Diesel. Teurer wird es auch im Nahverkehr - doch wer mit Bahn und Bus zur Arbeit fährt, weiß immerhin, was ihn erwartet. Denn zeitgleich mit dem Tankrabatt läuft auch das 9-Euro-Ticket aus, für Monatstickets gelten nun wieder die alten, höheren Preise.

Eurozone: Inflation klettert auf Rekordwert von 9,1 Prozent

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone hat sich im August auf hohem Niveau weiter beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 9,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 9,0 Prozent gerechnet. Die August-Rate ist die höchste seit Einführung des Euro als Buchgeld 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 8,9 Prozent gestiegen.

Italien: Inflation steigt auf neun Prozent

ROM - In Italien hat die hohe Inflation im August überraschend angezogen. Die nach europäischen Standards ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,0 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 8,4 Prozent betragen. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf 8,2 Prozent erwartet.

ROUNDUP: Großhandel blickt mit Sorge in die Zukunft und fordert Entlastungen

BERLIN/WIESBADEN - Nach einem soliden ersten Halbjahr nimmt im Großhandel in Deutschland die Unsicherheit zu. "Wir Großhändler blicken mit Sorge auf Herbst und Winter", sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, am Mittwoch in einer Videokonferenz. "Die Sorgen bezüglich der Energieversorgung und der Energiepreise sind überdeutlich. Drei von vier Unternehmen drücken steigende Preise."

ROUNDUP: Zahl der Arbeitslosen steigt im August - Arbeitsmarkt weiter robust

NÜRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August gegenüber dem Vormonat um 77 000 auf 2,547 Millionen gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg weiter mitteilte, nahm die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 5,6 Prozent zu. Im Vergleich zum August des Vorjahres sank die Zahl der Arbeitslosen um 31 000. "Trotz der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten ist der Arbeitsmarkt robust", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles. Die ehemalige SPD-Parteichefin hatte Anfang August ihre neue Position in Nürnberg angetreten und präsentierte erstmals die Statistik der Bundesagentur.

Frankreich: Inflation fällt deutlicher als erwartet - Wirtschaft wächst

PARIS - In Frankreich hat sich die Inflation im August deutlicher abgeschwächt als erwartet. Die nach europäischer Methode ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 6,5 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 6,8 Prozent betragen. Analysten hatten mit einem leichten Rückgang auf 6,7 Prozent gerechnet. Trotz der Abschwächung steigen die Lebenshaltungskosten weiterhin ungewöhnlich stark.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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USA: Schwebende Hausverkäufe fallen deutlicher als erwartet. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe sanken im August gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (Nar) am Mittwoch in Washington mitteilte. Dies war der dritte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten mit einem Minus um 1,5 Prozent gerechnet. WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe stärker als erwartet gefallen. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 16:33) weiterlesen...

Kurzarbeit in der Krise auch in der Leiharbeit möglich. BERLIN - Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sollen bei Bedarf in der Energiepreiskrise in Kurzarbeit gehen können. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine Verordnung, die den Bezug der Kurzarbeit auch für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter öffnet. Um solche Arbeitsplätze zu sichern, solle die Regelung ab 1. Oktober gelten, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch in Berlin mitteilte. "Wir stellen damit für die kommenden Monate Handlungsfähigkeit sicher, sollte sich die Situation im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine oder der Corona-Pandemie weiter verschärfen." Die Sonderregelung ist zeitlich befristet bis Ende dieses Jahres. In der Pandemie war die Leiharbeit bereits vorübergehend in die Kurzarbeitsregelungen einbezogen worden. Kurzarbeit in der Krise auch in der Leiharbeit möglich (Wirtschaft, 28.09.2022 - 16:30) weiterlesen...

DIW-Konjunkturexperten: Deutschland steckt in der Rezession. "Der vom russischen Präsidenten angezettelte Krieg in der Ukraine und seine weitreichenden Folgen dürften 2022 und 2023 zu Wachstumsverlusten in Deutschland von grob geschätzt fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts führen", teilte DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi am Mittwoch mit. Die enormen Steigerungen bei den Energiepreisen führten zu "dramatischen Kaufkraftverlusten" und drohten in vielen Unternehmen, die Produktion unrentabel zu machen. BERLIN - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die deutsche Wirtschaft bereits mitten in einer Rezession. (Boerse, 28.09.2022 - 13:32) weiterlesen...

Lebensmittelpreise in Großbritannien steigen so deutlich wie noch nie. Verbraucher bezahlten 10,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, ergab der am Mittwoch veröffentlichte Monatsindex des Einzelhandelsverbands BRC und des Marktforschungsinstituts Nielsen IQ. Insgesamt legten demnach die Einzelhandelspreise im September um 5,7 Prozent zu, auch dies der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 2005. LONDON - Die Lebensmittelpreise in Großbritannien sind wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine so stark gestiegen wie noch nie. (Boerse, 28.09.2022 - 13:18) weiterlesen...

Arbeitsmarktbarometer sinkt auf niedrigsten Stand seit 2020. Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank im September im Vergleich zum Vormonat um weitere 0,8 Punkte auf 100,4 Punkte. Damit liege der Frühindikator nun fast genau auf dem neutralen Stand von 100 Punkten, teilte das IAB am Mittwoch mit. Das sei der niedrigste Stand seit 2020. NÜRNBERG - Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt trüben sich ein. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 11:25) weiterlesen...

Italien: Verbraucher und Unternehmer deutlich pessimistischer. Das Konsumklima fiel um 3,5 Punkte auf 94,8 Zähler, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, diesen allerdings etwas moderater veranschlagt. ROM - Die Stimmung der italienischen Verbraucher und Unternehmen hat sich im September spürbar verschlechtert. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 10:39) weiterlesen...