Indikatoren, USA

WASHINGTON - Die amerikanische Notenbank Fed dürfte ihre wirtschaftlichen Ziele faktisch erreicht haben.

18.01.2017 - 15:47:24

US-Notenbank erreicht Inflationsziel. Nachdem bereits mehrere Notenbanker mit Blick auf den Arbeitsmarkt von Vollbeschäftigung gesprochen haben, wurde am Mittwoch auch ein Preisziel erreicht. Mit 2,1 Prozent stieg die Inflationsrate erstmals seit zweieinhalb Jahren in den Zielbereich der Federal Reserve. Weiteren Zinsanhebungen dürfte damit wenig im Weg stehen.

Nach Zahlen des Arbeitsministeriums erhöhten sich die Verbraucherpreise im Dezember zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit Juni 2014. Im November hatte die Inflationsrate 1,7 Prozent betragen. Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise außen vor lässt, stieg im Vorjahresvergleich um 0,1 Punkte auf 2,2 Prozent. Bankvolkswirte hatten mit den Entwicklungen gerechnet. Preistreiber waren der Statistik zufolge vor allem Energie und Mieten.

FED ERREICHT ZIELE

Die Fed strebt auf längere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Als Richtschnur verwendet sie zwar einen anderen Preisindex als die aktuell veröffentlichte Kennzahl. Nicht der allgemeine Verbraucherpreisindex (CPI) ist für sie primär maßgeblich, sondern der nach den Konsumausgaben der privaten Haushalte errechnete Index PCE. Dieser liegt seit längerem tiefer als der CPI. Experten begründen den Unterschied im Wesentlichen mit den Gesundheitsausgaben, die in den Indizes unterschiedlich gewichtet sind.

Dennoch dürfte die Fed zufrieden mit der Entwicklung sein. So zeigt der Preistrend bei beiden Maßzahlen klar nach oben. Am Dienstagabend hatte John Williams, US-Zentralbanker und Vertrauter von Fed-Chefin Janet Yellen, davon gesprochen, dass das Inflationsziel eindeutig in Sichtweite sei, während das Beschäftigungsziel bereits erreicht sei. Das sogenannte duale Mandat der Fed sieht vor, sowohl für "maximale" Beschäftigung als auch Preisstabilität zu sorgen. Dies kann zu Zielkonflikten führen, weil hohes Wirtschaftswachstum meist mit höheren Inflationsraten einhergeht.

TRUMPONOMICS GEBEN RICHTUNG VOR

Nachdem die Fed ihren Leitzins seit der Finanzkrise erst zweimal von der Nulllinie aus angehoben hat, hat sie für dieses Jahr drei Anhebungen signalisiert. Das konkrete Tempo dürfte jedoch wesentlich von der Wirtschafts- und Finanzpolitik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump abhängen. Während von ihm versprochene Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben für einen Wachstumsschub und damit raschere Zinsanhebungen sprechen, könnte der von Trump propagierte Handelsprotektionismus die US-Konjunktur belasten. Viele Details seiner Politik sind aber noch unklar. Trump wird an diesem Freitag als neuer US-Präsident vereidigt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Beschäftigten drohen nach Firmeninsolvenz oft Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Das Risiko, Opfer einer Firmenpleite zu werden, ist aber regional sehr verschieden. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebes drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 14:23) weiterlesen...

Bauindustrie sieht nach Boomjahr kein Ende des Aufschwungs. Um die prall gefüllten Auftragsbücher zeitnah abarbeiten zu können, planten viele Betriebe in den kommenden zwölf Monaten zusätzliches Personal und mehr Investitionen, erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Freitag. Es spreche alles dafür, dass die zu Jahresbeginn aufgestellte Umsatzprognose von 4 Prozent Plus im laufenden Jahr übertroffen werde. WIESBADEN/BERLIN - Die deutsche Bauindustrie sieht nach ihrem besten Jahr seit Mitte der 1990er Jahre auch für 2018 kein Ende des Aufschwungs. (Boerse, 23.02.2018 - 13:56) weiterlesen...

KORREKTUR/Forscher: Beschäftigten drohen nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen (Die genannte Anzahl der Tage gibt an, um wie viele Tage Insolvenz-Betroffene im Schnitt länger arbeitslos waren als Beschäftigte in einem wirtschaftlich stabilen Unternehmen, nicht die Gesamtdauer der Arbeitslosigkeit. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:51) weiterlesen...

Forscher: Beschäftigten droht nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebs drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:19) weiterlesen...

Eurozone: Inflation schwächt sich weiter ab. Im Januar seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Die Statistiker bestätigten damit wie erwartet eine erste Erhebung von Ende Januar. Die Inflation im Euroraum ist so niedrig wie seit dem vergangenen Juli nicht mehr. LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Preisentwicklung Anfang des Jahres erneut abgeschwächt. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 11:02) weiterlesen...

Deutschland bleibt dank starker Exporte auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe in den Monaten Oktober bis Dezember 0,6 Prozent höher gelegen als im dritten Quartal, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit eine vorangegangene Schnellschätzung von Mitte Februar. WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2017 weiter robust gewachsen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 09:46) weiterlesen...