Flugzeugbau, Luftverkehr

Washington - Der US-Luftfahrtriese Boeing empfiehlt nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien ein vorübergehendes Startverbot für alle Flugzeuge der 737-Max-Reihe weltweit.

13.03.2019 - 20:33:24

nach Absturz - Boeing empfiehlt vorübergehendes Startverbot für 737 Max

  • Absturz von Lion Air - Foto: Binsar Bakkara/AP/Archiv

    Absturz vor vier Monaten: Ein Ermittler untersucht Trümmerteile einer Boeing 737 max 8 der indonesischen Gesellschaft Lion Air. Foto: Binsar Bakkara/AP/Archiv

  • Absturz in Indonesien - Foto: Binsar Bakkara/AP

    Retter mit Trümmern des Fluges Lion Air 610 im vergangenen November: Auch in Indonesien war eine Boeing 737 Max abgestürzt. Foto: Binsar Bakkara/AP

  • Boeing 737 Max 8 - Foto: Chinatopix

    Vorerst am Boden: Drei Flugzeuge der Shanghai Airlines vom Typ Boeing 737 Max 8 auf dem Flughafen Hongqiao. Foto: Chinatopix

  • Flugzeug abgestürzt - Foto: Mulugeta Ayene/AP

    Bei dem Flugzeugabsturz in Äthiopien sterben 157 Menschen. Foto: Mulugeta Ayene/AP

  • Boeing - Foto: Richard Drew/AP

    Für den Boeing-Konzern könnte das jüngste Unglück weitaus mehr als nur eine Imagekrise bedeuten. Foto: Richard Drew/AP

  • Trauernde - Foto: Mulugeta Ayene/AP

    Am Ort der abgestürzten Boeing 737 Max 8 des Fluges 302 der Ethiopian Airlines trauern Angehörige. Bei dem Absturz wurden 157 Menschen getötet. Foto: Mulugeta Ayene/AP

  • Boeing 737 Max 8 - Foto: Ted S. Warren/AP

    Plötzlich Krisenflieger: Eine Boeing 737 Max 8 vor dem Boeing-Fertigungswerk im US-amerikanischen Renton. Foto: Ted S. Warren/AP

  • Boeing 737 Max in Seattle - Foto: Preston Fiedler/AP

    Eine Boeing 737 Max der Ethiopian Airlines hebt vom Flughafen Seattle ab. Foto: Preston Fiedler/AP

Absturz von Lion Air - Foto: Binsar Bakkara/AP/ArchivAbsturz in Indonesien - Foto: Binsar Bakkara/APBoeing 737 Max 8 - Foto: ChinatopixFlugzeug abgestürzt - Foto: Mulugeta Ayene/APBoeing - Foto: Richard Drew/APTrauernde - Foto: Mulugeta Ayene/APBoeing 737 Max 8 - Foto: Ted S. Warren/APBoeing 737 Max in Seattle - Foto: Preston Fiedler/AP

Boeing teilte am Mittwoch mit, eine entsprechende Empfehlung sei an die US-Luftfahrtbehörde FAA gegangen. Betroffen sei «die gesamte weltweite Flotte von 371 737-Max-Flugzeugen». Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. «Boeing hat weiterhin volles Vertrauen in die Sicherheit der 737 Max.»

Die FAA ordnete am Mittwoch ein Startverbot für alle Boeing 737 Max an, die in den USA fliegen oder von US-Fluglinien betrieben werden. Die Behörde teilte mit, Ermittler hätten am Mittwoch «neue Beweise» an der Unfallstelle gesammelt und analysiert. Diese Beweise sowie neue Satellitendaten hätten zu der Entscheidung geführt. Das Startverbot bleibe in Kraft, solange weitere Untersuchungen wie etwa die Auswertung der Flugdaten der abgestürzten Maschine liefen.

US-Präsident Donald Trump hatte das Startverbot für die Flugzeuge der 737-Max-Reihe kurz zuvor angekündigt. Sicherheit sei das wichtigste Anliegen, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Maschinen, die in den USA noch in der Luft seien, müssten nach der Landung bis auf Weiteres an dem jeweiligen Flughafen verbleiben. Trump sprach von einer «sehr schwierigen Entscheidung».

Boeing sicherte zu, man unternehme alles, um der Ursache für den Absturz in Äthiopien und für den einer baugleichen Maschine in Indonesien im Oktober auf den Grund zu gehen. Kurz vor den USA hatte Kanada ein Start-, Lande- und Überflugverbot für die Flugzeuge diesen Typs erlassen. Nach dem Absturz in Äthiopien hatten bereits die EU-Staaten und zahlreiche andere Ländern ein Startverbot für Maschinen der Boeing-737-Max-Reihe erlassen.

@ dpa.de

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