Haushalt, Steuern

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt skeptisch auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Italien.

12.06.2017 - 17:07:24

IWF: Italiens Wirtschaft dürfte zu anderen Eurozonen-Ländern weiter zurückfallen. Das Land werde im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone immer weiter zurückfallen, falls sich die Wachstumsaussichten nicht deutlich verbessern, schreibt der IWF in einem am Montag veröffentlichten Länderbericht zu Italien. Die wirtschaftliche Entwicklung der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sei zudem vielen Risiken ausgesetzt.

In den vergangenen drei Jahren hat demnach zwar ein zögerliches Wirtschaftswachstum eingesetzt. Das Beschäftigungs- und Produktionsniveau sei aber weiterhin schwach, schreibt der IWF. Bei einem moderaten Wachstumsausblick dürfte die italienische Wirtschaft erst in mehreren Jahren ihr Vorkrisenniveau erreichen. Damit dürfte der Abstand zu den anderen Ländern der Eurozone weiter steigen.

Italien müsse dringend Reformen umsetzten um sein Wirtschaftswachstum zu stützen, forderte der IWF. Die Lohnfindung müsse reformiert, die Probleme der Banken mit faulen Krediten gelöst und die Haushaltsdisziplin beibehalten werden. Italien habe in den vergangenen Jahren von günstigen Umständen profitiert. Der IWF verwies auf die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die niedrigen Ölpreise.

Dieses günstige Umfeld werde nicht dauerhaft bestehen, warnte der Fonds. Das milliardenschwere Anleihekaufprogramm der EZB wird nach Einschätzung von Ökonomen im kommenden Jahr auslaufen. Dieses Programm hat auch den italienischen Schuldendienst erleichtert. Risiken sieht der IWF auch im politischen Bereich. Im kommenden Jahr finden in Italien Wahlen statt. Zudem sieht der IWF Risiken durch die Politik der USA und die Folgen des Brexits.

Der IWF hat seine Prognose für das italienische Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von 0,8 Prozent auf 1,3 Prozent angehoben. Das Land profitiere von der gesamteuropäischen Entwicklung. In den Jahren 2018 bis 2020 erwartet der Fonds aber nur ein vergleichsweise schwaches Wachstum von im Schnitt einem Prozent pro Jahr.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Wo ist der Ausweg?. Am Sonntag wurden den zweiten Tag in Folge weite Teile der US-Regierung und des öffentlichen Dienstes heruntergefahren. Grund ist ein Streit ums Geld, der mit Themen wie Einwanderung und Grenzsicherung ideologisch aufgeladen wurde. Nicht nur der "Shutdown" verhagelte US-Präsident Donald Trump sein Amtsjubiläum am Samstag. Hunderttausende gingen landesweit auf die Straßen und protestierten gegen ihn. WASHINGTON - Nach dem Zwangsstillstand der US-Regierung haben Republikaner und Demokraten am Wochenende versucht, einen Ausweg aus diesem "Shutdown" zu finden. (Wirtschaft, 21.01.2018 - 16:25) weiterlesen...

Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg. Die Mehrheit der Veranstalter hat gegen entsprechende Steuerbescheide Einspruch eingelegt, wie aus einer Umfrage des Branchenverbandes DRV unter Reiseveranstaltern hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Aus Sicht der Branche drängt die Zeit. Die Politik müsse handeln, bevor noch mehr Steuerforderungen aufliefen, forderte DRV-Präsident Norbert Fiebig. BERLIN - Die Reisebranche ist in Aufruhr: Die Veranstalter sollen für den Einkauf von Hotelübernachtungen rückwirkend ab 2008 Gewerbesteuer zahlen. (Wirtschaft, 21.01.2018 - 14:40) weiterlesen...

'Shutdown' der US-Regierung: Gibt es noch einen Ausweg?. Am Sonntag wurden - am zweiten Tag in Folge - weite Teile der US-Regierung und des öffentlichen Dienstes heruntergefahren. Grund ist ein Streit ums Geld, der mit Themen wie Einwanderung und Grenzsicherung weiter aufgeladen wurde. Da es keinen Kompromiss für ein Anheben der Schuldenobergrenze gab, wurde in der Nacht zum Samstag zum ersten Mal seit 2013 der "Shutdown" ausgelöst. WASHINGTON - Nach dem Zwangsstillstand der US-Regierung wegen Geldmangels gehen in Washington die Verhandlungen der Parteien über ein Ende des "Shutdown" weiter. (Wirtschaft, 21.01.2018 - 14:37) weiterlesen...

Hendricks will Grundsteuer-Reform als Spekulanten-Bremse. "Kommunen müssen die Möglichkeit erhalten, für baureife, aber unbebaute Grundstücke erheblich mehr Grundsteuer zu verlangen als für bebaute", sagt Hendricks dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Sie gehe davon aus, dass eine solche Reform mit der Union zu machen sei. BERLIN - Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will die Reform der Grundsteuer gegen Grundstücksspekulationen nutzen. (Wirtschaft, 19.01.2018 - 18:18) weiterlesen...

Zypries: Deutsches Steuersystem muss wettbewerbsfähiger werden. "Einiges haben wir in der letzten Legislaturperiode schon erreicht, aber es muss weitergehen", sagte Zypries am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Einen Steuersenkungswettbewerb allerdings werden wir nicht mitmachen, das bringt die Staaten nicht voran." Einzelheiten nannte Zypries nicht. BERLIN - Das deutsche Steuersystem muss aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) auch als Reaktion auf die Steuerreform in den USA wettbewerbsfähiger werden. (Wirtschaft, 19.01.2018 - 14:48) weiterlesen...

'Shutdown' oder nicht? - Spannung in den USA steigt. WASHINGTON - In den USA steht ein Herunterfahren von Regierung und Verwaltung aus finanziellen Gründen weiter auf Messers Schneide. Um 24.00 Uhr (Ortszeit) läuft in der Nacht zu Samstag eine Frist ab, bis zu der von Kongress und Weißem Haus ein Kompromiss gefunden sein muss. In der Nacht zum Freitag stimmte das Repräsentantenhaus zwar mit klarer Mehrheit der Republikaner einem Gesetzentwurf zu, der eine solche Schließung erneut kurzfristig bis zum 16. Februar vermeiden würde. Entscheidend ist aber nun die Abstimmung im Senat, der zweiten Kongresskammer. 'Shutdown' oder nicht? - Spannung in den USA steigt (Wirtschaft, 19.01.2018 - 06:32) weiterlesen...