Aktien, Anleihen

WASHINGTON / BALI - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht zunehmend Gefahren an den Finanzmärkten weltweit.

10.10.2018 - 02:02:26

IWF: Risiken an den Finanzmärkten sind gewachsen. Die kurzfristigen Risiken seien zuletzt leicht gestiegen, während die mittelfristigen Gefahren auf erhöhtem Niveau verharrten, heißt es in dem am Mittwoch im indonesischen Bali veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht.

Die Bedingungen an den Finanzmärkten in vielen Schwellenländern hätten sich seit Mitte April verschlechtert, schreibt der IWF. Steigende US-Leitzinsen und ein stärkerer US-Dollar hätten zu Kapitalabflüssen geführt. In deren Folge hätten sich die Finanzierungsbedingungen verschärft und die Währungen abgewertet. In einigen Schwellenländern laste auch die politische Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Turbulenzen hatte es zuletzt vor allem in der Türkei und in Argentinien gegeben.

Insgesamt würden die Bedingungen an den Finanzmärkten das Wirtschaftswachstum global weiter stützen. Trotz einiger Erhöhungen von wichtigen Notenbanken blieben die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau. Allerdings stellten hohe Schuldenstände und eine hohe Bewertungen von Vermögenswerten eine Gefahr dar.

Mittelfristig sieht der IWF eine Reihe von Gefahren für die Finanzstabilität. Eine weitere Eskalation von Handelskonflikten, wachsende geopolitische Risiken und politische Unsicherheiten in großen Volkswirtschaften könnten rasch zu einer Verschlechterung der Risikostimmung führen. Diese könnte zu einer breit angelegten Korrektur an den Kapitalmärkten führen.

In der Eurozone sieht der IWF vor allem in der italienischen Politik eine Gefahr. Schließlich halten die italienischen Banken hohe Bestände an italienischen Staatsanleihen. Hinzu komme der anstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Die Furcht vor einem Brexit ohne ein Abkommen sei zuletzt gestiegen.

@ dpa.de

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