Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Agrar, Lebensmittel

Was können Supermarktkunden tun, damit mehr Lebensmittel schonender produziert werden? Weniger zu Schnäppchen greifen, appellieren Bauern und Politik.

08.01.2020 - 08:50:06

Ernährung - Verbraucherschützer für mehr Infos über Lebensmittelqualität. Verbraucherschützer warnen, so einfach sei das nicht.

Berlin - In der Debatte über umstrittene Billigangebote für Lebensmittel fordern die Verbraucherzentralen mehr Informationen für Kaufentscheidungen im Supermarkt.

«Der Preis ist keine Orientierung für Qualität», sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.Es stimme nicht mehr, dass teure Lebensmittel automatisch gut seien und preiswerte automatisch schlecht. Nötig sei deswegen, Verbrauchern das Leben zu erleichtern, sie nicht für dumm zu verkaufen und deutlich zu machen, wo es unterschiedliche Produkt- und Prozessqualitäten gebe. «Dann werden wir auch eine ausdifferenzierte Zahlungsbereitschaft erleben.»

Zu Lockpreisen etwa für Fleisch ist ein Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Handelsunternehmen geplant. Mehr Wertschätzung für Lebensmittel ist auch ein Thema bei der Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche (17. bis 26. Januar) in Berlin. Hintergrund ist, dass viele Verbraucher in Umfragen mehr Umwelt- und Tierschutz wünschen. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Bauernvertreter betonen aber, dass Investitionen dafür finanziert werden müssten. Sie rufen Verbraucher daher auch dazu auf, entsprechende Produkte zu kaufen.

Verbraucherschützer Müller kritisierte: «Wenn jahrzehntelang der Handel, aber auch viele Landwirtschaftsfunktionäre gesagt haben, jedes Stück Fleisch, jedes Obst und Gemüse ist gleich gut, dann haben sie Verbrauchern einen Sinn und auch eine Zahlungsbereitschaft für unterschiedliche Qualitäten aberzogen.» Zudem halte der Markt in seiner Anonymität keine Informationen bereit, wie gut ein Tier gelebt habe oder mit wie viel Pflanzenschutzmitteln Getreide angebaut worden sei. Man müsse aber beispielsweise erkennen, ob Obst und Gemüse verlässlich aus der Region kommen. Sinnvoll sei auch das geplante staatliche Tierwohl-Kennzeichen für Fleisch aus besserer Tierhaltung.

Der vzbv-Chef mahnte, man könne auch nur dann höhere Preise durchsetzen, wenn die Landwirtschaft bessere Qualität liefere. Dies betreffe etwa sauberes Trinkwasser, Artenvielfalt und Klimaschutz. Müller betonte zugleich: «Die Preise für Lebensmittel haben gerade in Deutschland in den letzten Jahrzehnten ganz stark dazu beigetragen, dass das Leben für viele Menschen mit kleinem Geldbeutel bezahlbar geblieben ist.» Dafür gebühre auch den Bauern Anerkennung und Dank. Diese «soziale Dimension» dürfe man bei allem Verständnis für die Landwirte nicht aus dem Blick lassen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Agrarmesse - Grüne Woche: Mehr Konsum, mehr Aussteller - und mehr Politik. Die bislang politischste Ausgabe der Agrarmesse endete mit Zahlenrekorden. Vorbei sind die Zeiten, als es auf der Grünen Woche nur um Schlemmerei ging - längst haben von Umweltschutz bis zu gerechtem Handel die großen Fragen offen Einzug gehalten. (Wirtschaft, 26.01.2020 - 17:49) weiterlesen...

Bundesweiter Protest - Greenpeace-Aktionen gegen Billigfleisch vor Supermärkten Hamburg - In Hamburg und vielen weiteren deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten am Samstag gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. (Wirtschaft, 26.01.2020 - 11:00) weiterlesen...

Einkaufs-Demo Greenpeace-Aktivisten protestieren vor einem Supermarkt in Köln gegen Produktion und Verkauf von Billigfleisch. (Media, 25.01.2020 - 19:18) weiterlesen...

Greenpeace-Aktionen gegen Billigfleisch in 53 Städten. Insgesamt gab es nach Angaben der Umweltorganisation Aktionen in 53 Städten. Greenpeace kritisiert, dass fast 90 Prozent des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung stamme. An den Info-Ständen sei auch deutlich geworden, dass viele Supermarktkunden mit den Kennzeichnungen zur Haltungsform wenig anfangen könnten. Hamburg - In Hamburg und anderen deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. (Politik, 25.01.2020 - 16:04) weiterlesen...

Schlechte Haltung - Greenpeace: Supermärkte setzen vor allem auf Billigfleisch Hamburg - Der ganz überwiegende Teil des von den großen Supermarktketten angebotenen Frischfleischs stamm laut Greenpeace von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung. (Wirtschaft, 25.01.2020 - 11:30) weiterlesen...