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Regierungen, Polen

WARSCHAU - Polens Regierung will bis Ende August alle Erwachsenen gegen das Corona-Virus impfen lassen, die dazu bereit sind.

30.03.2021 - 16:36:29

Polen: Corona-Impfung für alle Erwachsenen bis Ende August. Ziel seien zehn Millionen Impfungen pro Monat, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag in Warschau. Dafür soll die bisherige Impfkampagne beschleunigt und die starre Impfreihenfolge gelockert werden. Auch sind mehr Impfstationen vorgesehen.

Im ersten Quartal kam die Impfkampagne in Polen wegen begrenzter Lieferungen nur schleppend voran. Bislang wurden vier Millionen Bürger geimpft, davon haben zwei Millionen bereits die zweite Impfung bekommen. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner. Künftig werde man sich darauf konzentrieren, die erwartete größere Menge an Impfdosen so schnell wie möglich zu verwenden, sagte Morawiecki.

Künftig werde man auf die festgelegte Impfreihenfolge verzichten, das System vereinfachen und die Impfungen allmählich auch für jüngere Menschen zugänglich machen, sagte der Impfbeauftragte der Regierung, Michal Dworczyk. Voraussichtlich könnten sich bereits im Mai alle Erwachsenen für ein Impfdatum anmelden.

Um der Impfkampagne mehr Tempo zu geben, will Polen mehr Impfzentren einrichten. So soll es beispielsweise nach amerikanischem Vorbild Drive-through-Stationen geben. Unternehmen, in denen mehr als 500 Mitarbeiter für eine Impfung bereit sind, sollen künftig ein Impfteam in die Firma holen dürfen. Auch soll Apothekern und Physiotherapeuten nach einer Schulung erlaubt werden, Patienten gegen Corona zu impfen.

In Polen hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche Rekordwerte von mehr als 30 000 erreicht. Die Bundesregierung hat das Nachbarland als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

@ dpa.de

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