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Auto, Elektronik

Wann gibt es wieder ausreichend Elektronik-Bauteile? Diese Frage treibt besonders die Autobranche weltweit um - Antwort offen.

24.09.2021 - 13:16:02

Elektronik - Chipmangel kostet Autobranche Milliarden. Das verlorene Produktionsvolumen ist schon jetzt beträchtlich.

der Batterien".

Daimler hatte sich erst im Juli öffentlich dazu entschlossen, selbst in großen Stil in Batteriezellwerke zu investieren, um sich die Versorgung seiner künftigen Elektroautos mit Akkus zu sichern. Seitdem war Källenius auf der Suche nach Partnern für das Vorhaben, Ende des Jahrzehnts eine Produktionskapazität von mehr als 200 Gigawattstunden (GWh) an Batteriezellen pro Jahr auf die Beine zu stellen. Daimler will bis 2030 in der Lage sein, nur noch vollelektrisch angetriebene Mercedes-Benz-Pkw zu verkaufen, wo immer es die Marktbedingungen zulassen. 200 Gigawattstunden an Zellkapazität würden rechnerisch für 2,5 Millionen aktuelle Mercedes EQC-Modelle mit jeweils 80 Kilowattstunden (kWh) Stromspeicher reichen.

Die Allianz mit dem Autoriesen Stellantis und dem Ölkonzern Totalenergies ist Teil dieser Bestrebungen. ACC will bis Ende des Jahrzehnts nach Angaben von Daimler mindestens 120 Gigawattstunden an Batteriezellen pro Jahr produzieren. Wie viel davon für Daimler vorgesehen ist, wollte Källenius nicht verraten. Ab Mitte des Jahrzehnts soll ACC Mercedes-Benz mit Batteriezellen und -modulen aus Fabriken in Deutschland und Frankreich beliefern. Die Gesamtinvestitionen in ACC sollen sich auf mehr als 7 Milliarden Euro belaufen. Darin seien sowohl Eigen- und Fremdkapital als auch staatliche Subventionen enthalten, sagte Daimler-Finanzchef Harald Wilhelm.

Das Konsortium ACC wird laut dem Bundeswirtschaftsministerium seit 2018 innerhalb der Europäischen Union und von Frankreich und Deutschland im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Projektes (IPCEI- Important Project of Common European Interest) unterstützt. "Schon jetzt lässt sich absehen, dass in den nächsten Jahren mehrere zehntausend Arbeitsplätze allein in Deutschland in der Batteriezellfertigung entstehen werden", sagte Altmaier.

Zusammen mit dem Projekt von Tesla sowie den weiteren 14 Projekten, die im Rahmen der europäischen Batterieprojekte gefördert werden, kann Deutschland aus Sicht von Altmaier zu einem Schwerpunkt der weltweiten Batterieproduktion werden. "Damit entsteht das bislang erfolgreichste industriepolitische Projekt seit Airbus."

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert Batterie-Projekte in Deutschland nach eigenen Angaben mit etwa 3 Milliarden Euro. Insgesamt nähmen an beiden IPCEI-Projekten in Europa fast 60 Unternehmen aus 12 EU-Staaten teil. Hinzu kämen mehrere 100 Unternehmen aus Europa, die indirekt als Zulieferer, Forschungseinrichtung oder Partner vom IPCEI profitierten.

In Europa sei ein regelrechter Boom in der Batteriezellenfertigung zu beobachten, hieß es. Der Bau mehrerer "Gigafactories" sei geplant und teils umgesetzt. Europaweit entstünden bis 2030 rund 100 000 neue Arbeitsplätze im Batteriesektor. Allein in Deutschland investierten die 16 geförderten IPCEI-Unternehmen mehr als 13 Milliarden Euro und schaffen laut Ministerium rund 10 000 direkte Arbeitsplätze.

Stellantis-Chef Carlos Tavares nannte Mercedes-Benz einen strategischen Partner. Dieser wolle ebenfalls ACC zu einem führenden Unternehmen machen, sagte der gebürtige Portugiese laut einer Mitteilung. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer teilte mit, Mercedes wolle in der Produktion der wichtigsten Komponente des Elektroautos Fuß fassen. Dies sei eine wichtige strategische Entscheidung.

Auch Volkswagen investiert mit Partnern in ein Netz aus Batteriezellfabriken. Die Wolfsburger wollen bis Ende des Jahrzehnts eine Zellkapazität von 240 Gigawattstunden in sechs europäischen Batteriewerken fertigen. Ein Werk entsteht am VW-Standort Salzgitter - es soll die sogenannte Einheitszelle für die Massenmodelle des Konzerns herstellen. Eine weitere Fabrik baut VW zusammen mit dem Partner Northvolt im nordschwedischen Skelleftea. Dort sollen Hochleistungszellen produziert werden, die dann vor allem in den Modellen der Premiumtöchter Audi und Porsche zum Einsatz kommen.

@ dpa.de