Telekommunikation, Deutschland

Viele Bundesbürger könnten darüber lange Geschichten erzählen: Die Telefonzelle als ein besonderer Ort, an dem Gespräche in Vertrautheit geführt, über Lebenswege und Vieles mehr gesprochen wurde.

14.05.2017 - 10:55:24

Nach und nach abgebaut - Einige Telefonhäuschen trotzen noch Handy, WhatsApp & Co.. Doch das Digitale hat die Fernsprecher längst eingeholt.

Bonn - Telefonzellen in Deutschland haben seit vielen Jahren keine Chance mehr auf eine Zukunft. Die einst so beliebten öffentlichen Fernsprechhäuschen, das erste wurde 1881 in Berlin aufgestellt, werden nach und nach abgebaut.

Im Zeitalter von Internet, Smartphone, dem Chatdienst WhatsApp und Tablet gelten Telefonhäuschen als Relikt einer vergangenen Epoche. Trotzdem: Komplett verschwunden sind sie noch nicht. Die Deutsche Telekom betreibe derzeit noch insgesamt knapp 20 000 Telefonhäuschen und -säulen, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Vor rund 20 Jahren waren es nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes indes noch mehr als 160 000 sogenannte öffentliche Telefonstellen, überwiegend in Form der klassischen gelben oder grauen Telefonzelle. Doch mit der Verbreitung von Handys kam die Wende. Das Geschäft rechnete sich nicht mehr. «Der Mobilfunkausbau und der Telefonzellenabbau, sie gehen Hand in Hand», heißt es bei der Telekom.

Trotzdem tun die verbleibenden Fernsprecher auch heute noch zuverlässig ihren Dienst: «Es gibt immer noch Orte mit einer hohen Nutzung wie Flughäfen oder Bahnhöfe», unterstreicht der Telekom-Sprecher. Doch der Unterhalt der Häuschen kostet viel Geld. So fallen vor allem Kosten für Strom, Wartung und Standortmiete an. Städte und Gemeinden dürfen die Telekom dann zwecks Abbaus ansprechen, wenn der Fernsprecher keine 50 Euro Umsatz mehr im Monat erbringt. Die Grenze zur Wirtschaftlichkeit hatte die Telekom einmal mit 125 Euro pro Monat angeben.

«Es gibt sie noch, die schönen alten Dinge», heißt ein Werbespruch eines Warenhauses. Das ist die gute Nachricht für Nostalgiker und jene, die sich eine ausrangierte Telefonzelle in den Garten stellen, zur Duschkabine umbauen oder auch als kleine Bibliothek einrichten wollen. Ab 600 Euro aufwärts, so der Telekom-Sprecher, könne ein solches Fernsprechhäuschen erworben werden. Nur: Die gelben Zellen sind bereits ausverkauft.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Telekom setzen nach Vortagsrutsch zur Erholung an. Mit einem Aufschlag von 1,73 Prozent auf 13,195 Euro mauserten sie sich zuletzt sogar zum Spitzenreiter unter den 30 Dax-Werten. Am Vortag waren sie um mehr als 2 Prozent und zeitweise auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren abgerutscht, weil steigende Investitionen bei den Anleger für Unmut sorgten. FRANKFURT - Die Aktien der Deutschen Telekom haben am Freitag im frühen Handel einen Großteil ihrer Tags zuvor erlittenen Verluste wieder aufgeholt. (Boerse, 23.02.2018 - 09:43) weiterlesen...

O2-Mutter Telefonica Deutschland will mittelfristig profitabler werden. Ein effizienterer Vertrieb, die digitale Automatisierung von Prozessen und die einfachere Interaktion mit Kunden sollen zwischen 2019 und 2022 einen positiven Effekt auf das operative Ergebnis (Oibda) von insgesamt rund 600 Millionen Euro haben, wie die O2-Muttergesellschaft am Freitag anlässlich einer Investorenveranstaltung in London mitteilte. Die Margen sollen steigen, und das TecDax-Schwergewicht will den Anlegern weiter eine nach eigener Aussage attraktive Dividendenrendite bieten. LONDON - Der Mobilfunker Telefonica Deutschland will durch Kosteneinsparungen und neue Produkte in den kommenden Jahren profitabler werden. (Boerse, 23.02.2018 - 08:52) weiterlesen...

Preismix wird breiter - Bitkom: 30-Milliarden-Markt rund um das Smartphone. Anbieter von Apps, mobilen Diensten oder Telekom-Provider profitieren von dem Markt. Weltweit gehen allerdings die Verkaufszahlen erstmals zurück. Das Smartphone hat um sich herum ein erfolgreiches Ökosystem entstehen lassen. (Wissenschaft, 22.02.2018 - 17:30) weiterlesen...

Breitbandausbau - Deutschlands Datenautobahnen: Die schwierige «letzte Meile». Die Anbieter machen nach eigenem Bekunden zwar Tempo beim Breitbandausbau. Dabei haben sie aber eine ganz unterschiedliche Auffassung, was schnell bedeutet. Wie schnell ist das Internet? Diese Frage dürfte in Deutschland je nach Standort unterschiedlich beantwortet werden. (Wissenschaft, 22.02.2018 - 14:54) weiterlesen...

Preismix wird breiter - Bitkom: 30 Milliarden-Markt rund um das Smartphone. Insgesamt werden laut Digitalverband Bitkom in diesem Jahr rund um das Smartphone 33,3 Milliarden Euro etwa mit Datendiensten, Apps und Infrastruktur sowie der Geräte in Deutschland generiert. Berlin - Das Smartphone hat in Deutschland einen Milliarden-Markt etabliert. (Wissenschaft, 22.02.2018 - 12:44) weiterlesen...

US-Steuerreform poliert Telekom-Bilanz - Investitionen belasten Aktie (Boerse, 22.02.2018 - 12:32) weiterlesen...