Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Vermischtes, Deutsche Umwelthilfe e.V.

Verheerendes Klimaschutz-Versagen: Die meisten Minister-Dienstsitze fallen bei Klima-Check durch

07.10.2020 - 12:37:19

Verheerendes Klimaschutz-Versagen: Die meisten Minister-Dienstsitze fallen bei Klima-Check durch. Berlin - - Deutsche Umwelthilfe ?berpr?ft Dienstsitze auf Bundesebene, im Saarland und in Baden-W?rttemberg - 12 von 15 Bundesministerien verfehlen Ziel und erhalten gelbe oder rote Karte - Saarland und Baden-W?rttemberg: Aktuelle Geb?udepolitik reicht nicht, um Klimaziele zu erreichen - Die ...

Berlin -

- Deutsche Umwelthilfe ?berpr?ft Dienstsitze auf Bundesebene, im Saarland und in Baden-W?rttemberg - 12 von 15 Bundesministerien verfehlen Ziel und erhalten gelbe oder rote Karte - Saarland und Baden-W?rttemberg: Aktuelle Geb?udepolitik reicht nicht, um Klimaziele zu erreichen - Die DUH fordert, dass Bundes- und Landesregierungen bis Mitte n?chsten Jahres konkrete Sanierungsfahrpl?ne und Bedarfs-Energieausweise ver?ffentlichen - Klima-Geb?ude-Check von DUH und FragDenStaat ruft alle B?rgerinnen und B?rger auf, f?r Transparenz und Klimaschutz die Energieausweise ?ffentlicher Geb?uden anzufragen

Zahlreiche Politikerinnen und Politiker auf Bundes- und Landesebene versagen beim Klimaschutz ihrer Dienstsitze. Das belegt der Klima-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Nur 3 von 15 Bundesministerinnen und -minister sind demnach beim Klimaschutz ihrer Geb?ude auf einem guten Weg. In Baden-W?rttemberg und dem Saarland fallen alle Dienstsitze der Landesministerinnen und -minister durch. In ihren eigenen Amtssitzen verfehlen die Politiker damit die Einhaltung konkreter Klimaziele und ihre gesetzlich verankerte Vorbildfunktion. Dass auch in absehbarer Zeit keine energetische Sanierung der ?ffentlichen Liegenschaften geplant ist, zeigt das daf?r fehlende Budget im aktuellen Haushaltsplan. Und das, obwohl die Politik gleichzeitig die privaten Eigent?mer immer wieder eindringlich auffordert, energetisch zu sanieren. Auch daf?r stellt die Bundesregierung keine ausreichenden F?rdermittel zur Verf?gung. Eine Erhebung vom Deutschen Mieterbund zeigt, dass bis zu 25 Milliarden Euro j?hrlich notwendig sind, um die Klimaziele im Geb?udebereich erreichen zu k?nnen. Lediglich 6 Milliarden Euro sind im Haushalt daf?r eingestellt.

Hinzu kommt: Weder die Beh?rden noch die Bev?lkerung wissen derzeit umfassend, wie der energetische Zustand der ?ffentlichen Geb?ude ?berhaupt ist. Es gibt weder auf Bundes- noch Landes- oder kommunaler Ebene eine offizielle Erfassung. DUH und FragDenStaat haben deshalb jetzt den Klima-Geb?ude-Check f?r alle ?ffentlichen Geb?ude in Deutschland gestartet - von der Schule bis zum Rathaus. Mit Unterst?tzung der B?rger soll Licht ins Dunkel gebracht werden. Denn ohne energieeffiziente Geb?ude sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Fast 30 Prozent von Deutschlands CO2-Emissionen entfallen auf den Geb?udebereich.

Dazu Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch?ftsf?hrerin der DUH: "Unser Klima-Check offenbart, dass sich die Bundesregierung und die Landesregierungen weitgehend im Blindflug befinden, wenn es um die energetische Qualit?t ihrer Liegenschaften geht. Das ist verantwortungslos und muss schnellstm?glich behoben werden indem f?r alle ?ffentlichen Geb?ude Bedarfsenergieausweise angefertigt und ver?ffentlicht werden. Unsere Stichproben zeigen den verheerenden Zustand der Geb?ude. Wenn die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen den Klimaschutz wirklich ernst nehmen, m?ssen bis sp?testens Mitte 2021 Sanierungsfahrpl?ne mit einem konkreten Zeitplan vorgelegt werden. Wir werden in den kommenden Wochen bei weiteren Landesministerien und ?ffentlichen Geb?uden nachfragen und pr?fen, wie ernst es die Politiker mit dem Klimaschutz an ihren eigenen Arbeitspl?tzen meinen."

Auf Bundesebene fallen 12 von 15 Dienstsitze beim Klima-Check der DUH durch. Nur die Geb?ude der Ministerinnen Karliczek, Schulze und Kl?ckner haben einen Prim?renergiebedarf, der mit den Klimazielen vereinbar ist. Im vergangenen Jahr z?hlte noch das Ausw?rtige Amt zu dieser Gruppe, in diesem Jahr wurde der abgelaufene Bedarfsausweis lediglich durch einen Verbrauchsausweis ersetzt, sodass nun keine sinnvolle Aussage zum energetischen Zustand des Geb?udes getroffen werden kann.

Denn Verbrauchsausweise basieren nur auf alten Verbrauchsdaten und lassen keinen Vergleich mit anderen Geb?uden zu, weshalb alle Ministerien, die nur einen Verbrauchsausweis vorgelegt haben, eine rote Karte erhalten. Das sind zahlreiche H?user, die noch im vergangenen Jahr einen g?ltigen Bedarfsausweis vorgelegt hatten. Die DUH fordert, nur Bedarfsausweise als Energieausweis zuzulassen. Sie geben den energetischen Standard eines Geb?udes vergleichbar und aussagekr?ftig an.

In den Bundesl?ndern zeigt sich ein ersch?tterndes Bild: In Baden-W?rttemberg erhalten gerade einmal 2 von 11 Ministerien gelbe Karten, sodass sie mit bis zu 140 kWh/m? im Jahr dringenden Sanierungsbedarf haben. Alle anderen Ministerien erhalten rote Karten. Sie sind entweder Klimakiller, besitzen lediglich Verbrauchsausweise oder ?berhaupt keinen Energieausweis. Zudem geht aus den erhaltenen Ausweisen hervor, dass die Landesregierung ihre eigenen Ziele nicht erf?llen kann, da in keinem der Ministerien erneuerbare Energien erzeugt werden, obwohl dies als Vorbildfunktion von Landesbauten im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Stattdessen offenbart sich Unt?tigkeit, da unsere Anfrage erst nach gut drei Monaten, statt der gesetzlich erlaubten vier Wochen beantwortet wurde. Im Saarland ist die Situation nicht besser. Die Ergebnisse zeigen, dass sich offensichtlich niemand um die Erf?llung der Vorbildfunktion von landeseigenen Bauten k?mmert: Alle acht Ministerien erhalten rote Karten, da kein einziges einen Bedarfs-Energieausweis vorlegen konnte, sodass eine aussagekr?ftige energetische Bewertung unm?glich ist.

"Bund und L?nder haben ein Transparenzproblem beim Klimaschutz ihrer Geb?ude. Selbst auf Nachfrage legen zahlreiche Beh?rden lediglich Verbrauchsausweise vor, die keine vergleichbare Aussage ?ber die energetische Qualit?t eines Geb?udes zulassen. Das demonstriert entweder Unwissenheit oder Desinteresse am Klimaschutz. Wir fordern alle Kommunen, L?nder und den Bund auf, f?r ihre Geb?ude die Bedarfsausweise ?ffentlich zu machen. Um den Beh?rden auf die Spr?nge zu helfen, rufen wir alle B?rgerinnen und B?rger auf, am Klima-Geb?ude-Check von FragDenStaat und der Deutschen Umwelthilfe teilzunehmen" , so Arne Semsrott, Projektleiter bei FragDenStaat.

Deshalb sind nun alle Menschen in Deutschland aufgefordert mitzumachen und so mitzuhelfen. ?ber http://www.fragdenstaat.de/kampagnen/klimacheck/ kann jeder die Energieausweise von Rath?usern, Schwimmb?dern, Schulen & Co. mit nur wenigen Klicks erfragen. Die Beh?rden m?ssen innerhalb von vier Wochen antworten.

Links:

- Zur Aktionsseite von DUH und FragDenStaat: http://www.fragdenstaat.de/kampagnen/klimacheck/ - Zu den Ergebnissen des DUH Klima-Checks der Ministerien von Bund, Baden-W?rttemberg und dem Saarland: http://l.duh.de/p201007

Pressekontakt:

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch?ftsf?hrerin DUH 0170 7686923, metz@duh.de

Arne Semsrott, Projektleiter FragDenStaat 030 57703666 1, arne.semsrott@okfn.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4727165 Deutsche Umwelthilfe e.V.

@ presseportal.de