Preise, Verbraucher

Verbraucher müssen an der Tankstelle und für Heizöl tiefer ins Portemonnaie greifen als vor einem Jahr.

14.06.2018 - 17:53:25

Benzin und Lebensmittel teurer - Inflation wieder auf über zwei Prozent gestiegen. Das heizt die Teuerung insgesamt an. Auch das frühe Pfingstfest schlägt zu Buche.

Wiesbaden - Gestiegene Sprit- und Heizölpreise haben die Inflation in Deutschland im Mai auf den höchsten Stand seit Februar 2017 getrieben.

Die Teuerungsrate lag um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Auch teurere Lebensmittel und Pauschalreisen trugen zu dem Anstieg bei. Eine Rate von 2,2 Prozent hatte es zuletzt im Februar 2017 gegeben.

Besonders tief in die Tasche greifen mussten Verbraucher im Mai im Vergleich zum Vorjahr für leichtes Heizöl (plus 24,3 Prozent) und Sprit (plus 8,2 Prozent). Energie insgesamt verteuerte sich um 5,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai bei 1,8 Prozent gelegen.

Lebensmittel wurden 3,5 Prozent teurer. Deutlich mehr als im Vorjahresmonat kostete insbesondere Butter (plus 32,3 Prozent), Obst wurde 8,1 Prozent teurer. Auch Pauschalreisen trugen zu dem Anstieg der Gesamtinflation bei, weil Pfingsten 2018 im Mai und nicht - wie im Vorjahr - erst im Juni lag.

Volkswirte gehen auch angesichts solcher Sondereffekte nicht davon aus, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise in dem Tempo fortsetzt. Im März und April 2018 hatte die jährliche Teuerungsrate jeweils 1,6 Prozent betragen, im Februar waren es 1,4 Prozent. Eine 2 vor dem Komma hatte es zuletzt im April 2017 mit 2,0 Prozent gegeben.

Für den Euroraum insgesamt strebt die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig eine Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent an. Dieser Wert gilt als Garant für stabile Preise, weil er weit genug entfernt ist von der Nullmarke. Denn sind Preise dauerhaft niedrig oder sinken gar auf breiter Front, könnten das Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben - eine Wachstumsbremse.

Im Euroraum waren die Verbraucherpreise im Mai binnen Jahresfrist nach einer ersten Schätzung des Statistikamtes Eurostat um 1,9 Prozent gestiegen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Verbraucherschützer zweifeln - Strompreise steigen - Versorger geben höhere Kosten weiter. Doch diese Phase ist vorbei. Zum Jahreswechsel haben viele Versorger Erhöhungen angekündigt. Verbraucherschützer kritisieren die Begründung. Für die Haushalte herrschte beim Strompreis zuletzt Ruhe. (Wirtschaft, 17.11.2018 - 09:31) weiterlesen...

Strompreise steigen - Versorger verweisen auf höhere Kosten. Um durchschnittlich 4 bis 5 Prozent steigen die Preise zahlreicher Anbieter in der Grundversorgung. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zahlt dann nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox rund 55 Euro mehr im Jahr. In diesem Jahr war der durchschnittliche Strompreis nach Zahlen der Bundesnetzagentur weitgehend stabil. Essen - Für viele Haushalte in Deutschland wird der Strom im neuen Jahr deutlich teurer. (Politik, 17.11.2018 - 06:08) weiterlesen...

Rabatte zum Weihnachtsgeschäft - Black Friday, Cyber Monday & Co.: Die Schnäppchentage kommen. Für den Handel ist das nicht ungefährlich. Neue Aktionstage verändern den Handel: Rabatte gibt es nicht mehr erst am Ende des Weihnachtsgeschäfts, sondern schon ganz am Anfang. (Wirtschaft, 16.11.2018 - 09:03) weiterlesen...

Klage gegen Germanwings - Flugpreise dürfen nicht in jeder Währung angegeben werden. Aber in welcher müssen Preise für Flüge innerhalb der Gemeinschaft nun angegeben werden, die nicht in Euro ausgezeichnet sind? Das EuGH hat entschieden. Tschechische Krone, polnischer Zloty oder britisches Pfund - außer dem Euro gibt es in der EU neun Währungen. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 10:50) weiterlesen...

Klage gegen Germanwings - EuGH urteilt über Währung bei der Angabe von Flugpreisen Luxemburg - Der Europäische Gerichtshof urteilt heute darüber, in welcher Währung Preise für Flugverbindungen innerhalb der EU angegeben werden müssen - wenn sie nicht in Euro ausgezeichnet sind. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 05:48) weiterlesen...

Teuerung bei 2,5 Prozent - Energiepreise treiben Inflation auf Zehnjahreshoch. Das bekommen Verbraucher beim Tanken und Heizöl-Kauf zu spüren. Für Reisen müssen Urlauber im Herbstferienmonat Oktober ebenfalls tiefer in den Geldbeutel greifen. Energie ist deutlich teurer geworden. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 12:44) weiterlesen...