USA, Deutschland

USA verschärfen Handelskonflikt mit China: Neue Zölle angekündigt

11.07.2018 - 18:19:24

stand kurz vor Handelsschluss mit 1,71 Prozent im Minus. Japans Nikkei 225 schloss 1,19 Prozent tiefer bei 21 932,21 Punkten.

Am Freitag hatten die USA bereits Strafzölle von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden Dollar erhoben. Peking reagierte mit ähnlichen Strafzöllen auf US-Importe. Abgaben auf weitere Importe aus China in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar sind noch in der Warteschleife und sollen in zwei Wochen folgen. Trump hat Peking sogar damit gedroht, auf alle chinesischen Importe im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar zusätzliche Zölle zu erheben.

Von den jetzt angekündigten neuen US-Zöllen auf Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar wären Lebensmittel, aber auch Chemikalien, Textilien, Metalle, elektronische Geräte und andere Waren aus China betroffen - die Liste der Waren umfasst 196 Seiten. Lighthizer teilte am Dienstagabend Ortszeit mit, Grund für die möglichen neuen Zölle seien die chinesischen Vergeltungsmaßnahmen und die Weigerung der Regierung in Peking, ihre Vorgehensweise zu ändern.

Die USA zielen mit ihren bisherigen Strafzöllen vor allem auf technologische Produkte, weil sie China den Diebstahl geistigen Eigentums und erzwungenen Technologietransfer vorwerfen. Als Vergeltung erhebt China Sonderabgaben auf Autos, aber auch landwirtschaftliche US-Erzeugnisse wie Sojabohnen, Fisch, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. Es zielt damit vor allem auf die Wählerschaft Trumps im ländlichen Raum.

Neue Zölle auf Importe von 200 Milliarden US-Dollar werden den Konflikt zwangsläufig auf andere Bereiche der Wirtschaftskooperation ausweiten, weil die Ausfuhren der USA mit 130 Milliarden US-Dollar zu gering sind für ähnliche Zollmaßnahmen Chinas. Außenamtssprecherin Hua Chunying warf den USA "Handelsschikane" vor. "Das ist eine Schlacht zwischen Unilateralismus und Multilateralismus, Protektionismus und freiem Handel, Machtpolitik und Recht."

Wegen des hohen Defizits der USA von mehr als 800 Milliarden US-Dollar im Außenhandel zieht Trump an mehreren Fronten zu Felde. Er belegte auch die Nachbarn Kanada und Mexiko sowie Verbündete wie die Europäische Union mit Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium mit der Begründung, er wolle die nationale Sicherheit der USA garantieren.

Trump reiste am Dienstag nach Brüssel, wo er an dem Mittwoch beginnenden Nato-Gipfel teilnehmen will. Vor dem Spitzentreffen kritisierte er erneut die EU. "Die Europäische Union macht es unseren Landwirten und Arbeitern und Firmen unmöglich, in Europa Geschäfte zu machen", schrieb er auf Twitter. Er verwies auf das US-Handelsdefizit mit der EU, das nach seinen Angaben bei 151 Milliarden Dollar liegt. "Und dann wollen sie, dass wir sie fröhlich durch die Nato verteidigen und schön dafür bezahlen. Funktioniert einfach nicht!"/cy/lw/dm/DP/nas

@ dpa.de

Weitere Meldungen

KORREKTUR: Nutzerzuwachs bei Netflix übertrifft Prognosen. (Im zweiten Absatz, dritter Satz wurde eine Umsatzzahl korrigiert: "...jeweils rund zwei Milliarden rpt Milliarden (statt: Millionen)) KORREKTUR: Nutzerzuwachs bei Netflix übertrifft Prognosen (Boerse, 17.10.2018 - 05:33) weiterlesen...

'Meine größte Bedrohung' - Trump schießt erneut gegen US-Notenbank. "Meine größte Bedrohung ist die Fed", sagte Trump am Dienstag dem Sender Fox Business. Die Notenbank erhöhe die Zinsen zu schnell und sei "zu unabhängig", klagte er in dem Interview. Trump kritisiert die Fed schon seit Monaten, weil ihm die geldpolitische Straffung zu schnell geht und er fürchtet, dass die höheren Leitzinsen die US-Wirtschaft abwürgen. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump macht weiter Stimmung gegen die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). (Wirtschaft, 16.10.2018 - 23:31) weiterlesen...

IBM enttäuscht mit Umsatzrückgang - Aktie nachbörslich unter Druck. In den drei Monaten bis Ende September gingen die Erlöse im Jahresvergleich um rund zwei Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar (15,6 Mrd Euro) zurück, wie der IT-Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Experten hatten mit einem höheren Umsatz gerechnet. Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent fallen. Der Quartalsgewinn sank um ein Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, fiel damit aber etwas besser als erwartet aus. ARMONK - Ein schwaches Server-Geschäft und ungünstige Wechselkurse haben den Aufschwung beim Computer-Urgestein IBM im Sommerquartal vorerst wieder beendet. (Boerse, 16.10.2018 - 23:05) weiterlesen...

United Continental erfreut Anleger mit gestiegenem Optimismus. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde bei 8,00 bis 8,75 Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor war UAL von 7,25 bis 8,75 US-Dollar ausgegangen. Anleger zeigten sich begeistert, der Aktienkurs legte in einer ersten Reaktion um bis zu 5 Prozent zu. CHICAGO - Die US-Fluggesellschaft United Continental (UAL) blickt trotz kräftig gestiegener Treibstoffkosten noch positiver auf das Gesamtjahr. (Boerse, 16.10.2018 - 23:03) weiterlesen...

WDH: Nutzerzuwachs bei Netflix übertrifft Prognosen (Wochentag im dritten Satz korrigiert: Dienstag.) (Boerse, 16.10.2018 - 23:00) weiterlesen...

USA setzen offiziell Ziel eines Handelsabkommens mit der EU. Dies gelte ebenso für entsprechende Abkommen mit Japan und mit Großbritannien, teilte das Büro Lighthizers am Dienstag mit. WASHINGTON - Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hat den US-Kongress offiziell über die Absicht der Regierung unterrichtet, ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union auszuhandeln. (Wirtschaft, 16.10.2018 - 22:52) weiterlesen...