HANG SENG, HK0000004322

USA verschärfen Handelskonflikt mit China: Neue Zölle angekündigt

11.07.2018 - 17:08:39

WASHINGTON/PEKING - US-Präsident Donald Trump setzt auf eine weitere Eskalation des Handelskonflikts mit China. In seinem Auftrag legte der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer eine Liste mit weiteren Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vor, die mit Strafzöllen von zehn Prozent belegt werden können. Nach Anhörungen können die Zölle Ende August in Kraft treten. Damit wäre die Hälfte aller Einfuhren aus China von Sonderabgaben betroffen.

ROUNDUP 2/Merkel vs. Trump: Streit auf offener Bühne beim Nato-Gipfel

BRÜSSEL - Beim Nato-Gipfel sind die USA und Deutschland am Mittwoch frontal aneinandergeraten. US-Präsident Donald Trump griff die Bundesregierung wegen zu niedriger Verteidigungsausgaben und milliardenschwerer Gasimporte aus Russland über die Pipeline Nord Stream 2 scharf an - was sich Kanzlerin Angela Merkel strikt verbat.

Trotz Nafta-Risiken: Kanadas Notenbank hebt Leitzins an

OTTAWA - Die kanadische Notenbank hat trotz der schwierigen Beziehungen Kanadas zum wichtigsten Handelspartner USA ihre Geldpolitik abermals gestrafft. Der Leitzins werde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,50 Prozent angehoben, teilte die Bank of Canada am Mittwoch in Ottawa mit. An den Finanzmärkten war mit dieser Entscheidung gerechnet worden. Zudem stellten die Währungshüter weitere Erhöhungen in Aussicht.

Libyen will Ölexporte nach Kämpfen wieder aufnehmen

TRIPOLIS - Libyen will seine Ölexporte über die Häfen im Osten wieder aufnehmen, nachdem der Export im vergangenen Monat aufgrund heftiger Kämpfe gestoppt worden war. Das staatliche Ölunternehmen NOC hat am Mittwoch nach eigenen Angaben die Häfen in Ras Lanuf, Al-Sidr, Suwitina und Al-Hariga übernommen. Die Produktion und der Export würden wieder auf normales Niveau hochgefahren.

US-Demokraten: Verhalten von Trump bei Nato-Gipfel ist 'peinlich'

WASHINGTON - Die oppositionellen US-Demokraten haben das Verhalten von Präsident Donald Trump auf dem Nato-Gipfel gegenüber Deutschland als "peinlich" bezeichnet. "Sein Verhalten heute Morgen ist ein weiteres sehr verstörendes Signal, dass der Präsident loyaler zu Präsident (Wladimir) Putin ist, als zu unseren Nato-Verbündeten", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Oppositionsführer in Repräsentantenhaus und US-Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, vom Mittwoch.

USA greifen China und die WTO scharf an

GENF - Mit einem Rundumschlag gegen China und die Welthandelsorganisation (WTO) haben die USA in Genf ihrem Ärger über das Welthandelssystem Luft gemacht. US-Botschafter Dennis Shea warf China vor, seinen Aufstieg als Handelsmacht auf Kosten der Handelspartner umzusetzen. Er prangerte "massive Staatssubventionen" und mangelnde Rechtsstaatlichkeit an. Shea sprach am Mittwoch bei einer Überprüfung der chinesischen Handelspraktiken.

Industrieverbände fordern mehr Tempo bei Südamerika-Abkommen

BERLIN - Die Industrieverbände in Deutschland und Brasilien fordern von der Politik mehr Tempo bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südamerika. Eine bessere Zusammenarbeit sei auch angesichts der derzeitigen "Turbulenzen" im Welthandel wichtig, heißt es in einem gemeinsamen Appell des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des brasilianischen Industrieverbands CNI sowie des Lateinamerika-Auschusses der deutschen Wirtschaft. Das Schreiben an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen müssten schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Trump trifft Merkel nach Brandrede gegen Deutschland

BRÜSSEL - Nach seinen scharfen Attacken gegen Deutschland wird US-Präsident Donald Trump am Mittwoch beim Nato-Gipfels Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem bilateralen Gespräch treffen. Es werde am Nachmittag (15.15 Uhr) vor einem weiteren Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron (16.00 Uhr) stattfinden, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders in Brüssel.

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