Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, USA

USA und Russland verhandeln in Wien über atomare Abrüstung

22.06.2020 - 15:45:24

USA und Russland verhandeln in Wien über atomare Abrüstung. WIEN - Russland und die USA haben mit Gesprächen zur Rettung ihres letzten großen atomaren Abrüstungsabkommens begonnen. Unterhändler beider Länder trafen sich dazu am Montag in Wien. Große Hoffnungen auf eine Einigung gab es aber nicht. Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, schrieb auf Twitter, die Verhandlungen hätten ohne China begonnen. Washington möchte Peking in einen neuen Abrüstungsvertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen einbeziehen. Das bisherige Abkommen "New Start" läuft in acht Monaten am 5. Februar 2021 aus.

Wird der Vertrag nicht verlängert oder ein neues Abkommen geschlossen, gäbe es erstmals seit Jahrzehnten keinen Vertrag mehr, der dem Lagerbestand an strategischen Kernwaffen Grenzen setzt. Von russischer Seite ist Vize-Außenminister Sergej Rjabkow nach Österreich gereist. Aus russischen Diplomatenkreisen hieß es, er könnte schon am Montagabend wieder zurück nach Moskau fliegen. Rjabkow hatte zuletzt wegen der Kürze der verbleibenden Zeit bis zum Auslaufen des Vertrags kaum Hoffnungen auf Erfolg gemacht.

Die amerikanische Seite will voraussichtlich an diesem Dienstag eine erste Bilanz ziehen. Im Vorfeld der Gespräche wurde kein Zeitrahmen öffentlich gemacht. Russland hatte wegen der US-Präsidentenwahl Anfang November auf einen raschen Verhandlungsbeginn gedrungen.

Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Erst im vergangenen Sommer war ein anderes wichtiges Abrüstungsabkommen beider Länder aufgekündigt worden: der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenwaffen.

Aus Sicht der US-Regierung wird der New-Start-Vertrag den Herausforderungen der Zukunft nicht mehr gerecht. Sie will deshalb China mit in ein multilaterales Abkommen einbeziehen. Peking lehnte das aber ab. Billingslea veröffentlichte bei Twitter ein Foto, das den Verhandlungsraum in Wien zeigen sollte - mit freien Plätzen mit vier kleinen chinesischen Fahnen für die Delegation aus Peking.

Die Politik in Deutschland mahnte eine Einigung bei den Verhandlungen an. "Deutschland und die Nato-Partner sollten gegenüber Washington mit Nachdruck die Erwartung deutlich machen, dass die Absage Chinas der Trump-Administration nicht als Ausrede für den Ausstieg aus den New-Start-Verhandlungen dienen darf", sagte der FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff in Berlin. Die Linke-Außenexpertin Sevim Dagdelen meinte, eine Verlängerung des Vertrags sei zentral für die Sicherheit Deutschlands und Europas.

Die USA hatten zuletzt den Ausstieg aus dem Abkommen über militärische Beobachtungsflüge ("Open Skies") angekündigt, weil Russland sich an das Abkommen nicht halte. Moskau wies das zurück.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Biden will US-Mittelschicht stärken - 700-Milliarden-Plan. "Wir müssen Arbeit genauso belohnen, wie wir Wohlstand belohnt haben", sagte Biden am Donnerstag bei einer Rede in Dunmore (Pennsylvania) zu seinen Plänen für die Wirtschaft. Er bekräftigte seine Unterstützung für eine Verdopplung des Mindestlohns auf 15 US-Dollar pro Stunde sowie einen besonderen Fokus auf systematisch benachteiligte Gesellschaftsschichten wie zum Beispiel Afroamerikaner. DUNMORE - Der designierte demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Bedeutung der Mittelschicht für die amerikanische Wirtschaft betont. (Wirtschaft, 09.07.2020 - 23:29) weiterlesen...

Merkel trifft Rutte - Ruf nach Reformen in der Corona-Krise. Hilfen, die nicht mit Reformen und einer Ausrichtung auf die Zukunft verbunden seien, würden letztlich nichts helfen, sagte die Kanzlerin am Donnerstagabend in Berlin zum Auftakt eines Treffens mit dem niederländischen Premier Mark Rutte, von dem Impulse für das weitere Vorgehen bei den umstrittenen geplanten EU-Wiederaufbaufonds erwartet wurden. "Die Welt schläft nicht. Und nach dieser Krise werden mit Sicherheit die Karten neu gemischt", warnte Merkel. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Europäer zu einem mutigen Reformkurs aufgerufen, um gestärkt aus der Corona-Krise zu kommen. (Wirtschaft, 09.07.2020 - 20:05) weiterlesen...

Druck der Wirtschaft: Brasilien will Abholzung von Regenwald bremsen. Mit Polizeieinsätzen gegen illegale Holzfäller, mehr Regulierung und zusätzliche Mittel für den Umweltschutz solle die Abholzung "Stück für Stück auf ein akzeptables Maß" gesenkt werden, sagte Vizepräsident Hamilton Mourao am Donnerstag nach einer Videokonferenz mit europäischen Investoren. Umweltminister Ricardo Salles kündigte laut dem Nachrichtenportal G1 an, Brandrodungen im Amazonasgebiet für 120 Tage zu verbieten. BRASÍLIA - Angesichts des steigenden Drucks aus dem Wirtschaftssektor will die brasilianische Regierung die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bremsen. (Wirtschaft, 09.07.2020 - 19:18) weiterlesen...

Österreich plant Corona-Ampel-Warnsystem. In vier Farben von grün bis rot soll darin die Infektionslage auf Ebene der Bezirke (entsprechend etwa der Kreisebene in Deutschland) eingestuft werden. Neben den Ansteckungszahlen sollen auch die Nachverfolgbarkeit der Fälle, die Testzahlen und die örtlichen Kapazitäten der Krankenhäuser eine Rolle spielen, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen, das trotzdem regionalen Handlungsspielraum zulasse. "Wir wollen uns österreichweite Maßnahmen so lange wie möglich ersparen", so Kurz. WIEN - Österreich will ein landesweites Corona-Ampelsystem einführen. (Wirtschaft, 09.07.2020 - 18:51) weiterlesen...

KORREKTUR/Deutsche Bank: Werden Gerichtsanordnung zu Trump-Finanzen befolgen. Der Leadsatz wurde entsprechend geändert und ein 2. (Berichtigung: In der Meldung wurde deutlich gemacht, dass einer der beiden vor dem Supreme Court verhandelten Fälle die Deutsche Bank berührt. (Boerse, 09.07.2020 - 18:50) weiterlesen...

Tiefensee: Perspektive für Erfurter Generatorenwerk von Siemens. Die jetzt beschlossenen Strukturveränderungen seien die Voraussetzung dafür gewesen, dass das Erfurter Generatorenwerk im Siemens-Verbund verbleibe, erklärte Tiefensee am Donnerstag in Erfurt. Der früher einmal geplante Verkauf des Standorts mit rund 500 Beschäftigten sei damit endgültig vom Tisch. MÜNCHEN/ERFURT - Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht mit der Ausgliederung der Siemens -Energiesparte das Erfurter Generatorenwerk gesichert. (Boerse, 09.07.2020 - 18:22) weiterlesen...