Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Spanien

UN: Deutlicher Geburtenrückgang in Europa und USA wegen Covid-19

09.07.2021 - 06:00:05

UN: Deutlicher Geburtenrückgang in Europa und USA wegen Covid-19. NEW YORK - Die Zahl der Neugeborenen in Europa und den USA ist nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen aufgrund der Corona- Pandemie teilweise deutlich zurückgegangen. "Veränderungen der menschlichen Geburtenrate sind bei neun Monaten Schwangerschaft kurzfristig nie offensichtlich, aber mit Fortdauer der Pandemie wird der Rückgang der Geburtenraten immer deutlicher", heißt es in einer Studie des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Der UNFPA will die Untersuchung am Weltbevölkerungstag am 11. Juli veröffentlichen.

Die Daten aus 19 europäischen Ländern und den USA zeigen seit Oktober 2020 "starke Geburtenrückgänge" gegenüber den Vorjahresmonaten. Allein in den 15 untersuchten Ländern der EU ging die Zahl der Babys im Oktober um 3, im November um 5 und im Dezember 2020 um 8,1 Prozent zurück. Rachel Snow, führende Populationsexpertin des UNFPA, erklärt: "Die meisten Menschen würden in unsicheren Zeiten lieber weniger Kinder haben - und die Frage ist, ob sie die Mittel dazu haben". Diese Voraussetzung sei in Europa sicherlich gegeben.

Spanien verzeichnete dabei einen Rückgang um 20 Prozent im Januar, Frankreich um 13,5 Prozent. Doch die Unterschiede in Europa sind deutlich: UNFPA zufolge sahen Dänemark, Finnland, die Niederlande und Norwegen keine größeren Schwankungen. Für Expertin Snow sind die Faktoren für Geburtenrückgänge allerdings zu zahlreich, um die innereuropäischen Unterschiede zu erklären - für definitive Rückschlüsse sei es noch zu früh.

Sie betonte jedoch, dass gerade die skandinavischen Länder generell stabiler seien, "während auf der anderen Seite Portugal, Spanien und Italien Länder sind, die bereits vor der Pandemie eine rückläufige Geburtenrate verzeichnet hatten." Für Deutschland führt die UNFPA-Studie keine gesonderten Daten auf.

Auch in den USA ist der Einfluss der Pandemie dem Bericht zufolge deutlich. Im Bundesstaat Kalifornien wurden demnach im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat 10,5 Prozent weniger Babys geboren - in Florida waren es 7,2. Zudem hätten Umfragen in den Vereinigten Staaten nahegelegt, dass Paare Schwangerschaftspläne absichtlich auf Eis legten und weniger Sex hatten. Auch Internet-Suchanfragen zu schwangerschaftsbezogenen Themen seien zurückgegangen.

Auf der anderen Seite gibt es in einigen schlechter entwickelten Ländern dem Bericht nach Anzeichen für eine gegenläufige Entwicklung. Dort seien die Menschen laut Snow auch wegen schlechteren Zugangs zu Verhütungsmitteln und sexueller Aufklärung weniger gut in der Lage, die Anzahl der Geburten zu reduzieren, wenn sie wollten. "Das sehen wir jetzt in Bangladesch und wir haben in Malawi eine Zunahme der Teenager-Schwangerschaften beobachtet, ähnliche Hinweise gibt es aus Mexiko."

Die UN-Bevölkerungsagentur weist generell darauf hin, dass viele Krisen in der Menschheitsgeschichte zu einem zeitweisen Rückgang der Geburten in den betroffenen Regionen geführt hätten und es danach oft zu einer Erholung gekommen sei. Zwar sei jede Krise anders, betont Snow, doch gebe es auch wegen Corona diesbezüglich keinen Grund zur Sorge: "Verfallt nicht in Panik, dass die Welt wegen Covid plötzlich menschenleer sein wird und die Geburtenrate sinkt. Es kann eine Weile nach unten gehen, aber es kann sich auch schnell erholen." Wichtig sei vielmehr, dass alle Menschen Kontrolle darüber haben könnten, Kinder zu kriegen oder nicht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH: Bahn stellt Pläne für neues Bahnwerk in Cottbus vor (Angabe zu Baubeginn 2. Absatz präzisiert.) (Boerse, 27.07.2021 - 07:53) weiterlesen...

Spanien und die Niederlande sind nun Corona-Hochinzidenzgebiete. Damit gelten bei der Einreise von dort nach Deutschland zusätzliche Auflagen, wie das Robert Koch-Institut mitgeteilt hatte. Mit der Entscheidung reagierte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. BERLIN - Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 06:34) weiterlesen...

Schauplatz politischer Kämpfe - Gremium zur Kapitol-Attacke startet. WASHINGTON - Überschattet von heftigen Streitereien zwischen Republikanern und Demokraten nimmt der Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Attacke auf das US-Kapitol vom 6. Januar seine Arbeit auf. Bei der ersten Anhörung am Dienstag sollen nun unter anderem Vertreter der Polizei und des Kapitols in der Hauptstadt Washington angehört werden. Zuvor war die Auseinandersetzung rund um das Gremium zwischen der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und dem obersten Republikaner in der Kongresskammer, Kevin McCarthy, eskaliert. Schauplatz politischer Kämpfe - Gremium zur Kapitol-Attacke startet (Wirtschaft, 27.07.2021 - 06:33) weiterlesen...

China baut neue Silos für Atomraketen - Sorge über Aufrüstung. Nach der Entdeckung eines Geländes mit im Bau befindlichen Raketensilos bei Yumen in der Provinz Gansu im Juni haben Atomexperten der Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler (FAS) mit Hilfe von Satellitenaufnahmen nahe Hami in der Nordwestregion Xinjiang ein zweites Feld ausfindig gemacht. "Der Bau der Silos in Yumen und Hami stellt die bisher bedeutendste Expansion des chinesischen Atomwaffenarsenals dar", schrieben die Atomexperten in ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht. PEKING - China hat eine möglicherweise deutliche Ausweitung seiner Atomstreitmacht begonnen. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 06:33) weiterlesen...

RKI registriert 1545 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,5. BERLIN - Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 14,5 - am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9. RKI registriert 1545 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,5 (Wirtschaft, 27.07.2021 - 06:00) weiterlesen...

Briten vor Klimakonferenz: Erhebliche Differenzen bleiben. "Es gibt immer noch erhebliche Differenzen, die bestehen bleiben", sagte Sharma am Montag nach einem zweitägigen Vorbereitungstreffen mit Vertretern aus Dutzenden Ländern in London. "Wir sind enger zusammengerückt. Dennoch sind wir bei diesen lebenswichtigen Fragen noch nicht nah genug beinander." Vor der COP26 in der schottischen Großstadt gebe es noch viel zu tun. LONDON - Keine 100 Tage vor der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow ist nach Worten des designierten Präsidenten Alok Sharma der Weg zu einer Einigung noch weit. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 05:58) weiterlesen...