Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

(überflüssiger Buchstabe im Wort "das" im zweiten Absatz entfernt)

11.08.2020 - 15:24:30

WDH/Virologe zu russischem Corona-Impfstoff: Daten für Beurteilung fehlen

BERLIN - Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat sich angesichts der Zulassung eines ersten Impfstoffes gegen das Corona-Virus in Russland skeptisch gezeigt. "Ich sehe die Zulassung sehr, sehr zurückhaltend. Es gibt bislang keine publizierten Daten zu dem Impfstoff - das ist schon mal eine ganz große Schwierigkeit", sagte Schmidt-Chanasit am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Bislang habe noch kein Wissenschaftler den Impfstoff unabhängig beurteilen können.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstag die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs zur breiten Verwendung gegen das Corona-Virus bekanntgegeben. Die Zulassung erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien - ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht. Erst wenige Menschen haben den Impfstoff im Rahmen einer Studie erhalten.

Weltweit geltende Standards für Studien und Testungen von Impfstoffen nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssten unbedingt eingehalten werden, mahnte Schmidt-Chansit. Etwa werden in der sogenannten Phase III größere Tests zur Wirkung am Menschen mit mehreren Tausend Probanden gemacht. "Es ist ganz wichtig, dass man auf jeden Fall einen sicheren Impfstoff einsetzt und auch weiß, wo möglicherweise Nebenwirkungen liegen", sagte der Virologe vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Sollte sich ein Impfstoff als weniger effektiv herausstellen, bestehe die Gefahr, dass es zu "gegenteiligen Effekten" komme - etwa einer Impfmüdigkeit in der Bevölkerung. Dies sei zuletzt etwa bei einem Impfstoff gegen das Dengue-Fieber auf den Philippinen der Fall gewesen. "Die Bevölkerung hatte da zu Recht kein Vertrauen mehr in den Impfstoff und sich wie Versuchskaninchen gefühlt", sagte Schmidt-Chanasit. Durch den Vertrauensverlust seien dann Impfungen insgesamt zurückgegangen - etwa gegen Polio oder Masern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Rettungsplan für skandinavische Fluglinie SAS abgesegnet. Der Rekapitalisierungsplan der SAS-Führung im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie wurde am Dienstag auf einer Hauptversammlung in Solna bei Stockholm abgesegnet, wie die Fluglinie mitteilte. Damit seien alle Bedingungen erfüllt, um den Plan in die Tat umzusetzen. STOCKHOLM - Der Rettungsplan für die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat die Zustimmung der Aktionäre erhalten. (Boerse, 22.09.2020 - 13:00) weiterlesen...

Bangladeschs Premierministerin fordert Handeln gegen Klimawandel. Ihr Land, das von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen ist, habe kürzlich wegen heftigen Monsunregens zu einem Drittel unter Wasser gestanden. Dabei hätten Menschen nicht nur ihre Häuser verloren, sondern es seien auch Zehntausende Hektar Reisfelder weggewaschen worden. "Länder, die mehr Glück haben als meines, sollten lange und gut hinschauen, was wir gerade bekämpfen", schrieb Premierministerin Sheikh Hasina in einem am Dienstag im "Guardian" veröffentlichten Artikel. "Neuste Forschung legt nahe, dass steigende Meeresspiegel Hunderte Millionen Menschen zwingen werden, bis zur Mitte des Jahrhunderts tief liegende Küstenstädte weltweit zu verlassen. DHAKA - Die Premierministerin Bangladeschs hat die Welt zum Handeln gegen den Klimawandel aufgerufen. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 12:47) weiterlesen...

Türkei bezeichnet Libyen-Sanktionen der EU als 'wertlos'. Ankara warf der EU Doppelmoral vor und bezeichnete sie als "parteiisch". Türkische "Hilfen" würden als Verstoß gewertet, während Waffenlieferungen etwa der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auf dem Luft- oder Landweg ignoriert würden, teilte das türkische Außenministerium am Dienstag mit. Die Überwachung des Waffenembargos belohne den libyschen General Chalifa Haftar und bestrafe die international anerkannte libysche Regierung, hieß es. ISTANBUL - Die Türkei hat die von der Europäischen Union (EU) beschlossenen Sanktionen gegen eine türkische Firma im Zusammenhang mit mutmaßlichen Waffenlieferungen nach Libyen als "wertlos" bezeichnet. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 12:33) weiterlesen...

EU-Ratspräsidentschaft an London: Lasst die Spielereien sein. "Liebe Freunde in London, lasst die Spielereien sein", sagte Europastaatsminister Michael Roth am Dienstag als Vertreter der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel. Die EU sei bereit, einen fairen Deal abzuschließen, die Zeit dafür laufe aber ab. Über die bisherigen Verhandlungsergebnisse sei man wirklich enttäuscht. BRÜSSEL - Die EU-Ratspräsidentschaft hat Großbritannien zu einem Kurswechsel in den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zur Europäischen Union aufgefordert. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 12:30) weiterlesen...

Normalität in Garmisch - Maßnahmen nach Corona-Ausbruch aufgehoben. Damit sollten am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilte. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag am Montag laut Gesundheitsamt bei 26 und laut Landesamt für Gesundheit bei 20,35 - die Diskrepanz war zunächst nicht zu klären. GARMISCH-PARTENKIRCHEN - Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. (Boerse, 22.09.2020 - 12:27) weiterlesen...

Paris und Berlin wollen im Bereich Gesundheit enger zusammenarbeiten. In jeder Krise stecke immer auch eine Chance - das gelte auch für die deutsch-französische Zusammenarbeit, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag während einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarier-Versammlung. Sein französischer Amtskollege Olivier Véran betonte, dass es aktuell darum gehe, im Kampf gegen die Pandemie ähnliche Maßnahmen zu treffen und auf Grundlage derselben Indikatoren zu handeln. PARIS/BERLIN - Deutschland und Frankreich wollen angesichts der Corona-Pandemie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit stärken. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 12:22) weiterlesen...