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Regierungen, USA

Trump veröffentlicht weiteres Transkript von Gespräch mit Selenskyj

15.11.2019 - 15:52:36

Trump veröffentlicht weiteres Transkript von Gespräch mit Selenskyj. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat ein weiteres Transkript eines Telefonats mit dem damals desiginierten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht. Das Gespräch fand demnach am 21. April statt, Trump befand sich an Bord der Air Force One. Im Zentrum der Ukraine-Affäre in den USA steht ein Telefonat Trumps mit seinem ukrainischen Kollegen Selenskyj am 25. Juli. Darin ermunterte Trump Selenskyj zu Ermittlungen, die seinem Rivalen Joe Biden von den US-Demokraten hätten schaden können. Unter großem innenpolitischen Druck hatte Trump ein Protokoll dieses Gesprächs im September veröffentlicht.

Das Telefonat vom Juli steht im Zentrum der Ukraine-Affäre in den USA. Unter großem innenpolitischen Druck hatte Trump im September ein Protokoll dieses Gesprächs veröffentlicht. Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus führen Untersuchungen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Trump führen könnten. Sie werfen ihm vor, seine Macht missbraucht zu haben, um die ukrainische Regierung dafür zu gewinnen, sich zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einzumischen. Trump spricht von einer "Hexenjagd".

Es besteht der Verdacht, dass Trump Militärhilfe an das Land in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar als Druckmittel einsetzte. Trump wirft Biden vor, in seiner früheren Funktion als US-Vizepräsident Anstrengungen unternommen zu haben, um seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Hunter Biden war bei einem Gaskonzern in der Ukraine beschäftigt. Joe Biden hat gute Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bei der Wahl nächstes Jahr. Trump will für die Republikaner zur Wiederwahl antreten.

In dem Telefonat vom April sagte Trump dem Protokoll zufolge: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass Sie ein fantastischer Präsident sein werden." Selenskyj nannte Trump "ein großes Vorbild" und lud ihn mehrfach dazu ein, seiner Amtseinführung beizuwohnen. Trump kündigte an, Selenskyj ins Weiße Haus einzuladen, wenn er sich in dem neuen Amt eingerichtet habe. Selenskyj sagte: "Wir nehmen die Einladung an und freuen uns auf den Besuch." Die Demokraten werfen Trump vor, auch einen Besuch Selenskyjs im Weiße Haus an die Forderung gekoppelt zu haben, gegen die Bidens zu ermitteln.

@ dpa.de

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