VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

Trump empfängt deutsche Automanager - 'Großer Schritt vorwärts'

04.12.2018 - 21:51:24

AG, Herbert Diess, nach dem Gespräch im Washington. Diess, Daimler -Chef Dieter Zetsche und BMW -Finanzvorstand Nicolas Peter sprachen jeweils getrennt mit Vertretern der US-Administration. Anschließend gab es eine gemeinsame, etwa halbstündige Runde mit Präsident Donald Trump, an der auch die Botschafterin Deutschlands in Washington, Emily Haber, teilnahm.

Diess sprach von einem "überzeugenden Investitionsprogramm", das Volkswagen in den USA vorlegen könne. "Der Präsident hat einen Punkt, wenn er uns überzeugen will, mehr zu investieren und wir sind bereit, mehr zu investieren", sagte Diess. Auch Zetsche sagte, Trump habe positiv auf die vorgelegten Konzepte von Daimler reagiert.

Diess betonte, es gehe um den Bau eines neuen Volkswagenwerkes, sowie um Kooperationen mit dem US-Autobauer Ford , mit dem gemeinsam unter anderem Pick-Ups gebaut werden sollen und dem Softwarekonzern Microsoft . "Ich glaube, es geht um viel, es stehen viele Arbeitsplätze in Frage, wenn der Präsident wirklich 25-prozentige Zölle verhängen würde", betonte Diess. Gespräche seien auch über die Angleichung deutscher und amerikanischer Standards für die Autos geführt worden, sagte Diess.

BMW teilte mit, die Münchner hätten bereits 9,3 Milliarden US-Dollar (8,2 Mrd Euro) in ihr Werk in Spartanburg (South Carolina) investiert. Bis 2021 seien Investitionen in Höhe von weiteren 600 Millionen Dollar und die Schaffung von 1000 zusätzlichen Arbeitsplätzen vorgesehen. 70 Prozent der Produktion würden exportiert - ein großer Beitrag für die US-Handelsbilanz. BMW prüfte gerade den Standort für ein zusätzliches Motorenwerk in den USA.

Der Besuch der Automanager in Washington ist in Deutschland umstritten, da für die Handelsverhandlungen mit den USA eigentlich die EU zuständig ist, nicht die Konzerne.

Der US-Präsident hatte vor dem Treffen noch einmal bei Twitter klargemacht, was er von freier Marktwirstchaft hält: "Ich bin ein Mann der Zölle." Dieser Weg werde immer der beste sein, um die wirtschaftliche Macht Amerikas zu maximieren, so Trump weiter. Auch wenn er sich dabei vor allem auf die Verhandlungen im Handelsstreit mit China bezog, war Trumps Twitter-Bekenntnis zu Zöllen zunächst nicht gerade ein Mutmacher für die Autobosse.

US-Handelsminister Wilbur Ross forderte die deutschen Autobauer im Finanzsender CNBC bereits zu mehr Produktion in den USA auf. Ziel sei es, das US-Handelsdefizit mit Deutschland bei Autos und Autoteilen zu senken, sagte Ross. Das gehe "hoffentlich mit erhöhter Produktion in den Vereinigten Staaten" einher. Wichtig sei es zudem, einen großen Teil der künftigen Elektroautoproduktion in die Staaten zu bekommen, so der Minister weiter.

Die US-Regierung hatte nach Unternehmensangaben eingeladen, um über die Handelssituation zu diskutieren. Konkret verhandelt wird demnach nichts, die Automanager wollen aber die Bedeutung der deutschen Konzerne für die US-Industrie unterstreichen.

Inwiefern das Treffen tatsächlich Bewegung in den festgefahrenen Handelsstreit zwischen Washington und Brüssel bringen kann, bleibt abzuwarten. Ein offizielles Mandat für Verhandlungen haben die Autobosse nicht, Handels- und Zollfragen der Europäischen Union liegen in der Verantwortung der EU-Kommission.

Trump, der die USA von Handelspartnern unfair behandelt sieht, droht schon seit Monaten mit Sonderzöllen auf Autos. Für die deutschen Hersteller wäre dies eine starke Belastung und ein riesiger Wettbewerbsnachteil. Nachdem die Fronten zeitweise verhärtet schienen, sicherte Trump EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Sommer zu, vorerst von Autozöllen abzusehen. Stattdessen wollte man weiter verhandeln. Seitdem tat sich jedoch nicht viel. Vergangene Woche plädierte Trump - als Reaktion auf einen massiven Stellenabbau beim größten US-Autobauer General Motors - erneut für Zölle von bis zu 25 Prozent auf Autos aus dem Ausland.

Einen Hoffnungsschimmer lieferte jedoch die jüngste Annäherung zwischen den USA und China. Die weltgrößten Volkswirtschaften hatten beim G20-Gipfel am Wochenende in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskonflikt vorerst abgewendet. Trumps Drohung, Strafzölle auf die Einfuhr europäischer Autos zu verhängen, besteht zwar unabhängig davon. Doch die Fortschritte zwischen Washington und Peking sowie die Einigung auf ein neues nordamerikanisches Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada machten auch den deutschen Automanagern Hoffnung.

Die deutsche Autobranche will am Mittwoch Auskunft über ihre Erwartungen an das kommende Jahr geben. Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, wird in Berlin neben den Problemen mit dem Dieselfahrverbot in mehreren Städten auch einen Konjunkturausblick angesichts des Handelskonflikts mit den USA geben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Stuttgart: Meteorologen erwarten Ende des Feinstaubalarms für Montag. "Am Montag haben wir wieder genug Luftaustausch", sagte Thomas Schuster, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD), am Samstagmorgen. Demnach soll es am Montag wieder etwas kühler werden und auch genug regnen, um die Luft von Schadstoffen wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid zu reinigen. Ziel des Alarms ist es, bei Wetterlagen mit wenig Luftaustausch in Stuttgart die erwartbare Schadstoffbelastung zu reduzieren. Die Entscheidung über Dauer des Alarms fällt die Landeshauptstadt selbst. STUTTGART - Der Feinstaubalarm in Stuttgart könnte in der Nacht zum Montag zu Ende gehen. (Boerse, 23.03.2019 - 11:23) weiterlesen...

Weil: Dieselgate war Tritt in das Hinterteil von VW. "Dieselgate war ein gewaltiger Tritt in das Hinterteil von VW . Jetzt ist der Konzern - mit schmerzhaften Einschnitten - ein anderes Unternehmen geworden", sagte Weil, der zugleich als Aufsichtsratsmitglied beim Wolfsburger Autobauer fungiert, der "Neuen Westfälischen" (Samstag). HANNOVER/WOLFSBURG - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will nach der Dieselaffäre einen Imagewandel beim Volkswagen -Konzern erkannt haben. (Boerse, 23.03.2019 - 07:12) weiterlesen...

Skoda-Tarifangestellte in Tschechien erhalten mehr Geld. MLADA BOLESLAV - Die tschechische Volkswagen -Tochter Skoda und die Metallgewerkschaft Kovo haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das teilten beiden Seiten am Freitag mit. Die Tarifangestellten erhalten ab 1. April monatlich umgerechnet rund 100 Euro mehr. Im Schnitt verdienten sie bisher knapp 2000 Euro. Hinzukommen Einmalzahlungen im Mai und Dezember in Höhe von umgerechnet jeweils 2500 Euro beziehungsweise 78 Euro. Die Laufzeit des neuen Vertrags liegt bei zwölf Monaten. Skoda-Tarifangestellte in Tschechien erhalten mehr Geld (Boerse, 22.03.2019 - 19:35) weiterlesen...

VW-Tochter Porsche prüft weitere Modelle auf Test-Unregelmäßigkeiten. Dies bestätigte ein Sprecher am Freitag auf Nachfrage. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, der Autobauer habe dem Kraftfahrt-Bundesamt gemeldet, dass er auch Boxster- und Cayman-Modelle aus den Jahren 2016 und 2017 untersuche. STUTTGART - Nach den Hinweisen auf möglicherweise fehlerhafte Verbrauchswerte beim 911er nimmt Porsche noch weitere Modelle genauer unter die Lupe. (Boerse, 22.03.2019 - 18:01) weiterlesen...

zweiten Dieselskandal würde VW nicht überleben. "Einer Sache bin ich mir sicher: Einen zweiten Dieselskandal würde Volkswagen nicht überleben", sagte Thompson dem Nachrichtenmagazin. Der Autogigant müsse so umgebaut werden, dass kein zweiter Skandal geschehen könne: "Der Konzern bewegt sich, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, wie viel harte Arbeit noch vor uns liegt." Er müsse beurteilen, ob Programme wie eine Hotline für anonyme Hinweisgeber funktionierten - "und nicht abrupt enden, sobald ich wieder nach Atlanta abreise". WOLFSBURG - Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen laut "Spiegel" vor weiteren Rechtsverstößen gewarnt. (Boerse, 22.03.2019 - 16:04) weiterlesen...

US-Aufseher warnt: zweiten Dieselskandal würde VW nicht überleben. "Einen zweiten Dieselskandal würde Volkswagen nicht überleben", sagte Thompson dem Nachrichtenmagazin. Der Autogigant müsse so umgebaut werden, dass kein zweiter Skandal geschehen könne: "Der Konzern bewegt sich, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, wie viel harte Arbeit noch vor uns liegt." Am Ende müsse er beurteilen, ob neue Programme wie eine Hotline für anonyme Hinweisgeber auch funktionierten - "und nicht abrupt enden, sobald ich wieder nach Atlanta abreise". WOLFSBURG - Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen laut "Spiegel" vor weiteren Rechtsverstößen gewarnt. (Boerse, 22.03.2019 - 16:02) weiterlesen...