Deutschland

Trotz des unruhigen «Hexensabbats» hat sich der deutsche Aktienmarkt positiv geschlagen.

16.12.2016 - 18:29:23

Börse in Frankfurt - Dax am «Hexensabbat» über der 11 400-Punkte-Marke. Anleger ließen sich von den schwankenden Kursen vor dem Wochenende nicht aus der Ruhe bringen.

Frankfurt/Main - Der «Hexensabbat» hat dem Dax weitere Gewinne eingebracht. Nach einer Achterbahnfahrt am frühen Nachmittag ging der deutsche Leitindex schließlich mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 11 404,01 Punkten aus dem Handel.

Seit dem Wochenbeginn hat er damit 1,8 Prozent gewonnen, seit dem Start seiner Jahresendrally Anfang Dezember insgesamt 8,5 Prozent. Im Zuge des «Hexensabbat» genannten Verfalls von Termingeschäften an der Börse Eurex war das deutsche Börsenbarometer zunächst bis auf 11 451,57 Punkte geklettert und hatte den höchsten Stand seit mehr als 16 Monaten erreicht. Inflationsdaten hingegen fanden am Freitag kaum Beachtung. Im November zog die Teuerung im Euroraum leicht an.

Der MDax, in dem mittelgroße Unternehmen notiert sind, beendete den Tag mit plus 0,55 Prozent auf 21 816,24 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,34 Prozent auf 1767,44 Zähler aufwärts.

Europaweit sah es ähnlich aus. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, schloss mit plus 0,29 Prozent auf 3259,24 Punkte, und auch der CAC-40 in Paris und der FTSE 100 in London legten moderat zu. Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial in New York zeigte sich zum europäischen Handelsschluss mit einem Plus von 0,08 Prozent kaum verändert. Die technologieorientierten Nasdaq-Indizes gaben leicht nach.

Die Papiere der Lufthansa setzten sich zum Handelsschluss mit plus 1,85 Prozent an die Dax-Spitze. Das Unternehmen macht Ernst mit seiner angekündigten Zusammenarbeit mit Air Berlin und Etihad. Den jahrelangen Vergütungskonflikt mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will die Lufthansa mit Hilfe eines Schlichters lösen. Allerdings droht nun Ungemach bei der Billigflugtochter Eurowings, deren Kabinenpersonal sich zum Streik rüstet.

Die Aktien von Thyssenkrupp schlossen nur knapp über ihrem kurz zuvor erreichten Tagestief und waren mit minus 1,17 Prozent das Index-Schlusslicht. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank rückten um 0,85 Prozent vor. Am Donnerstagabend hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) angekündigt, die aktuellen Noten zur Kreditwürdigkeit des Finanzhauses im Hinblick auf eine Hochstufung zu überprüfen.

Die Volkswagen-Vorzüge schlossen mit 0,96 Prozent im Plus. Das weiterhin starke China-Geschäft und eine Entspannung auf dem US-Markt brachten dem Wolfsburger Autokonzern im November ein weltweites Absatzplus von knapp 8 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,12 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,95 Punkte. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future gewann 0,40 Prozent auf 162,35 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0439 (Donnerstag: 1,0419) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9579 (0,9598) Euro.

@ dpa.de

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