Japan, Volkswirtschaft

TOKIO - Japans Zentralbank widersetzt sich weiterhin dem globalen Trend zur geldpolitischen Straffung und lässt die Zügel trotz der steigenden Inflation und der rasanten Talfahrt des Yen extrem gelockert.

21.07.2022 - 06:11:28

Japanische Notenbank hält an lockerer Geldpolitik weiter fest. Die Bank of Japan (BoJ) beschloss am Donnerstag nach einer zweitägigen Tagung, ihre wichtigsten geldpolitischen Hebel weiterhin unverändert zu lassen. So sollen die kurzfristigen Zinssätze bei minus 0,1 Prozent und die langfristigen bei etwa null bleiben. Die Entscheidung war in Marktkreisen erwartet worden.

Damit fahren die japanischen Notenbanker weiter unbeirrt einen Kurs, der im Gegensatz steht zu dem der Kollegen in Europa und den USA. Zwar steigen die Preise auch in Japan, die Inflation wird jedoch vor allem durch die hohen Energiepreise getrieben und ist zudem deutlich geringer als im Westen. Die BoJ geht für das noch bis März 2023 laufende Fiskaljahr von einer Preissteigerung um 2,3 Prozent aus. Bisher waren die Notenbanker von 1,9 Prozent ausgegangen.

Japans Verbraucher neigen nach Ansicht mancher Ökonomen dazu, ihren Verbrauch einzuschränken, wenn die Preise steigen. Dies könne den Inflationsdruck begrenzen, weswegen es die BoJ auch nicht eilig habe, ihre Geldpolitik anzupassen. BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda hatte denn auch kürzlich zu erkennen gegeben, dass es ungeachtet der Schwäche des Yen vorerst zu keiner Straffung der Zügel kommen dürfte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Asien/Pazifik: Wenig Bewegung in China - Tokio holt Gewinne nach. Die Tokioter Börse vollzog nach dem Feiertag am Donnerstag die kräftigen Gewinne der anderen Börsen nach. An den anderen Handelsplätzen überwog hingegen eine abwartende Haltung. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY - Asiens wichtigste Aktienmärkte sind am Freitag kaum vom Fleck gekommen - mit der Ausnahme Japans. (Boerse, 12.08.2022 - 08:57) weiterlesen...

WDH: IEA erwartet wegen der Gaskrise stärkeres Wachstum der Ölnachfrage (Im ersten Absatz wurde der Wochentag berichtigt.) (Boerse, 11.08.2022 - 12:54) weiterlesen...

IEA erwartet wegen der Gaskrise stärkeres Wachstum der Ölnachfrage. Die im Zuge des Ukraine-Kriegs verursachte Gaskrise mit einem massiven Preisanstieg für Erdgas an den Rohstoffmärkten habe dazu geführt, dass Industrieunternehmen und Kraftwerke ihre Anlagen verstärkt mit Öl betreiben, heißt es in dem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. In den vergangenen Monaten hat Russland die Gaslieferungen nach Europa drastisch reduziert. PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl angehoben. (Boerse, 11.08.2022 - 11:13) weiterlesen...

Aktien Asien/Pazifik: Kräftige Gewinne - Technologiewerte gefragt. Die Gewinne der Wall Street nach günstig ausgefallenen Inflationsdaten ließen auch die Märkte in Fernost steigen. In Japan wurde unterdessen der Tag des Berges feierlich begangen, weshalb kein Handel stattfand. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag deutlich zugelegt. (Boerse, 11.08.2022 - 09:01) weiterlesen...

China verkündet Abschluss von Militärübungen rund um Taiwan (Formulierung in der Überschrift angepasst) (Wirtschaft, 10.08.2022 - 15:07) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: China verkündet Abschluss von Militärübungen rund um Taiwan (Formulierung in der Überschrift angepasst) (Wirtschaft, 10.08.2022 - 12:48) weiterlesen...