Indikatoren, Japan

TOKIO - Japans Wirtschaft erlebt die längste Wachstumsphase seit rund elf Jahren.

18.05.2017 - 11:09:24

Längste Wachstumsphase in Japan seit elf Jahren - Zweifel bleiben. Wie die Regierung am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent - und damit das fünfte Quartal in Folge.

Das entspricht einer Zunahme um eine hochgerechnete Jahresrate von real 2,2 Prozent. Zu dem unerwartet starken Wachstum trug vor allem der Export bei, der durch den relativ schwachen Yen angeschoben wird. Aber auch der Privatkonsum, der zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, zog um 0,4 Prozent an.

"Die japanische Wirtschaft läuft auf Hochtouren", kommentierte Experte Stefan Große von der NordLB. Er sieht die Wachstumstreiber vor allem bei den ausgabefreudigen Verbrauchern und einer hohen Exportnachfrage. Nach Einschätzung von Große sind die Aussichten für das laufende Quartal ebenfalls "sehr gut". Allerdings geht er wie andere Ökonomen nicht davon aus, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt das derzeit starke Wachstum aufrecht erhalten kann.

Japans Regierung sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass sich die Wirtschaft auf einem moderaten Wachstumskurs befindet - seit nunmehr fünf Quartalen. Es ist die längste Wachstumsphase, seitdem Japan zwischen Januar 2005 und Juni 2006 sechs Quartale in Folge zugelegt hatte. Ein Grund für das vergleichsweise starke Wachstum zum Jahresauftakt war die Nachfrage im benachbarten Asien. Die Ausfuhren japanischer Güter dorthin stiegen verglichen mit dem Vorquartal um 2,1 Prozent.

Doch Anlass zu überschwänglichem Optimismus sehen Ökonomen trotzdem nicht. Zum einen ist die Kauflaune der Bevölkerung immer noch nicht so, wie sich Japans Wirtschaft das wünscht. Zum anderen zeigen die Daten auch, dass die Nummer drei der Weltwirtschaft weiterhin in hohem Maße von ihrem Exportmotor abhängig ist. Umso wichtiger ist für Tokio die Lage im internationalen Handel. Dort besteht angesichts der "Amerika zuerst"-Politik von US-Präsident Donald Trump Unsicherheit über den weiteren Kurs.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Chinas Wirtschaft zieht an - aber Sorgen wegen Trump PEKING - Chinas Wirtschaft hat im abgelaufenen Jahr Stärke gezeigt: Wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte, wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft im Zeitraum von Januar bis Dezember um 6,9 Prozent, womit das Wachstum erstmals seit 2010 wieder anzog. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 12:41) weiterlesen...

Chinas Wirtschaft wächst 2017 um 6,9 Prozent. Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Donnerstag. Damit hat sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft erstmals seit dem Jahr 2010 wieder beschleunigt. Ein Jahr zuvor waren es 6,7 Prozent gewesen. PEKING - Die Wirtschaft Chinas ist im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent gewachsen. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 08:27) weiterlesen...

Chinas Wirtschaft wächst stärker. Wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2017 um 6,9 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 6,7 Prozent gewesen. Ministerpräsident Li Keqiang hatte das etwas stärkere Wachstum in der vergangenen Woche bereits angedeutet. PEKING - Die Wirtschaft Chinas ist im vergangenen Jahr etwas stärker gewachsen. (Wirtschaft, 18.01.2018 - 08:13) weiterlesen...

USA: Stimmung am Häusermarkt gesunken - nur knapp unter 18-Jahres-Hoch. Nachdem der NAHB-Hausmarktindex im Dezember noch den höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht hatte, fiel das Stimmungsbarometer im Januar um 2 Punkte auf 72 Zähler, wie die National Association of Home Builders (NAHB) am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten diesen Rückgang erwartet. WASHINGTON - Die Stimmung am US-Häusermarkt hat sich zum Jahresbeginn etwas eingetrübt. (Boerse, 17.01.2018 - 16:09) weiterlesen...

USA: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet. Sie habe im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten nur einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. WASHINGTON - In den USA ist die Industrieproduktion im Dezember stärker als erwartet gestiegen. (Wirtschaft, 17.01.2018 - 15:25) weiterlesen...

Privates Geldvermögen steigt auf Rekordhoch. Das Geldvermögen der privaten Haushalte kletterte im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum zweiten Vierteljahr um 1,2 Prozent auf den Rekordwert von 5,779 Billionen Euro - auch dank steigender Aktienkurse, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Berücksichtigt werden Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien. Bis Ende 2017 könnte das Geldvermögen Schätzungen zufolge auf etwa sechs Billionen (6000 Milliarden) Euro gestiegen sein. FRANKFURT - Trotz des Zinstiefs werden die Menschen in Deutschland in der Summe immer reicher. (Boerse, 17.01.2018 - 12:22) weiterlesen...