Indikatoren, Japan

TOKIO - Japans Exportwirtschaft ist dank guter Geschäfte mit dem Nachbarland China stark in das laufende Jahr gestartet.

19.02.2018 - 10:10:24

Japans Exportwirtschaft mit starkem Jahresauftakt. Im Januar seien die gesamten Ausfuhren im Jahresvergleich um 12,2 Prozent auf 6,1 Billionen Yen (46 Mrd Euro) gestiegen, teilte das japanische Finanzministerium am Montag in Tokio mit. Der Anstieg fiel überraschend stark aus. Bankvolkswirte hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 9,4 Prozent erwartet.

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Generell hätten Japans Exportfirmen von einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft profitiert, sagte Experte Masaki Kuwahara von der Bank Nomura Securities. Außerdem verwies er auf die starke Nachfrage aus China. "Ich denke, dass sich die Exporte noch eine Weile gut entwickeln werden", sagte Kuwahara.

Japans starke Exporte - 2017 war das beste Jahr seit der Finanzkrise - sind ein wichtiger Grund für die zuletzt gut laufende Wirtschaft. Da die Unternehmen viel exportieren, sind die Investitionen der Unternehmen hoch.

Neben den starken Exporten sind aber auch die Einfuhren nach Japan im Januar kräftig gestiegen. Hier meldete das Ministerium einen Zuwachs im Januar um 7,9 Prozent im Jahresvergleich auf rund 7,0 Billionen Yen. Japan verfügt über wenig Rohstoffe und ist daher auf die Einfuhr von wichtigen Grundstoffen wie zum Beispiel Rohöl angewiesen.

Nach Einschätzung von Experten sind die steigenden Importe aber auch ein Hinweis auf eine stärkere Binnenkonjunktur in Japan. "Der Anstieg der Einfuhren zeigt, dass die Binnennachfrage gesund ist", kommentierte Yuichi Kodama, Chefvolkswirt beim Versicherungsunternehmen Meiji Yasuda Life Insurance.

Unterm Strich verzeichnete Japan im Januar zum ersten Mal seit vergangenen Mai wieder ein Defizit in der Handelsbilanz. Der Fehlbetrag betrug nach Angaben des Finanzministeriums 0,943 Billionen Yen.

@ dpa.de

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