Regierungen, USA

TOKIO - Japan sieht das historische Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un als einen Schritt zur Lösung des Konflikts mit dem Nachbarstaat.

12.06.2018 - 12:15:25

Japan begrüßt Gipfel zwischen USA und Nordkorea als ersten Schritt. Man unterstütze dies als "einen Schritt hin zu einer umfassenden Lösung der verschiedenen Probleme mit Nordkorea", sagte der japanische Regierungschef Shinzo Abe am Dienstag zu Reportern. Japan, das von Nordkorea bedroht wird, hofft auf eine Abrüstung der Atomwaffen sowie der Raketen, die das Land erreichen können.

Zugleich drückte Abe seine hohe Wertschätzung dafür aus, dass Trump das für Japan äußert wichtige Thema der Entführung von Japanern in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea angesprochen habe. Japans rechtskonservativer Regierungschef sagte, mit Nordkorea das Problem bilateral lösen zu wollen. Für Tokio ist die Entführtenfrage das größte Hindernis für eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen.

Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten. Erst 2002 gestand Nordkorea bei einem überraschenden Besuch des japanischen Regierungschefs Junichiro Koizumi, 13 Menschen verschleppt zu haben.

Fünf der Japaner konnten heimkehren. Nordkorea behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Damit war für Nordkorea die Sache beendet. Tokio geht jedoch von 17 entführten Landsleuten aus und fordert volle Aufklärung.

@ dpa.de

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