Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Maschinenbau, Auto

(Tippfehler im vorletzten Absatz korrigiert)

11.02.2021 - 19:03:26

WDH/ROUNDUP: Deutschland bereitet sich auf neue Grenzkontrollen vor

BERLIN - Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tschechien und Teilen Österreichs hat die Bundesregierung neue Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen beschlossen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden Tschechien und Tirol am Donnerstag als sogenannte Virusmutationsgebiete eingestuft. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe entschieden, ab Sonntag neben den seit der Flüchtlingskrise bestehenden Binnengrenzkontrollen zu Österreich auch an den Grenzen zu Tschechien vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen, teilte ein Sprecher mit. Die Bundesregierung stimme sich derzeit mit allen beteiligten Partnern ab, "insbesondere zu etwaigen Ausnahmetatbeständen" und werde bald darüber informieren.

Seehofer sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Der Freistaat Bayern und der Freistaat Sachsen haben heute die Bundesregierung gebeten, Tirol und grenznahe Gebiete Tschechiens als Virusmutationsgebiete einzustufen und stationäre Grenzkontrollen vorzunehmen."

Unter den bislang als Virusmutationsgebiete eingestuften Staaten, für die ein Beförderungsverbot nach Deutschland gilt, ist bislang kein Nachbarland. Aus den bereits festgelegten Mutationsgebieten im Ausland dürfen derzeit fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Außerdem gibt es Sonderregeln für medizinisches Personal, Transit-Passagiere und den Warenverkehr.

Tschechien war bereits als Hochrisikogebiet eingestuft. Es solle nun

- wie etwa Großbritannien - zum Virusvarianten-Gebiet erklärt werden,

sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Reisende aus Tschechien müssen schon jetzt bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Ausweisung als Virus-Variantengebiet würde die Reisemöglichkeiten noch weiter einengen.

Die ansteckendere Coronavirus-Variante aus Großbritannien hat nach Angaben Söder in einigen ostbayerischen Regionen bei Pendlern aus Tschechien bereits die Oberhand gewonnen. Der Anteil der mutierten Variante betrage bei positiven Fällen von Pendlern aus Tschechien bereits 40 bis 70 Prozent. Sachsen hatte zuvor angesichts drastischer Corona-Zahlen in Tschechien bereits vor der Entscheidung der Bundesregierung eine deutliche Einschränkung des Pendlerverkehrs angekündigt.

Der Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß (CDU) aus Schwarzenberg im Erzgebirge erklärte: "Im Gebiet Karlsbad haben wir derzeit eine Infektionsgeschehen, was 25 Mal so hoch ist wie bei uns im Erzgebirgskreis." Nur wer einen triftigen Grund habe, solle einreisen dürfen. Um dies durchzusetzen, seien ständige Grenzkontrollen nötig, sagte er.

Tschechien kündigte seinerseits an, ab Freitag drei Grenzbezirke von der Außenwelt abzuschotten. Betroffen sind die Bezirke Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau) an der Grenze zu Bayern sowie Trutnov (Trautenau). Wer dort wohne, dürfe den jeweiligen Bezirk nicht mehr verlassen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny in Prag. Leute von außerhalb würden nicht hereingelassen. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte.

Tschechien ist stark von der Corona-Krise betroffen. Landesweit meldeten die Behörden am Donnerstag 9446 neue Fälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Wenn sich die Virusvarianten in den Nachbarländern immer stärker ausbreiteten, "kann das natürlich im Extremfall auch zu Grenzschließungen führen", sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann im Landtag in Stuttgart. "Wir wollen sie natürlich vermeiden", beteuerte der Grünen-Politiker. Das bleibe die Linie, doch könne sich das insbesondere wegen der Verbreitung der südafrikanischen Virusvariante auch ändern. Er sagte zu, sich mit den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und des Saarlands, Malu Dreyer (SPD) und Tobias Hans (CDU), wegen der Grenze zu Frankreich absprechen zu wollen.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr waren für drei Monate nationale Grenzkontrollen eingeführt worden, um das Einschleppen des Virus aus dem Ausland so weit wie möglich zu verhindern. Damals hatte es in einigen Bundesländern Kritik an dieser Maßnahme gegeben, weil Pendler, Familien und Unternehmen darunter litten.

"Unsere Industrie ist angewiesen auf die täglichen Zulieferungen der Werke in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und vielen anderen Ländern in Süd- und Osteuropa", sagte die Präsidentin des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. "Wenn die Lieferungen unterbrochen werden, stehen hier in Deutschland schon kurzfristig die meisten Werke still. Der Verband schlug vor, "mit der Prüfung von Test- und Anmeldepflichten für alle Fahrer den Lieferverkehr sowie die Eindämmung der Virusmutante zu garantieren".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Baldauf gegen Dreyer im TV-Duell vor Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Dreyer hob die Erfolge ihrer Regierung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie hervor. Rheinland-Pfalz weist nach Schleswig-Holstein die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz je 100 000 Einwohner sowie die höchste Quote bei den bereits zweimal gegen das Virus Geimpften auf. Dreyer kritisierte Baldauf für seine Angriffe auf die Impfstrategie der Landesregierung. Dieser konterte, es müssten noch mehr als 100 000 über 80-Jährige geimpft werden. MAINZ - Neun Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der CDU-Herausforderer Christian Baldauf bei einem TV-Duell um Wählerstimmen geworben. (Wirtschaft, 05.03.2021 - 22:44) weiterlesen...

Mittelstands-Verband: Ab 1. April alle Branchen in Berlin öffnen. BERLIN - Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Berlin hat gefordert, den Lockdown für den gesamten Einzelhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie im kommenden Monat zu beenden. Der Senat solle die Öffnung ab dem 1. April "unter Einhaltung klarer, berlinweiter gültiger Vorschriften" ermöglichen, teilte die Mittelstands-Vertretung am Freitagabend mit. Mittelstands-Verband: Ab 1. April alle Branchen in Berlin öffnen (Wirtschaft, 05.03.2021 - 22:44) weiterlesen...

BW: Unternehmen in Grenzregion bekommen Hunderttausende Corona-Tests. Man habe eine Vereinbarung mit den zuständigen Wirtschaftskammern getroffen, Unternehmen in der Grenzregion kostenlos mit 300 000 Schnelltests aus dem Landesbestand zu versorgen, hieß es in einer Mitteilung der Landesregierung am Freitagabend. "Dieses zusätzliche Testangebot soll einen weiterhin reibungslosen Grenzverkehr in an der Grenze zu Frankreich und er Schweiz gewährleisten und einen freien Warenfluss ermöglichen", hieß es. STUTTGART - Um weiter einen reibungslosen Grenzverkehr mit Frankreich und der Schweiz zu ermöglichen, will die Landesregierung Unternehmen mehrere Hunderttausend Schnelltests zur Verfügung stellen. (Boerse, 05.03.2021 - 21:32) weiterlesen...

Brandenburg lockert Beschränkungen - für Geschäfte, Museen und Sport. POTSDAM - Fast drei Monate nach dem Beginn des harten Corona-Lockdowns dürfen in Brandenburg Geschäfte und Museen unter Auflagen wieder öffnen. Das Kabinett hat am Freitag kleine Schritte zur Lockerung der Beschränkungen beschlossen, die am Montag (8. März) in Kraft treten sollen. Dann können Geschäfte und Museen öffnen, wenn man einen Termin gebucht hat und falls sich die Infektionslage nicht deutlich verschlechtert. Auch Kosmetikstudios öffnen dann unter Auflagen. Drei Wochen nach den Grundschülern können auch die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab 15. März in den Wechselunterricht zwischen der Schule und zu Hause gehen. Brandenburg lockert Beschränkungen - für Geschäfte, Museen und Sport (Wirtschaft, 05.03.2021 - 21:31) weiterlesen...

Verschärfte Corona-Lage in Italien: Kampanien wird Rote Zone. ROM - Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien wird zur Roten Zone mit verschärften Corona-Sperren. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitagabend mit. In den Gebiet, zu dem Neapel und die Amalfiküste gehören, gelten nach der Anordnung von Gesundheitsminister Roberto Speranza wegen der erhöhten Infektionswerte ab Montag (8. März) die strengsten Corona- Schutzregeln. Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein, die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen. Verschärfte Corona-Lage in Italien: Kampanien wird Rote Zone (Wirtschaft, 05.03.2021 - 20:49) weiterlesen...

Sachsen lockert Corona-Beschränkungen - Verordnung bis 31. März. Das beschloss das Kabinett am Freitag. Grundlage ist die Vereinbarung von Bund und Ländern vom vergangenen Mittwoch. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) appellierte an die Bürger, vorsichtig zu bleiben. Das Virus verzeihe nicht, "selbst die kleinsten Fehler nicht", sagte sie und verwies auf die Mutationen des Coronavirus. Diese Fälle würden sich im Freistaat derzeit jede Woche verdoppeln. Inzwischen gebe es 649 Nachweise auf Mutationen und sechs Todesfälle. DRESDEN - Sachsen lockert wie angekündigt ab Montag einige Beschränkungen in der Corona-Pandemie. (Wirtschaft, 05.03.2021 - 20:46) weiterlesen...