Regierungen, Nahost

TEL AVIV - Israels neuer Regierungschef Jair Lapid hat vor dem anstehenden Besuch von US-Präsident Joe Biden die Länder des Nahen Ostens dazu ermutigt, Beziehungen zu Israel aufzunehmen.

10.07.2022 - 15:17:27

Vor Biden-Besuch: Lapid will Nahost-Ländern die Hand reichen. "Israel reicht allen Ländern in der Region die Hand", sagte Lapid am Sonntag nach Angaben seines Büros. Biden reist in der kommenden Woche nach Israel, ins Westjordanland sowie nach Saudi Arabien.

Israel erhofft sich eine Normalisierung des Verhältnisses zu der Golfmonarchie. Ein Beitritt Saudi-Arabiens zu den sogenannten Abraham-Abkommen, in deren Rahmen mehrere arabische Staaten Beziehungen mit Israel aufgenommen haben, gilt derzeit allerdings als unwahrscheinlich. Es gibt aber Spekulationen darüber, dass beide Länder etwa in Sicherheitsfragen enger zusammenarbeiten könnten.

Israel, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten eint die Sorge vor der Bedrohung durch den Iran. "Wir werden mit dem Präsidenten und seinem Team über die Ausweitung der Sicherheitskooperation gegen alle Bedrohungen sprechen", sagte Lapid weiter. Biden werde "eine Botschaft des Friedens und der Hoffnung" aus Israel nach Saudi-Arabien mitnehmen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Selenskyj: Russland stiftet mit Pipelines nur Unruhe. Als Beispiel verwies er am Freitagabend auf die Ankündigung des russischen Gaskonzerns Gazprom, die Belieferung Deutschlands über die Leitung Nord Stream 1 Ende August für drei Tage einzustellen. Ohne FDP-Vize Wolfgang Kubicki zu nennen, sprach Selenskyj zugleich von "absurden Äußerungen" in Deutschland, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, seine Gaspipelines zur Erpressung zu nutzen. (Boerse, 19.08.2022 - 22:39) weiterlesen...

USA schicken Drohnen und weitere Militärhilfe in die Ukraine. Das geplante Hilfspaket soll unter anderem 15 Überwachungsdrohnen vom Typ ScanEagle, 40 minengeschützte Fahrzeuge und 16 Panzerhaubitzen umfassen, wie das US-Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Damit erhöht sich die US-Militärhilfe für die Ukraine seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden auf insgesamt 10,6 Milliarden US-Dollar (rund 10,56 Milliarden Euro). WASHINGTON - Die US-Regierung hat angekündigt, der von Russland angegriffenen Ukraine weitere Militärhilfe in Höhe von rund 775 Millionen US-Dollar (rund 772 Millionen Euro) bereitzustellen. (Wirtschaft, 19.08.2022 - 22:08) weiterlesen...

Nato-Gespräche mit der Türkei im August in Finnland geplant. Das sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto am Freitag bei einer Pressekonferenz. Dort sollten die Diskussionen auf Grundlage des Memorandums, das die drei Staaten kurz vor dem Nato-Gipfel in Madrid im Juni unterschrieben hatten, weitergeführt werden, sagte Haavisto. HELSINKI - Zu Gesprächen über die Norderweiterung der Nato wollen sich Vertreter Finnlands, Schwedens und der Türkei noch im August in Finnland treffen. (Wirtschaft, 19.08.2022 - 18:53) weiterlesen...

Gazprom: Dreitägige Abschaltung von Nord Stream 1 Ende August. MOSKAU - Der russische Energieriese Gazprom hat eine dreitägige Abschaltung der kompletten Gas-Pipeline Nord Stream 1 ab Ende August angekündigt. Aufgrund "einer Reihe routinemäßiger Wartungsarbeiten" werde vom 31. August bis einschließlich 2. September kein Gas in Richtung Deutschland fließen, teilte Gazprom am Freitag mit. Bereits seit Juni sind die Gas-Lieferungen aus Russland stark reduziert. Gazprom: Dreitägige Abschaltung von Nord Stream 1 Ende August (Wirtschaft, 19.08.2022 - 18:36) weiterlesen...

KORREKTUR: Unwettergefahr im Süden - Warnung vor Überflutungen und Erdrutschen (Ortsbestimmung im dritten Satz korrigiert) (Boerse, 19.08.2022 - 18:34) weiterlesen...

Putin und Macron befürworten Inspektion von ukrainischem AKW. In einem Telefonat hätten die beiden Staatschefs bekräftigt, dass Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Lage vor Ort bewerten sollten, teilte der Kreml am Freitag mit. MOSKAU/PARIS - Russlands Präsident Wladimir Putin und sein französischer Kollege Emmanuel Macron haben sich für eine Inspektion des von Russland besetzten südukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja durch internationale Experten ausgesprochen. (Boerse, 19.08.2022 - 17:17) weiterlesen...