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Regierungen, Nahost

TEHERAN / WASHINGTON - Die iranische Regierung hat die Raketenangriffe auf vom US-Militär genutzte Stützpunkte im Irak als rechtmäßigen "Akt der Selbstverteidigung" bezeichnet.

08.01.2020 - 06:07:24

Irans Regierung nennt Raketenangriffe 'Akt der Selbstverteidigung'. "Wir streben nicht nach einer Eskalation oder Krieg, aber wir werden uns gegen jede Aggression verteidigen", schrieb Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in der ersten offiziellen Regierungsstellungnahme nach den Angriffen am Mittwoch auf Twitter. Der Iran habe "verhältnismäßige Maßnahmen zur Selbstverteidigung ergriffen und abgeschlossen".

Sarif bezog sich dabei auf Artikel 51 der UN-Charta. Dieser beschreibt das Recht auf Selbstverteidigung im Falle eines bewaffneten Angriffs auf ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen. Von dem mit iranischen Raketen attackierten Stützpunkt im Irak seien zuvor "Attacken gegen unsere Bürger und ranghohe Offizielle" erfolgt, schrieb Sarif weiter.

Der Iran hatte aus Vergeltung für die Tötung seines Top-Generals Ghassem Soleimani zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak angegriffen. Betroffen seien der Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Im Weißen Haus kamen die wichtigsten Minister von US-Präsident Donald Trump zu einer Krisensitzung zusammen. Trump hatte Teheran vor den Angriffen gewarnt: "Falls der Iran irgendetwas macht, was er nicht tun sollte, werden sie die Konsequenzen erleben. Und das sehr stark."

Der US-Präsident will sich am Mittwochmorgen (Ortszeit) zu den Angriffen äußern. Das kündigte er am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter an. "Alles ist gut!", schrieb er und erklärte, Raketen seien vom Iran aus auf zwei Militärstützpunkte im Irak abgefeuert worden. Derzeit würden mögliche Opfer und Schäden bewertet. "So weit so gut!", fügte Trump hinzu. "Wir haben das stärkste und am besten ausgestattete Militär überall auf der Welt, bei weitem!".

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, bei der "Operation Märtyrer Soleimani" sei der mit 35 Raketen attackierte Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad "vollständig zerstört" worden. Der Angriff mit ballistischen Boden-Boden-Raketen auf die "von den Amerikanern besetzte" Basis sei "in jeder Hinsicht ein voller Erfolg".

Zwar hatten örtliche schiitische Milizen, die vom Iran unterstützt werden, die US-Stützpunkte im Irak zuletzt häufiger mit technisch einfacheren Raketen angegriffen. Ein direkter Angriff aus dem Iran markiert jedoch eine neue Eskalationsstufe im Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

@ dpa.de

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