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TEHERAN - Im Iran werden am Montag Millionen Menschen zu Trauerzeremonien für den bei einem US-Raketenangriff in Bagdad getöteten iranischen General Ghassem Soleimani erwartet.

06.01.2020 - 05:46:23

Millionen bei Trauerzeremonien für Soleimani im Iran erwartet. Am frühen Morgen ist zunächst ein sogenanntes Leichengebet in der Universität Teheran geplant. Danach wird der Leichnam zum Asadi-Platz im Westen der iranischen Hauptstadt transportiert. Entlang der fast drei Kilometer langen Strecke können sich dann die Menschen von dem getöteten Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Einheit verabschieden.

Die Regierung hat den Montag in Teheran zum örtlichen Feiertag erklärt, damit dort alle Menschen an der Zeremonie teilnehmen können. Mehrere Straßen in der Stadtmitte sollen wegen der zu erwartenden Menschenmassen für Autos gesperrt werden, Schulen und Hochschulen bleiben zu. Von Teheran aus wird der Leichnam dann in die schiitische Hochburg Ghom gebracht. Auch dort wird es vor einem Mausoleum eine Zeremonie geben. Die Beisetzung selbst findet am Dienstag in Soleimanis Geburtsort Kerman im Südostiran statt. Auch in Kerman hat die Regierung den Dienstag zum örtlichen Feiertag erklärt.

Am Sonntag hatten nach örtlichen Medienangaben Hunderttausende Iraner an zwei Trauerzügen für Soleimani in Ahwas im Südwestiran und in der Heiligen Stadt Maschad im Nordostiran teilgenommen. Luftbilder aus beiden Städten zeigten gewaltige Menschenmassen und kilometerlange Schlangen. Besonders vor und im Mausoleum des achten schiitischen Imams Resa in Maschad soll der Andrang so groß gewesen sein, dass der Transport der Leiche in die Hauptstadt für die Organisatoren nicht mehr möglich war. Daher musste eine für Sonntagabend geplante dritte Trauerzeremonie in der Imam-Chomeini-Moschee in Teheran abgesagt werden, an der die gesamte iranische Führung teilnehmen sollte.

@ dpa.de

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