Öl, Gas

TEHERAN - Die iranische Führung hat nach einem Zeitungsbericht zufolge ihre Bereitschaft für Gespräche mit dem "Erzfeind" USA bei den Atomverhandlungen in Wien signalisiert.

26.01.2022 - 19:34:26

Bericht: Irans Führung zeigt Bereitschaft für Gespräche mit USA. "Grünes Licht für direkte Verhandlungen", lautete am Mittwochnachmittag die Überschrift der Tageszeitung Schargh auf der Titelseite ihrer Onlineausgabe sowie auf Twitter. Der Iran hatte bislang einen direkten Kontakt mit den USA in Wien ausgeschlossen, würde aber laut Schargh eine Kursänderung vornehmen.

Auch innerhalb der politischen Führungen gab es diesbezüglich bereits Andeutungen. "In gewissen Phasen mit dem Feind Verhandlungen zu führen, sollte nicht als Kapitulation angesehen werden", sagte Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat. Daraufhin gab es auch ähnliche Töne aus dem Präsidialamt. "Falls die Amerikaner die Sanktionen aufheben, dann wäre auch ein direkter Kontakt durchaus denkbar", so Präsident Ebrahim Raisi.

Bei den laufenden Verhandlungen in Wien versucht die sogenannte 4+1 Gruppe - China, Frankreich, Großbritannien, Russland plus Deutschland

- das Wiener Atomabkommen von 2015 zu retten. Dafür müssten die USA

nach ihrem Ausstieg 2018 zum Deal zurückkehren und die Sanktionen gegen den Iran aufheben. Im Gegenzug soll sich Teheran wieder an seine technischen Auflagen in dem Abkommen halten. Derzeit laufen die Verhandlungen jedoch ohne einen direkten Kontakt zwischen Teheran und Washington.

Das iranische Atomteam hat direkte Verhandlungen bislang abgelehnt. In politischen Kreisen in Teheran wird jedoch die Kritik lauter, dass ohne diese weder die US-Sanktionen aufgehoben noch die Wirtschaftskrise beendet werden könnten. Wegen der Sanktionen steckt der eigentlich ölreiche Iran in der schlimmsten Finanzkrise seiner Geschichte. Daher hat deren Aufhebung für Teheran auch oberste Priorität.

@ dpa.de

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